Schädlingsbekämpfung

GIFT ODER GEGENSPIELER

5 Schädlinge, die uns in unserem Biogarten ärgern, haben wir in diesem Video angeschaut mit Blick auf die Schädlingsbekämpfung. Ebenso schauen wir wer ihre Gegenspieler sind. Wir teilen mit euch wie wir die Schädlinge bekämpfen, wobei bekämpfen vielleicht gar nicht so der passende Ausdruck. Wer sind die Gegenspieler und wie können wir sie unterstützen?

Schädlingsbekämpfung im Gemüsegarten?

Es gibt dann doch ein paar Vertreter, die wir gern nicht so massiv vor Ort hätten, aber Gift einsetzen? Nicht wirklich eine Alternative. Für jeden Schädling ist ein Nützling gewachsen – zu finden!

Blattläuse an den Gemüsepflanzen

Die Marienkäfer sind nicht nur schnuckelig süße sondern eben auch wunderbar hilfreich. Sie futtern gern Läuse. Daher versuchen wir ihnen ein angenehmes Zuhause hier zu bieten. Die Larven sehen ein bisschen ulkig aus, wenn wir wissen was es ist, freuen wir uns umsomehr über ihre Anwesenheit.

Schädlingsbekämpfung
Schädlingsbekämpfung

Kohlweißling in groß und klein

Der Kohlweißling ist in groß und klein zu finden. Der große Falter legt viele kleine leicht orangene Eier und der kleine legt nur ein Ei an die Blattunterseite der Kohlpflanze. Jungpflanzen können wir direkt schon mit Netzen oder Netzkäfigen/kisten schützen.

Schnecken – resistent gegen jegliche Bio-Schädlingsbekämpfung?

Schnecken haben die Aufgabe aufzuräumen und Gammelndes/Faulendes zu verwandeln. Sie essen Salat und andere Leckereien natürlich auch gern. Wer zu viel Schnecken im Garten hat ist mit Absammeln gut beraten. Machen wir uns nichts vor, das wird kein Ende haben – aber! Es wird weniger. Dank Sammelarbeit, Umsiedlung und auch Hühner im Garten sind es nun jedes Jahr weniger. Aber sie sind nicht weg und sie werden auch nicht weg sein in der Zukunft.

Die weiße Fliege kann schon nerven

Gerade wenn die Blätter in die Küche wandern sollen ist die weiße Fliege an den Unterseiten schon etwas nervig. Das beherzte Abbrausen der Blattunterseite hat dich als hilfreich erwiesen. Sie sind zwar nicht alle weg, aber es sind wesentlich weniger. Und alle anderen ziehen dann im Salzwasserbad Leine. Grünkohl– und Palmkohl sind bei uns am Häufigsten betroffen.

Ameisen – Feind oder Freund?

Eigentlich sind Ameisen ja sehr nützlich, sie räumen auf, bringen Unkrautsamen weg und sorgen für Ordnung. Aber manchmal halten sie sich die Läuse und sind einfach zu viel. Da sie so geruchsempfindlich sind, können wir uns das zu Nutze machen. Wir nehmen Minz- oder Teebaumöl und tropfen es in der Gegend aus. Der Geruch ist für Ameisen nicht gut auszuhalten, daher ziehen sie in der Regel von selbst um.

Im Video gibt es noch ein paar Tipps und Makroaufnahmen, wir wünschen viel Freude

Aussaat im Juni

Im Juni gibt es doch noch eine ganze Menge was wir aussäen. Besonders im Hinblick auf die Selbstversorgung im Winter macht es Sinn. Auf die aktuelle Lage des kühlen Frühjahrs gehen wir ebenfalls ein.

Blattgemüse

Salate, Salate, Salate in verschiedenster Variation! Wir haben jeden Monat eine Salatplatte am Start. Das macht Sinn, nicht so viel Arbeit und ergibt viel Salat im Garten, für jeden Tag.

Salate sind hier immer da

Ebenso können Mangold und Fenchel im Juni ausgesät werden. Mangold ist so schön bunt, einfach im Anbau und vielfältig einsetzbar. Fenchel schmeckt frisch gerupft intensiv und leicht süß!

Kohlgemüse

Natürlich darf im Juni das Kohlgemüse auch nicht fehlen. Für Frühen Wirsing und frühen Blumenkohl ist es jetzt natürlich zu spät. Ebenso für den späten Wirsing ist es etwas spät. Aber! Es ist die perfekte Zeit für Brokkoli, Spitzkohl oder auch Kohlrabi. Palm– und Grünkkohl können jetzt ausgesät werden, der Winterblues wird es uns danken. Frisches Grün in der kalten Jahreszeit tut einfach gut!

DANKESCHÖN

für eure Unterstützung, eure Einkäufe, eure Weiterempfehlungen, eure Geduld im letzten Winter, euer Feedback, eure Motivation und eure Treue! Dankeschön! Habt ihr auch Beikrautecken? Vielleicht sogar an Stellen wo schonmal der ein oder andere rügende Blick hinfällt? Vielleicht ist die Message hier dann genau das richtige?

Kostenloser Download für eure Unkrautecke ; )

Fruchtgemüse

Zuckermais wäre Anfang Juni noch machbar, aber alles andere sollte längst ausgesät sein. Sollte es noch eine Tomatenpflanze mehr sein, dann geht das mit ein bisschen Glück mit einem Geiztrieb. Achtung, Blattwerk etwas reduzieren.

Wurzelgemüse

Möhren, Rote Bete und Steckrübe können jetzt ausgesät, ggf. nochmal ausgesät werden. Wir ziehen tatsächlich Rote Bete und Steckrübe vor. Alles andere an Wurzelgemüse wird bei uns direkt ausgesät. Möglichst lockere Erde darf es sein, im Hochbeet klappt es meist super. Für Pastinake, Bio-Haferwurz– und Schwarzwurzeln ist es jetzt eigentlich schon zu spät. Wer aber Lust auf Experimente hat und die Hoffnung hat, dass der Sommer und Herbst lange warm und sonnig sind, der könnte Erfolg damit haben. Hier sehen wir sehr gut, wie schwierig es ist einfach nur mit Anleitungen zu arbeiten. Mit den Jahren bekommt jeder ein Gefühl für die Verschiebungen durch das Wetter und für seinen persönlichen Standort.

Hülsenfrüchte

Buschbohnen sind noch nicht im Hochbeet gepflanzt, aber immerhin gesät.

Buschbohnen anbauen

Zucker– und Markerbsen wachsen auch schon fleißig, bei uns ranken sie vom Hochbeet aus hinunter. Da kommt dann auch die junge Gärtnerin dran. Regulär werden sie bis Ende Mai ausgesät, aber das klappt dieses Jahr sicher noch im Juni, bei dem kalten Frühjahr sowieso. Direksaat oder Vorziehen, beides ist möglich. Stangenbohnen haben es gern wärmer. Falls es noch so kalt bleiben sollte, einfach vorziehen.

Kürbisgemüse, die zweite Chance

Kürbis, Gurke und Zucchini – ja, eigentlich passiert das im Mai. Aber es war so kalt, sie brauchen es warm. Sollte es noch kühl bleiben, dann wie die Stangenbohnen warm keimen lassen und danach raus. Drei bis vier Wochen bleiben sie bei uns in den Töpfchen, danach geht es ins Beet. Wir nutzen gerne die Snackbrettchen, also Snack für die Hühner, die Schnecken sammeln sich.

Holunderblütensirup im Juni selbst machen

Vielleicht habt ihr Lust Holunderblütensirup zu machen? Wir hätten da kostenlose Etiketten zum runterladen und ausdrucken für euch:

Und wie wir das machen haben wir hier aufgeschrieben und im Video zusammengeschnitten:

Kräuter und Sommerblumen

Beide erweitern den Gemüsegarten nicht nur in der Optik, sie sind auch super für die Bestäubung der Blüten. Kräuter wie Dill, Thymian und Petersilie können jetzt noch gut ausgesät werden. Ebenso der Basilikum, aber der mag es gern wärmer. Da ist der Standort Gewächshaus von Vorteil. Blumen und Blüten wie unsere essbaren Blumen dürfen nicht fehlen. Sei es die Kamille und Bechermalve für den Tee oder der AnisYsop für die Bienchen und die Aromatisierung. Aber auch die Cosmea ist eine wunderhübsche Dame, die den Salat verziert. Das schöne: Einfach ausblühen lassen (die Saat fällt in die Erde) und im nächsten Jahr kommen sie einfach wieder, an Orten wo man es nicht erwartet hatte ; ) Samenfestes Saatgut tut gut.

Das Video zu den Aussaaten im Juni