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Gartenarbeit im April

Gartenarbeiten im April machen Freude auch wenn es usselig ist. Zeit um Möhren zu säen, das Gewächshaus zu mulchen und zum Beispiel Sommerporree zu pflanzen. Im Frühling lebt der Garten auf und wir arbeiten jetzt auch schon daran, dass er im Winter nicht leer steht.

Der April macht wirklich was er will, heute so morgen so. Egal, die Gartenarbeit wartet und mein lieber Mann hat mir wieder eine Liste geschrieben.

Kübel vorbereiten für die neuen Pflanzen im Mai

Nach den Eisheiligen im Mai kommen die Tomaten in die Kübel. Der Mizuna ist jetzt schon ein bisschen zu unzart und die Hühner finden das noch ganz nice. Der alte Mulch kommt weg und der Kübel wird ausgeschaufelt. Die Schubkarre ist da schon sehr praktisch! Der Bokashieimer wird vorher erstmal entsaftet (den Saft brauche ich später noch zum angießen) und der Inhalt kommt nun in den Kübel, wird dort verteilt. Sollte Bokashi mal grünen oder grauen Schimmel drauf haben, dann hat es nicht geklappt. Dann gab es zu wenig EM/zu viel Sauerstoff. Unser Bokashi riecht fruchtig und kommt in die Verwendung.

Produkte zum Thema Bodenpflege und fertigen Bokashi gibt es hier:

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Wie kann ich Bokashi zu Hause machen?

Anschließend kommt die ausgebuddelte Erde wieder drauf und darauf kommt noch gesiebter Kompost. Zum Schluss wird angegossen und der Kübel wird bis zur Pflanzung feucht gehalten. Die Tomate steht gern in ihrer eigenen (aufgebesserten Erde). Später wird sie monatlich gedüngt und wie immer, wir haben ein Auge drauf. Entweder mit Jauche oder mit dem Mikrodünger.

Kompost sieben

Bei uns haben wir Kompost, da wir einfach große Mengen im Garten haben. Im Video seht ihr den zwei Jahre alten Kompost, die groben Teile werden durch das Sieb raus sortiert und kommen in den Komposter daneben. Mit den mehreren Kompostern kamen wir bisher immer gut klar. Wir haben noch keine Möglichkeit gesehen, statt Komposter alles auf Bokashi umzustellen, mal sehen was die Zukunft noch bringt. Leben ist ja Veränderung und bestimmt wird es die bei uns auch im Bereich Kompost geben. Es bleibt spannend. Die Hühner sind natürlich immer dabei, die Neugiernasen.

Möhren aussäen im April

Das Saatgut der Möhren haben wir vorher schon in feuchten Sand gelegt, im Haus, im Marmeladenglas. Zum einen ist es leichter im Beet bei den Rillen zu dosieren und zum anderen keimen die Samen vor. Gerade so usseliges Wetter ist für die Möhrenaussaat gar nicht so verkehrt. Das Beet wird vorbereitet: Vorher standen Kartoffeln drauf (gut für die Nachkultur Wurzelgemüse), Kompost haben wir auch noch eingearbeitet. Nun brauchen wir Reihen im Abstand von 30/40 cm.

Wir machen eine Mischkultur mit Sommerporree, der hat mit Feuchtigkeit (was die Möhre mag) weniger Schwierigkeiten als die Zwiebeln. Der Rillenzieher (Rechen mit aufgesteckten Kupferröhrchen) nutzen wir wirklich gern, einfach praktisch. Zum Markieren haben wir im Video die Schieferstecker eingesetzt, damit sind die Reihen markiert und wir können nur die Beikräuter entfernen und nicht versehentlich die Möhren. Wir arbeiten gern zusammen, sind gern zusammen und ernten auch gern zusammen, es tut uns einfach gut. Später werden wir die Möhren noch auf Daumendicke auslichten, dann haben sie mehr Platz zum weiter wachsen.

So bauen wir Möhren an

Sommerporree pflanzen zwischen den Möhren

Nach dem Porree ist vor dem Porree. Der Winterporree wird im April dieses Jahr final abgeerntet, später säen wir den noch aus. Der Sommerporree ist im Januar hier ausgesät worden und nun im April können wir die Jungpflanzen einsetzen. Es kommt einfach auf die richtigen Sorten an.

Im Gewächshaus holen wir uns die Aussaatschale, holen den Porrree raus, vereinzeln die Pflanzen in einer Wasserschale und sortieren nach dünn und dick. Wir holen uns die kräftigsten Pflanzen (wobei das nahezu alle waren) und legen sie auf gleiche Höhe. Dann werden sie mit der Schere, wie im Video sichtbar eingekürzt, oben und unten. Alle 10 cm wird eine Porreestange setzt. Dazu machen wir mit der Rückseite von unserem Multispaten gleichmäßige Löcher. Da rein kommen die Stänglein und anschließend wird angegossen. Die Erde schlemmt sich leicht ein, das reicht aus. Später wenn sie größer sind und rausschauen werden wir sie anhäufeln. Angegossen wird bei uns nach der Pflanzung immer mit EMa oder mit den Garten/Bodenaktivator.

Winterporree aussäen im April

Der letzte wird geerntet, der nächste wird gesät. Winterhart und nach Bedarf ernten – das hat ihn qualifiziert, den Winterporree. Förmchen füllen, verteilen, Saatgut streuen, Aussaaterde drüber rieseln, leicht andrücken und angießen und fertig ist die Aussaat.

Tee aus dem Garten genießen

Wir haben einfach Rosmarin, Brennnessel und Zitronenmelisse zum Tee verzaubert, schmeckt wirklich gut. Kräutertee aus dem eigenem Garten, frisch und kostenlos. Probiert es mal aus, vor allem mit den Kids zusammen.

Nun im April wird auch unser Gewächshaus gemulcht

Bisher hatte unser Gewächshaus noch keinen Mulch auf der Erde – die Jungpflanzen sind nun größer geworden und der Boden hat sich erwärmt. Nun wird gemulcht, mit verkleinertem Biostroh. Im Gewächshaus ist eins unserer meist geliebten Orte im Garten, gerade jetzt ist es sehr schön dort.

Wintergemüse säen

Rosenkohl und Winterwirsing brauchen unter den Wintergemüse recht lange, daher kommen sie bei uns zeitig im April schon in die Aussaat. Man nehme ein Förmchen, Aussaaterde, mache Löchlein durch ein Pikierstäbchen und verteile die Saat in die Löchlein. Jetzt zudecken, angießen und auf das Wetter schauen. Ist es eine Kaltwetterperiode kommen sie ins Gewächshaus, ist es eine warme Phase, dann kommen sie ins Freiland mit Überdachung. Ende April/Anfang Mail kommen dann auch Grünkohl und Palmkohl, bzw. Feder- und Schwarzkohl in die Aussaat. So bleibt der Garten auch im Winter beerntbar.

Wir wünschen euch viel Freude und Spaß uns bei der Gartenarbeit im April in diesem Video zu begleiten ; ) Vielen lieben Dank für jeden eurer Einkäufe in unserem kleinen Kiosk! Habt alle eine gute Zeit, Sonnenschein im Garten und im Herzen, eure Jen

Letzter Gartenrundgang

Da steht der Winter vor der Tür, nun heißt es: letzter Gartenrundgang des Jahres und wir lassen das Jahr langsam ausklingen. In diesem Gartenrundgang schauen wir hier und da im Garten vorbei, erzählen euch etwas zu unserem Bokashi und werfen einen Blick in die Indoor-Growing-Station.

Bokashi im Winter, ja geht das denn?

Bokashi kommt aus dem Japanischen und bedeutet im Zusammenhang mit der Fermentation so viel wie „graduelle Umwandlung“. Man kann also ruhig sagen, „Bokashi ist Sauerkraut für den Boden“. Und damit sehr wertvoll! Und Ja es geht auch im Winter! Merke zur Überwinterung: Küchenbokashi können wir im Winter draußen möglichst ohne Sauerstoff parken, die Effektiven Mikroorganismen werden bei niedrigen Temperaturen in ihrer Aktivität langsamer, aber sie sterben nicht. Sobald es wieder wärmer wird, werden sie wieder aktiver. Ebenso kann der Bokashieimer wenn gewünscht zum Fermentieren draußen stehen, der Prozess wird lediglich verlangsamt.

Themenwoche auf Instagram #bokashimachen

Diese Woche gibt es eine wunderbare Sammlung von Menschen, die mit Bokashi arbeiten. Viele Tipps, Erfahrungen und Tricks sammeln sich hier. Die Aktion ist von Magdalena von @wurzelnschlagen ins Leben gerufen worden, vielen Dank für die Orga und einen Gruß an die ganze Gruppe. Ihr findet sie in der Story und unter dem # #bokashimachen 👍

Ob nun als Garten- oder Küchenbokashi – Bokashi erobert unsere Beete, zu recht! Bokashi enthält die ganze Power in einer wunderbar „vorverdauten“ Form für unsere Böden. Sie können die Nährstoffe leichter aufnehmen und für die Pflanzen verfügbar machen. Unser Garten- und Küchenbokashi stellen wir mit Effektiven Mikroorganismen her, seit Jahren mit vollem Erfolg. Wer gutes Gemüse ernten möchte muss das Bodenleben füttern. Bokashieren recycelt unsere Abfälle und macht Nahrung daraus. Eine Win-Win-Situation! Besonders schön bei der Arbeit mit Effektiven Mikroorganismen, ist, dass Fermentation nicht stinkt. Bokashi riecht fruchtig-säuerlich, das stört auch in der Küche nicht.

Bokashi im Eimer?

Was nun aber mit den fermentierten Eimerinhalten im Winter anstellen? Wie können wir die Massen speichern? Wir können das Küchenbokashi im Garten konservieren. Das sieht dann zwar aus als würden wir Blumentöpfe anbauen (merkwürdig und lustig), aber so können wir das Bokashi den Winter über halten, um es im Frühjahr zu verwenden. Dazu wird der Eimerinhalt in einen Blumenkübel ohne Loch eingefüllt und festgedrückt. Dann wird dieser Topf umgedreht mit Erdkontakt in ein Beet gestellt. So hat das Küchenbokashi Kontakt zum Boden, kann anfangen zu vererden, die Bodenaktivität von der Oberfläche her aktivieren und geht nicht kaputt.

Haltbarmachen und Depots anlegen

Eine andere Möglichkeit ist das direkte Einarbeiten im Gewächshaus oder das Anlegen von Depot-Speichern. Dazu werden etwas tiefere Löcher gebuddelt und das Küchenbokashi eingefüllt. Dies kann auch über den Winter geschehen. Was wichtig ist, bevor Pflanzen in die Nähe von den Depot-Speichern kommen, muss das Bokashi entweder ca. 4–6 Wochen – im Sommer dauert es ca. 14 Tage – in der Erde sein oder der Abstand zur Jungpflanze groß genug sein. Ansonsten ist es noch zu sauer für die Wurzeln, das wäre kontraproduktiv.

Ernte saftiger Knollen Yacon

Der Frost ist drüber gezogen, die Blätter sind braun – nun heißt es die Knollen sicher zu lagern/zu überwintern. Die Yacon schmeckt saftig und knackig und kann auf verschiedene Weisen zubereitet werden. Im Detail haben wir sie in vier Videos vorgestellt ; ) Sie eignet sich auch gut für den Halbschatten und ist schon deswegen interessant!


Grünzeug für alle

Uns ist frisches Grünzeug im Winter wirklich sehr wichtig. Die Vielfalt macht es möglich, dass wir jeden Tag Grünes ernten können. Es sind nicht alle Blätter so schön und den Hühnern macht das nichts aus. Im Winter bekommen sie natürlich noch extra Futterportionen dazu, gern mit extra Nährstoffen, Fett und Holunder, aber frisches Grünzug mögen auch sie gern. Zwar sind sie hier damit doch recht verwöhnt, sie nehmen es immer wieder gern an. Letzter Gartenrundgang? Nächstes Jahr geht es wieder weiter und es wird so spannend werden, besonders die Rundgänge.

Wintergemüse kontrollieren, muss ich ernten?

Und nun ist er im Beet, gewachsen, knackig – jetzt ist es für uns wichtig auch regelmäßig nach den Köpfen zu schauen. Falls das Wetter es im Wechsel tauen und frieren lässt, könnte es schon sein, dass die Köpfe faulen. An einem Exemplar hatten wir so stellen. Dann wird es nichtmehr besser. Ernten und was noch gut ist verwerten. Wirsing lässt sich prima auf verschiedene Arten zubereiten. Die Chips lassen sich ebenso wie Grünkohlchips herstellen. Das passende Rezept findet ihr hier:


Feldsalat für frisches Grün

Salat im Winter essen wir fast jeden Tag. Gerne mit Nüssen, Möhrchen, Äpfeln und auch Zwiebeln. Dazu haben wir verschiedenes Grün im Garten. Neben Feldsalat, Postelein, Winterkresse essen wir auch gerne Grün- und Palmkohl fein geschnitten im Salat.

DIY-Geschenke aus dem Garten und der Gartenyoutuberadventskalender

Da ist schon wieder ein Jahr rum und der Adventskalender ist nun auch fast durch. Schön ist, dass man bei den meisten Törchen bis Ende Dezember teilnehmen kann. Bei uns haben wir nach DIY-Ideen aus dem Garten gefragt und sind begeistert was ihr alles Schönes macht! Ob das nun Salben, Tees, Liköre oder Marmeladen sind, es gibt so viel Vielfalt, dass es richtig Freude bereitet durch die Kommentare zu schauen. Habt ihr auch Lust dazu, hier findet ihr sie:

Wer noch ein hübsches Geschenk auf die Schnelle für einen Gartenfreund(*in) sucht, wie wäre es mit einem Biosaatgutkalender aus unserem Hause?



Letzter Gartenrundgang, was darf nicht fehlen? Indoor Growing 

Neben Lagergemüse wie unserem Kürbis freuen wir uns über frisches Grün aus der Experimentierstation im Haus. Die Kürbisse kontrollieren wir mindestens einmal die Woche. Sollten da Stellen auftreten heißt es, raus und was gut ist wird noch verwertet. Auf keinen Fall lassen wir beschädigte bei den anderen stehen. Die Indoor-Growing-Station ist spannend für uns! Wir haben zwei moderne LED-Leuchten im Einsatz, zwei Etagen und verschiedene Pflanzen drin stehen. Jetzt können wir ein Fazit ziehen: Der Petersilie und dem Dill hat es nicht so gut gefallen. Dem Basilikum hingegen gefällt es grandios gut. Die Stecklinge der Süßkartoffel wuchern.

Weihnachtlicher Gruß für alle, die Lust haben eine Runde zu singen und zu musizieren : )

Das Video – Letzter Gartenrundgang im Jahr könnt ihr hier sehen:

letzter Gartenrundgang