Wirsing für den Winter anbauen

Wirsing im Mai für den Winter anbauen? Ja, tatsächlich säen wir den Wirsing spät jetzt aus, um im Winter wunderbaren Kohl ernten zu können. Der frühe Vogel … Na ja, zumindest eine gute Planung macht eine dauerhafte Selbstversorgung machbar.

Samenfestes Saatgut

Wirsing aussäen ab Anfang April

Von Anfang April bis Ende Mai ist es bei uns Zeit die Saat in die Erde zu bringen. Wir ziehen natürlich vor. Ausgesät wird in nährstoffarme Aussaaterde und gerade bei Kohl ist das Beschriften sehr wichtig. Die Pflanzen sind sich sehr ähnlich in dem Stadium. Am häufigsten wird wohl Kohlrabi mit Brokkoli verwechselt – falls ihr mal jemanden ein Rätsel stellen wollt ; ) Zwei bis drei Wochen nach der Aussaat kann pikiert werden. Wir setzen sie tiefer und sie bekommen ein paar mehr Nährstoffe in die Erde. Größere Töpfchen machen Sinn, da wir hier zumindest noch nicht genau wissen in welche

Pflanzung von Wirsing im Beet

Im Freiland wird dann von Mitte Mai bis Ende Juli ins Beet gepflanzt. Der Boden ist natürlich aufgedüngt worden mit reichlich Kompost. Pferdemist verwenden wir bei Kohl erfahrungsgemäß nicht. Kleedünger wäre auch eine Möglichkeit, um den Boden aufzubessern. Der Abstand der Pflanzen liegt bei ca. einem halben Meter. Bei der Pflanzung ist ein Gießrand praktisch. Im Video ist der gut sichtbar. Wir mulchen das Beet und eine Mischkultur mit Gewürztagetes, Kamille und Thymian und sparen uns die Netze.

Wirsing ernten ab Oktober

… bis in den Februar – so schön! Wir können die Köpfe einfach im Beet wachsen lassen. Und bei Bedarf holen wir einen raus. Praktisch! Und die Blätter samt kleinen Schnecken kommen zu den Mädels. Neben Rosenkohl, Palmkohl und Grünkohl der Lieblingskohl beim Wintergemüse!

Selbstversorgerküche Krautsalat

Mit dem Wirsing lässt sich natürlich auch ein schmackhafter Krautsalat zubereiten. Da gibt es ein passendes Video aus der Serie Selbstversorgerküche mit der lieben Anni zusammen.

Krautsalat zubereiten

Unser ausführliches Video zum Thema Wirsing spät anbauen:

Tomaten in Kübeln und Töpfen anbauen

Tomaten anbauen in Kübeln und Töpfen macht nicht nur auf der Terrasse Sinn, auch auf dem Balkon oder sogar im Garten kann es absolut passend sein. Mittlerweile haben wir so viele Gemüsepflanzen über so viele Jahre in Kübeln angebaut, dass wir doch einiges gelernt haben. Selbst vor unserem Gartengemüsekiosk-Garten hatten wir viele Pflanzen eben in Töpfen. Was wir heute für wichtig und erfolgsbringend halten, teilen wir mit euch in diesem Video. Es gibt mehrere Aspekte die betrachtet werden wollen. 

Tomaten anbauen, aber wo? Was macht einen guten Standort aus?

Gerade beim Anbau in Kübeln ist es wichtig, dass sie sonnig stehen. Wir ziehen soweit möglich die Südseite vor. Allerdings ist die Ostseite auch oft eine gute Option. Bei uns haben wir einen kleinen Überstand durch die Regenrinne. Für unsere Tomaten ist das perfekt! Nord- und Westseite sind überlicherweise nicht sonderlich gut geeignet.

Was für Kübel eignen sich?

Eigentlich alle die groß genug sind und unten ein Loch für abfließendes Wasser haben. Wenn ich weiß ich will an diesem Ort viele Jahre Tomaten anbauen und hätte gern etwas hochwertiges und hübsches, dann macht es Sinn tiefer in die Tasche zu greifen. Oder als besonderes Geschenk kann so ein Terracotta-Topf eine gute Lösung sein. Hochwertig und gut geeignet sind sie auf jeden Fall. Aber eine lebensmittelechte Futterkiste mit Löchern am Boden tut es auch. Ebenso können zum Zylinder geformte Bleche eine günstige Alternative darstellen. Soll es dekorativ und langlebig sein, Terracotta passt aber nicht, dann wären ggf. die Metallkübel eine Variante. Bei uns stehen aktuell zwei am Haus, die wir für den Anbau von Tomaten nutzen. Sehr hochwertig, sehr langlebig – aber gut, wir haben vorher viele viele Jahre mit einfacheren Lösungen gearbeitet. Jetzt wissen wir, die Tomaten haben uns in ihren Bann gezogen, jedes Jahr aufs Neue.

Es macht Sinn mindestens 10 L Kübel zu nutzen, mindestens. Besser noch sind 20 Liter pro Pflanze. Erst sieht das vielleicht übertrieben aus, aber sie wächst, sie braucht Nährstoffe und Platz. Die Tomate hat gern einen Luftzug, sie hat es gern warm, aber nicht feucht.

Habt ihr Lust auf noch mehr Tomatenanbauvideos aus dem Gartengemüsekiosk? Hier ist unsere dynamische Playlist:

Tomatenliebe fängt nur an aber hört nie auf!

Tomaten anbauen in welcher Erde?

Die Paradeiser brauchen schon einige Nährstoffe. Wir arbeiten je nach Kübelgröße mit zwei unterschiedlichen Systemen. In kleineren Töpfen vermischen wir die Erde direkt mit Dünger wie z.B. dem Kleedünger und Urgesteinsmehl. Bei größeren Kübeln kann unten noch eine Art Depotdünger rein, z.B. Pferdemist oder Bokashi. Die Erde darf schon eine nährstoffreiche torffreie Erde sein, z.B. eine Komposterde oder eine Gemüseerde–Sackware. Aber! Habt ihr auf dem Balkon noch Erde von den Tomaten vom letzten Jahr? Nutzt diese (falls ihr keine Schädlinge oder sonstige Ungünstigkeiten hattet) und wertet die Erde einfach auf! Was wir nutzen findet ihr hier:

Was kommt im GGK zum Einsatz?

Und unsere Zutaten für den Bokashi die wir nicht hier haben sowie unsere effektiven Mikroorganismen beziehen wir von EMIKO, seit einigen Jahren. Wer mit Bokashi dieses Jahr starten möchte, für den ist vll. auch ein Set eine Idee.

Tomaten in Kübeln oder Töpfen einpflanzen

Tomaten anbauen, ob im Gewächshaus, Freilandbeet oder Kübel hat eigentlich die gleichen Vorgehensweisen. Die Tomate wird tiefer gesetzt. Wir nehmen die unteren Blättertriebe ab, legen sie ins Pflanzloch und setzen die Pflanze ein. Anschließend wird angegossen und gemulcht. Beim Angießen darf es zum Wurzelverteilen ruhig etwas mehr sein. Aber! Gerne warmes Wasser, also nicht aus dem Wasserkocher, aber eben auch nicht direkt aus dem kalten Brunnen. Wasser in Gießkannen zu füllen und dann erwärmen lassen ist ein einfacher aber hilfreicher Weg. Tomaten mögen kein kaltes Wasser. Ist Mulch aufgebracht, spritzt es beim Gießen auch nicht ; )

Welche Sorte sollte es sein für den Anbau in Gefäßen?

Eigentlich ist das ganz einfach und gut zu merken. Je kleiner das Gefäß desto kleiner die gewählte Tomatenfrucht. Sprich eine Kirsch– oder Johannistomate ist in Kübeln eigentlich immer gut aufgehoben. Eine Salattomate bzw. Fleischtomate braucht schon unbedingt einen großen Kübel und vor allem viel Wärme. Eigentlich logisch, nicht wahr?

Im Video haben wir versucht auf möglichst vieles einzugehen und das Anbauen von Tomaten in Kübeln und Töpfen bei uns einfach zu erläutern.