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	<description>Unser Saatgut, dein Gemüse! Wir möchten inspirieren und motivieren Gemüse selbst anzubauen.</description>
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		<title>Herbstsalate ernten, Wintersalate pflanzen: unser Garten im Oktober</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gartengemüsekiosk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[Gartenrundgang]]></category>
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					<description><![CDATA[Puntarella, Radicchio, Endivie und Zuckerhut im Beet, Wintersalate fürs Gewächshaus: So versorgen wir uns im Herbst und Winter mit frischem Salat.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Herbstsalate sind für uns der schönste Grund, im Oktober noch in den Garten zu gehen: Puntarella, Radicchio, Endivie und Zuckerhut stehen jetzt erntereif im Beet und halten dort bis in den Dezember. Gleichzeitig pflanzen wir Wintersalate ins Gewächshaus, damit die Salatschüssel auch im Winter bunt bleibt.</p>
<a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/herbstsalate/"><img decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FgG5oOzkXawY%2Fmaxresdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<h2>Herbstsalate auf einen Blick</h2>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Salat</th>
<th>Wo bei uns</th>
<th>Was wir jetzt tun</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/zuckerhut/">Zuckerhut</a></td>
<td>Freiland, am Folientunnel</td>
<td>Stück für Stück ernten</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/puntarella-samenfestes-saatgut/">Puntarella</a></td>
<td>Freiland und Folientunnel</td>
<td>Blütenknospen jung ernten</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/endivien-salat/">Endiviensalat</a></td>
<td>Freiland und Folientunnel</td>
<td>Herz ernten, Außenblätter an die Tiere</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/radicchio/">Radicchio</a></td>
<td>Freiland</td>
<td>ernten, wenn der Kopf fest ist</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/fenchel-spaet/">Fenchel spät</a></td>
<td>Freiland</td>
<td>jung und zart ernten</td>
</tr>
<tr>
<td>Roter Eichblatt, Lollo Rossa, Lattich, Wintersalat</td>
<td>Gewächshaus</td>
<td>als Jungpflanzen setzen, 20 cm Abstand</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Warum sich Herbstsalate lohnen</h2>
<p>Im Frühjahr wird es oft schnell heiß, dann schießen die Salate, und wer nicht schnell genug erntet, hat das Nachsehen. Im Herbst ist das anders: Die Salate bleiben einfach frisch im Beet stehen, und wir haben ein langes Erntefenster – bei uns sicher bis in den Dezember. Erst wenn stärkerer Frost kommt, wird es ihnen zu kalt. Wenn du für das nächste Jahr planst, lohnt sich ein Blick, ob in deinem Garten noch Platz für Herbstsalate ist. Die Aussaattermine findest du im <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product-category/aussaatkalender/">Aussaatkalender</a>, und in unserer App <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/beetplaner-app/">Gartengemüsekiosk Beetplaner</a> kannst du die Beete gleich mit einplanen.</p>
<h2>Zuckerhut: Ernte Stück für Stück</h2>
<p>Den <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/zuckerhut/">Zuckerhut</a> erkennst du an seinen grünen, spitzen „Hüten“. Im kleinen Gemüsegarten steht er unterschiedlich weit: Manche Köpfe könnten wir schon ernten, andere haben noch Zeit. Am Folientunnel ist er jetzt so weit, dass wir nach und nach mit der Ernte beginnen.</p>
<h2>Puntarella ernten: die Blütenknospen sind das Beste</h2>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/45A2558_jen_puntarella_ggk.jpg" alt="Jen mit Puntarella-Gerichten in der Küche" class="wp-image-197738" width="900" height="601" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/45A2558_jen_puntarella_ggk.jpg 1417w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/45A2558_jen_puntarella_ggk-300x200.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/45A2558_jen_puntarella_ggk-1024x684.jpg 1024w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/45A2558_jen_puntarella_ggk-768x513.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/45A2558_jen_puntarella_ggk-1320x881.jpg 1320w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/45A2558_jen_puntarella_ggk-600x401.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption>Puntarella lässt sich roh, gegart oder aus dem Ofen genießen.</figcaption></figure>
<p>Die <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/puntarella-samenfestes-saatgut/">Puntarella</a> ist unsere große Entdeckung. Die Blätter kann man essen, sie sind aber recht bitter – fast wie Löwenzahn. Das Entscheidende sind die Blütenknospen im Inneren. Am liebsten ernten wir sie, wenn sie noch klein sind: Dann sind sie zart, wenig bitter und schmecken roh als Salat genauso gut wie gegart oder aus dem Ofen.</p>
<p>Lässt du die Pflanze länger stehen, wachsen die Knospen zu hohlen Trieben heran. Weil sie dann so aussieht, heißt die Puntarella auch Vulkanspargel. Die hohlen Triebe kannst du sogar füllen und im Ofen garen. Die bitteren Außenblätter bekommen bei uns die Hühner und Pferde. Wie wir die Puntarella zubereiten, zeigen wir ausführlich in unserem Beitrag <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/punterella-gemuese/">Puntarella Gemüse</a>.</p>
<h2>Endiviensalat im Herbst</h2>
<p>Der <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/endivien-salat/">Endiviensalat</a> sieht im Beet fast aus wie ein Bodendecker, ganz kraus. Er ist jetzt erntereif – die Lücken im Beet kommen daher, dass wir schon öfter geerntet haben, und wir versuchen, schneller zu sein als die Wühlmaus. Wir schneiden ihn knapp über dem Boden ab, nehmen die äußeren Blätter weg und legen das Innere kurz in Wasser. So ist er gewaschen und nicht mehr ganz so bitter. Mit anderen grünen Blättern und dem richtigen Dressing ist er eine Delikatesse. Mehr dazu unter <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/endiviensalat-anbauen/">Endiviensalat anbauen</a>.</p>
<h2>Radicchio: erst ernten, wenn der Kopf fest ist</h2>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2018/06/radicchio-palla-rossa-kopf.jpg" alt="Geernteter Radicchio-Kopf, rot-weiß marmoriert" class="wp-image-241311" width="833" height="666" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2018/06/radicchio-palla-rossa-kopf.jpg 833w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2018/06/radicchio-palla-rossa-kopf-300x240.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2018/06/radicchio-palla-rossa-kopf-768x614.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2018/06/radicchio-palla-rossa-kopf-600x480.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 833px) 100vw, 833px" /><figcaption>Ein fester, kompakter Kopf zeigt, dass der Radicchio erntereif ist.</figcaption></figure>
<p>Beim <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/radicchio/">Radicchio</a> kommt es darauf an, dass der Kopf kompakt und fest ist. Ein größerer, aber noch lockerer Kopf ist noch nicht so weit. Innen ist er wunderschön marmoriert. Ist dir Radicchio zu bitter, leg ihn etwa 20 Minuten in Wasser. Er schmeckt mit anderen Blättern, mit einem guten Dressing oder auch erhitzt. Wie du ihn anbaust, steht unter <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/radicchio-anbauen/">Radicchio anbauen</a>.</p>
<h2>Fenchel spät jung ernten</h2>
<p>Zwischen den Salaten steht bei uns der <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/fenchel-spaet/">Fenchel spät</a>. Wir ernten ihn lieber jung und setzen dafür ein paar Pflanzen mehr, dann ist er richtig zart. Was wir bei größeren Knollen außen wegnehmen, freut unsere Pferde. Alles zum Anbau unter <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/fenchel-anbauen/">Fenchel anbauen</a>.</p>
<h2>Wintersalate im Gewächshaus pflanzen</h2>
<p>Damit wir den ganzen Winter ernten können, pflanzen wir jetzt Salat-Jungpflanzen ins Gewächshaus – vier Sorten, sortiert nach ihrer Robustheit:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/roter-eichblattsalat-saatgut/">Roter Eichblattsalat</a>: köstlich, aber am wenigsten robust. Ihn ernten wir zuerst, wenn es kälter wird.</li>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/lollosalat-rossa/">Lollo Rossa</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/lattich-samenfestes-saatgut/">Lattich</a>: robuster, sie halten länger durch.</li>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/baquieu-wintersalat/">Wintersalat</a>: winterhart. Bei ihm müssen wir uns mit der Ernte nicht beeilen.</li>
</ul>
<p>Trotz dieser Reihenfolge pflanzen wir bunt gemischt, damit auch die Salatschüssel bunt bleibt. Die Paprika haben wir schon abgeräumt; die Tomaten auf der anderen Seite dürfen noch zwei bis vier Wochen reifen, solange es luftig und trocken genug ist. Kräuter wie Majoran, Basilikum und Oregano lassen wir vorerst stehen und pflanzen den Salat dazwischen.</p>
<h3>Abstand und Tiefe</h3>
<p>Wir setzen die Pflanzen in zwei Reihen, immer zwei als Gruppe, mit 20 cm Abstand. Das reicht, weil die Salate im Winter nicht so schnell und groß wachsen und wir zwischendurch schon pflücken. Wichtig: Salat pflanzen wir nicht zu tief. Der Wurzelballen schaut oben etwas heraus. Das sieht ungewohnt aus, aber so liegen die Blätter nicht auf dem Boden und faulen nicht so schnell. Danach gießen wir rund um die Pflanzen an – bei uns mit Regenwasser aus Tonnen mit Pumpe.</p>
<h3>Die Schattenecke freilassen</h3>
<p>Auf der Seite, von der die Sonne kommt, haben wir nicht bis zur Mauer gepflanzt. Dort entsteht im Winter eine tote Ecke, in die gar keine Sonne fällt, und da wächst auch nichts richtig. Auf der anderen Seite reicht die Sonne bis zum Rand, dort pflanzen wir bis an die Mauer. Mehr zum Salat im Allgemeinen unter <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/salat-anbauen/">Salat anbauen</a>, und was du im Oktober noch säen kannst, steht in <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/im-oktober-noch-saeen/">Was kann man im Oktober noch säen?</a></p>
<h2>Zum Schluss: Kiwano aus dem Adventskalender</h2>
<p>Im Gewächshaus wächst noch die afrikanische Horngurke, die Kiwano. Sie braucht Wärme, und reif wird sie gelb. Innen ist sie fruchtig, man löffelt sie einfach aus – Vorsicht, die Stacheln piksen. Sie war letztes Jahr in unserem <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/saatgut-adventskalender-nachfuellset/">Saatgut-Adventskalender</a>, den es auch dieses Jahr wieder mit spannenden Sorten gibt.</p>
<h2>Häufige Fragen zu Herbstsalaten</h2>
<h3>Welche Salate sind Herbstsalate?</h3>
<p>Zu den klassischen Herbstsalaten gehören Zuckerhut, Endivie, Radicchio und Puntarella. Sie vertragen kühles Wetter gut und lassen sich lange im Beet ernten.</p>
<h3>Wie lange kann man Herbstsalate ernten?</h3>
<p>Bei uns bis in den Dezember. Die Salate bleiben einfach im Beet stehen und halten sich frisch, bis stärkerer Frost kommt.</p>
<h3>Welchen Salat kann man im Winter im Gewächshaus anbauen?</h3>
<p>Wir pflanzen roten Eichblattsalat, Lollo Rossa, Lattich und Wintersalat. Der Eichblatt wird zuerst geerntet, der Wintersalat ist winterhart und hält am längsten durch.</p>
<h3>Wie pflanzt man Salat im Herbst richtig?</h3>
<p>Mit etwa 20 cm Abstand und nicht zu tief: Der Wurzelballen schaut etwas aus der Erde, damit die Blätter nicht auf dem Boden liegen und faulen. Danach angießen.</p>
<h3>Wie wird Radicchio oder Endivie weniger bitter?</h3>
<p>Leg die Blätter etwa 20 Minuten in Wasser. Dann sind sie gewaschen und deutlich milder.</p>
<p>Welcher Herbstsalat landet bei dir am liebsten in der Schüssel – und hast du schon einmal Puntarella probiert? Schreib es uns gern unter das Video auf YouTube. Dort nehmen wir dich jeden Sonntag mit in unseren Garten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Petersilie, Dill, Schnittlauch und Koriander anbauen: Küchenkräuter ab März vorziehen, Petersilie braucht drei bis vier Wochen zum Keimen, Dill und Koriander satzweise direkt säen, Schnittlauch einmal pflanzen und jahrelang schneiden, Wurzelpetersilie bis Juni säen</title>
		<link>https://www.gartengemuesekiosk.de/petersilie-anbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gartengemüsekiosk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2026 19:47:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anbau-Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
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					<description><![CDATA[Vier Kräuter stehen bei uns in jeder Küche und deshalb in jedem Gartenjahr: Petersilie, Dill, Schnittlauch und Koriander. Dazu die Wurzelpetersilie, die zwar wie ein Wurzelgemüse wächst, aber dieselbe Pflanze ist und dieselben Eigenheiten hat. Alle fünf sind einfach, wenn man zwei Dinge weiß. Erstens: Sie keimen im Dunkeln und brauchen Zeit, die Petersilie bis zu vier Wochen, da hilft nur Geduld und gleichmäßige Feuchtigkeit. Zweitens: Dill und Koriander schießen im Sommer schnell, deshalb säen wir sie alle paar Wochen neu, während der Schnittlauch einmal gepflanzt wird und jahrelang bleibt. Hier steht, wann wir welches Kraut säen, was es im Beet und im Topf braucht, wie wir ernten und wie wir den Vorrat für den Winter anlegen. Glatte Petersilie: würziger als die krause und bei uns die Sorte für den ganzen Sommer. Küchenkräuter auf einen Blick Aussaat Petersilie März bis April im Haus, Mai bis Juli direkt; Wurzelpetersilie März bis Mitte Juni direkt; Dill April bis Anfang August direkt, alle drei Wochen ein Satz; Schnittlauch März im Haus, April direkt; Koriander Februar bis April im Haus, Mai bis August direkt, satzweise Saattiefe Petersilie, Wurzelpetersilie und Schnittlauch 1 bis 2 cm, Dill 1 cm, Koriander 0,5 cm; alle fünf sind Dunkelkeimer und werden mit Erde bedeckt Keimtemperatur 15 bis 20 °C bei Petersilie, Dill und Schnittlauch, 10 bis 20 °C bei Wurzelpetersilie und Koriander Keimdauer Petersilie und Wurzelpetersilie drei bis vier Wochen, Schnittlauch zwei bis drei, Dill und Koriander ein bis drei Wochen Pikieren nein; vorgezogen wird in der Multitopfplatte mit fünf bis zehn Körnern je Topf, gepflanzt wird der ganze Büschel Abstand Petersilie 10 cm in der Reihe, 20 bis 30 cm zwischen den Reihen; Wurzelpetersilie auf 3 bis 5 cm vereinzeln, Reihen 30 bis 40 cm; Dill 5 bis 10 cm, Reihen 30 cm; Schnittlauch als Büschel 25 x 30 cm; Koriander 20 x 25 cm Standort sonnig bis halbschattig, humoser, lockerer Boden; Dill windgeschützt und sonnig, Koriander im Hochsommer lieber halbschattig Wasser Petersilie, Wurzelpetersilie und Koriander gleichmäßig feucht, Dill und Schnittlauch sparsamer; die Aussaat darf nie austrocknen Ernte Petersilie ab acht Wochen nach der Keimung, äußere Stiele zuerst; Dill nach sechs Wochen; Schnittlauch ab Mai, immer wieder; Koriander ab sechs Wochen, Blatt für Blatt; Wurzelpetersilie Juli bis Oktober, 170 bis 180 Tage nach der Saat Winter Schnittlauch mehrjährig und winterhart; Petersilie zweijährig, überwintert im Beet oder Gewächshaus und blüht im zweiten Jahr; Wurzelpetersilie bleibt frosthart im Beet; Dill und Koriander einjährig, frostempfindlich Saatgutmenge Petersilie 1 g für 2 m², Wurzelpetersilie 1 g für rund 500 Pflanzen, Dill 2 g für 2 m², Schnittlauch 1,5 g für 8 m², Koriander 1,5 g für 4 m² Fünf Kräuter, zwei Familien Petersilie, Wurzelpetersilie, Dill und Koriander sind Doldenblütler wie Möhre, Sellerie, Pastinake und Fenchel. Das merkt man an den gefiederten Blättern und den Blütendolden, und es zählt für die Fruchtfolge: Auf ein Beet, auf dem einer von ihnen stand, kommt drei bis vier Jahre lang kein anderer. Die Wurzelpetersilie ist botanisch dieselbe Art wie die Blattpetersilie, nur auf Wurzel gezüchtet; ihre Blätter schmecken wie Petersilie, nur kräftiger. Der Schnittlauch ist der Ausreißer: ein Lauchgewächs wie Zwiebel und Knoblauch, mehrjährig, winterhart und das einzige dieser Kräuter, das wir nur einmal säen müssen. Gemeinsam haben alle fünf, dass sie im Dunkeln keimen. Die Saat wird also mit Erde bedeckt, bei Dill und Koriander allerdings nur dünn, und sie braucht Zeit. Bei uns säen wir die Kräuter in einer 54er Multitopfplatte vor, eine Prise Saatgut je Topf, und verteilen die kleinen Büschel später in den Beeten, zwischen das Gemüse, in Hochbeete und Kübel. Kräuter im Gemüsebeet halten mit ihren ätherischen Ölen Schädlinge ab, und wer sie blühen lässt, lockt Bienen und Schwebfliegen an. Petersilie: Geduld beim Keimen, dann gibt sie Gas Petersilie ist das Kraut, bei dem die meisten verzweifeln, weil wochenlang nichts passiert. Das ist normal: Drei bis vier Wochen dauert die Keimung, bei kühler Erde noch länger. Wir säen ab März im Haus oder im Gewächshaus, fünf bis zehn Körner je Topf, ein bis zwei Zentimeter tief, bei 15 bis 20 °C, und halten die Platte gleichmäßig feucht, im warmen Gewächshaus lieber halbschattig, damit sie nicht austrocknet. Wer die Zeit verkürzen will, legt die Samen über Nacht in lauwarmes Wasser. Ab Mai säen wir direkt ins Beet, in Reihen mit 20 bis 30 Zentimetern Abstand, und noch einmal im Juli für die Ernte im Herbst und Winter. Eine Regel ist beim Vorziehen wichtig: Die Jungpflanzen dürfen keinen Frost abbekommen, nicht einmal Temperaturen unter fünf Grad. Petersilie reagiert wie Sellerie und Rote Bete auf Kälte in der Jugend, geht dann im Sommer in die Blüte, und nach der Blüte ist sie nicht mehr zu gebrauchen. Also erst nach den Eisheiligen raus oder bis dahin unter Vlies. Gepflanzt werden die Büschel mit zehn Zentimetern Abstand, gern zwischen Tomaten, Kohl und Salat; nur neben Basilikum hat sie sich bei uns nicht wohlgefühlt. Der Boden darf humos und feucht sein, der Standort sonnig bis halbschattig. Geerntet wird von außen nach innen, die äußeren Stiele knapp über dem Boden, das Herz bleibt stehen und treibt nach. So liefert eine Pflanze den ganzen Sommer. Petersilie ist zweijährig: Im ersten Jahr nur Blätter, im zweiten Jahr blüht sie, dann sind die Blätter zäh und die Ernte ist vorbei, wer sie braucht, bricht die Blüte aus. Deshalb säen wir jedes Jahr neu, und die Juli-Saat überwintert im Gewächshaus oder unter Vlies im Beet und liefert bis zum Frühjahr frisches Vitamin C. Für den Vorrat hacken wir Petersilie klein und frieren sie in Eiswürfelförmchen ein, ein bis zwei Würfel reichen für ein Essen. Vorziehen in der Multitopfplatte: eine Prise Saatgut je Topf, die Büschel werden später am Stück gepflanzt. Wurzelpetersilie: die Petersilie für den Winter Die Wurzelpetersilie bildet eine glatte, kegelförmige, weiße Wurzel mit feinem Petersilienaroma, unverzichtbar für Suppengrün, Eintöpfe und Püree. Sie braucht lange, 170 bis 180 Tage von der Saat bis zur Wurzel, deshalb säen wir sie früh, von Anfang März bis Mitte Juni, und zwar immer direkt ins Beet, Wurzeln vertragen keine Töpfe. Ein bis zwei Zentimeter]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vier Kräuter stehen bei uns in jeder Küche und deshalb in jedem Gartenjahr: Petersilie, Dill, Schnittlauch und Koriander. Dazu die Wurzelpetersilie, die zwar wie ein Wurzelgemüse wächst, aber dieselbe Pflanze ist und dieselben Eigenheiten hat. Alle fünf sind einfach, wenn man zwei Dinge weiß. Erstens: Sie keimen im Dunkeln und brauchen Zeit, die Petersilie bis zu vier Wochen, da hilft nur Geduld und gleichmäßige Feuchtigkeit. Zweitens: Dill und Koriander schießen im Sommer schnell, deshalb säen wir sie alle paar Wochen neu, während der Schnittlauch einmal gepflanzt wird und jahrelang bleibt. Hier steht, wann wir welches Kraut säen, was es im Beet und im Topf braucht, wie wir ernten und wie wir den Vorrat für den Winter anlegen.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/petersilie-glatt-blaetter.jpg" alt="Glatte Petersilie mit kräftig grünen, gezackten Blättern im Sonnenlicht" class="wp-image-242490" width="995" height="800" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/petersilie-glatt-blaetter.jpg 995w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/petersilie-glatt-blaetter-300x241.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/petersilie-glatt-blaetter-768x617.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/petersilie-glatt-blaetter-600x482.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 995px) 100vw, 995px" /><figcaption>Glatte Petersilie: würziger als die krause und bei uns die Sorte für den ganzen Sommer.</figcaption></figure>
<a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/petersilie-anbauen/"><img decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FYcX-QA1xIxQ%2Fmaxresdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<h2>Küchenkräuter auf einen Blick</h2>
<table>
<tbody>
<tr>
<th>Aussaat</th>
<td>Petersilie März bis April im Haus, Mai bis Juli direkt; Wurzelpetersilie März bis Mitte Juni direkt; Dill April bis Anfang August direkt, alle drei Wochen ein Satz; Schnittlauch März im Haus, April direkt; Koriander Februar bis April im Haus, Mai bis August direkt, satzweise</td>
</tr>
<tr>
<th>Saattiefe</th>
<td>Petersilie, Wurzelpetersilie und Schnittlauch 1 bis 2 cm, Dill 1 cm, Koriander 0,5 cm; alle fünf sind Dunkelkeimer und werden mit Erde bedeckt</td>
</tr>
<tr>
<th>Keimtemperatur</th>
<td>15 bis 20 °C bei Petersilie, Dill und Schnittlauch, 10 bis 20 °C bei Wurzelpetersilie und Koriander</td>
</tr>
<tr>
<th>Keimdauer</th>
<td>Petersilie und Wurzelpetersilie drei bis vier Wochen, Schnittlauch zwei bis drei, Dill und Koriander ein bis drei Wochen</td>
</tr>
<tr>
<th>Pikieren</th>
<td>nein; vorgezogen wird in der Multitopfplatte mit fünf bis zehn Körnern je Topf, gepflanzt wird der ganze Büschel</td>
</tr>
<tr>
<th>Abstand</th>
<td>Petersilie 10 cm in der Reihe, 20 bis 30 cm zwischen den Reihen; Wurzelpetersilie auf 3 bis 5 cm vereinzeln, Reihen 30 bis 40 cm; Dill 5 bis 10 cm, Reihen 30 cm; Schnittlauch als Büschel 25 x 30 cm; Koriander 20 x 25 cm</td>
</tr>
<tr>
<th>Standort</th>
<td>sonnig bis halbschattig, humoser, lockerer Boden; Dill windgeschützt und sonnig, Koriander im Hochsommer lieber halbschattig</td>
</tr>
<tr>
<th>Wasser</th>
<td>Petersilie, Wurzelpetersilie und Koriander gleichmäßig feucht, Dill und Schnittlauch sparsamer; die Aussaat darf nie austrocknen</td>
</tr>
<tr>
<th>Ernte</th>
<td>Petersilie ab acht Wochen nach der Keimung, äußere Stiele zuerst; Dill nach sechs Wochen; Schnittlauch ab Mai, immer wieder; Koriander ab sechs Wochen, Blatt für Blatt; Wurzelpetersilie Juli bis Oktober, 170 bis 180 Tage nach der Saat</td>
</tr>
<tr>
<th>Winter</th>
<td>Schnittlauch mehrjährig und winterhart; Petersilie zweijährig, überwintert im Beet oder Gewächshaus und blüht im zweiten Jahr; Wurzelpetersilie bleibt frosthart im Beet; Dill und Koriander einjährig, frostempfindlich</td>
</tr>
<tr>
<th>Saatgutmenge</th>
<td>Petersilie 1 g für 2 m², Wurzelpetersilie 1 g für rund 500 Pflanzen, Dill 2 g für 2 m², Schnittlauch 1,5 g für 8 m², Koriander 1,5 g für 4 m²</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Fünf Kräuter, zwei Familien</h2>
<p>Petersilie, Wurzelpetersilie, Dill und Koriander sind Doldenblütler wie Möhre, Sellerie, Pastinake und Fenchel. Das merkt man an den gefiederten Blättern und den Blütendolden, und es zählt für die Fruchtfolge: Auf ein Beet, auf dem einer von ihnen stand, kommt drei bis vier Jahre lang kein anderer. Die Wurzelpetersilie ist botanisch dieselbe Art wie die Blattpetersilie, nur auf Wurzel gezüchtet; ihre Blätter schmecken wie Petersilie, nur kräftiger. Der Schnittlauch ist der Ausreißer: ein Lauchgewächs wie Zwiebel und Knoblauch, mehrjährig, winterhart und das einzige dieser Kräuter, das wir nur einmal säen müssen.</p>
<p>Gemeinsam haben alle fünf, dass sie im Dunkeln keimen. Die Saat wird also mit Erde bedeckt, bei Dill und Koriander allerdings nur dünn, und sie braucht Zeit. Bei uns säen wir die Kräuter in einer 54er Multitopfplatte vor, eine Prise Saatgut je Topf, und verteilen die kleinen Büschel später in den Beeten, zwischen das Gemüse, in Hochbeete und Kübel. Kräuter im Gemüsebeet halten mit ihren ätherischen Ölen Schädlinge ab, und wer sie blühen lässt, lockt Bienen und Schwebfliegen an.</p>
<h2>Petersilie: Geduld beim Keimen, dann gibt sie Gas</h2>
<p>Petersilie ist das Kraut, bei dem die meisten verzweifeln, weil wochenlang nichts passiert. Das ist normal: Drei bis vier Wochen dauert die Keimung, bei kühler Erde noch länger. Wir säen ab März im Haus oder im Gewächshaus, fünf bis zehn Körner je Topf, ein bis zwei Zentimeter tief, bei 15 bis 20 °C, und halten die Platte gleichmäßig feucht, im warmen Gewächshaus lieber halbschattig, damit sie nicht austrocknet. Wer die Zeit verkürzen will, legt die Samen über Nacht in lauwarmes Wasser. Ab Mai säen wir direkt ins Beet, in Reihen mit 20 bis 30 Zentimetern Abstand, und noch einmal im Juli für die Ernte im Herbst und Winter.</p>
<p>Eine Regel ist beim Vorziehen wichtig: Die Jungpflanzen dürfen keinen Frost abbekommen, nicht einmal Temperaturen unter fünf Grad. Petersilie reagiert wie Sellerie und Rote Bete auf Kälte in der Jugend, geht dann im Sommer in die Blüte, und nach der Blüte ist sie nicht mehr zu gebrauchen. Also erst nach den Eisheiligen raus oder bis dahin unter Vlies. Gepflanzt werden die Büschel mit zehn Zentimetern Abstand, gern zwischen Tomaten, Kohl und Salat; nur neben Basilikum hat sie sich bei uns nicht wohlgefühlt. Der Boden darf humos und feucht sein, der Standort sonnig bis halbschattig.</p>
<p>Geerntet wird von außen nach innen, die äußeren Stiele knapp über dem Boden, das Herz bleibt stehen und treibt nach. So liefert eine Pflanze den ganzen Sommer. Petersilie ist zweijährig: Im ersten Jahr nur Blätter, im zweiten Jahr blüht sie, dann sind die Blätter zäh und die Ernte ist vorbei, wer sie braucht, bricht die Blüte aus. Deshalb säen wir jedes Jahr neu, und die Juli-Saat überwintert im Gewächshaus oder unter Vlies im Beet und liefert bis zum Frühjahr frisches Vitamin C. Für den Vorrat hacken wir Petersilie klein und frieren sie in Eiswürfelförmchen ein, ein bis zwei Würfel reichen für ein Essen.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2017/04/20170408_aussaat_fruehling__aussaat_fruehling_samstag_aussaat_fruehling_garten_aussaat_fruehling__aussaat_fruehling_2261.jpg" alt="Feine Keimlinge in den Töpfchen einer schwarzen Multitopfplatte" class="wp-image-177921" width="900" height="600" loading="lazy" /><figcaption>Vorziehen in der Multitopfplatte: eine Prise Saatgut je Topf, die Büschel werden später am Stück gepflanzt.</figcaption></figure>
<h2>Wurzelpetersilie: die Petersilie für den Winter</h2>
<p>Die Wurzelpetersilie bildet eine glatte, kegelförmige, weiße Wurzel mit feinem Petersilienaroma, unverzichtbar für Suppengrün, Eintöpfe und Püree. Sie braucht lange, 170 bis 180 Tage von der Saat bis zur Wurzel, deshalb säen wir sie früh, von Anfang März bis Mitte Juni, und zwar immer direkt ins Beet, Wurzeln vertragen keine Töpfe. Ein bis zwei Zentimeter tief in Reihen mit 30 bis 40 Zentimetern Abstand, später auf drei bis fünf Zentimeter vereinzelt. Der Boden sollte locker, tiefgründig und gleichmäßig feucht sein, dann wird die Wurzel lang und gerade.</p>
<p>Weil sie wie die Blattpetersilie wochenlang keimt, ist das Beikraut meist schneller. Darum säen wir in schnurgeraden Reihen, markieren sie, und gehen in den ersten Wochen regelmäßig mit den Fingern durch, bevor aus dem Beikraut ein Teppich wird. Danach angießen, damit die freigelegten Keimlinge wieder Bodenschluss bekommen. Die Blätter dürfen wir wie Petersilie verwenden, aber sparsam, sonst bleibt die Wurzel klein. Geerntet wird von Juli bis Oktober, und was wir nicht brauchen, bleibt über den Winter frosthart im Beet oder wird eingesandet im Keller gelagert.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5970_wurzelpetersilie_kl.jpg" alt="Frisch geerntete Wurzelpetersilie mit weißen Wurzeln und grünem Laub auf einer Holzterrasse" class="wp-image-178032" width="1654" height="2190" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5970_wurzelpetersilie_kl.jpg 1654w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5970_wurzelpetersilie_kl-227x300.jpg 227w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5970_wurzelpetersilie_kl-773x1024.jpg 773w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5970_wurzelpetersilie_kl-768x1017.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5970_wurzelpetersilie_kl-1160x1536.jpg 1160w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5970_wurzelpetersilie_kl-1547x2048.jpg 1547w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5970_wurzelpetersilie_kl-1320x1748.jpg 1320w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5970_wurzelpetersilie_kl-600x794.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1654px) 100vw, 1654px" /><figcaption>Wurzelpetersilie im Oktober: Wurzel und Kraut kommen beide in die Suppe.</figcaption></figure>
<h2>Dill: alle drei Wochen ein Satz</h2>
<p>Dill säen wir von April bis Anfang August direkt ins Beet, denn er bildet eine Pfahlwurzel und mag kein Verpflanzen. Wer im Haus vorzieht, nimmt einzelne Töpfe und setzt die Pflanzen mit dem ganzen Ballen. Die Saat kommt nur einen Zentimeter tief in die Erde, dünn bedeckt, bei 15 bis 20 °C keimt sie in ein bis drei Wochen. Dill mag es sonnig, locker und windgeschützt, denn er wird gut einen Meter hoch und knickt im Sturm. In der Reihe fünf bis zehn Zentimeter, Reihen 30 Zentimeter, gegossen wird nur bei Trockenheit.</p>
<p>Der wichtigste Trick: satzweise säen. Die Sommersaaten gehen in der Hitze schnell in die Blüte, und dann gibt es keine zarten Dillspitzen mehr. Also ab April alle drei Wochen eine kurze Reihe, dann steht bis in den Herbst immer junger Dill. Nach etwa sechs Wochen ernten wir die ersten Spitzen, später ganze Triebe. Blühender Dill ist kein Verlust: Die Dolden kommen in die Gurkengläser, die Samen werden zum Körnerdill fürs Brot und zum Saatgut fürs nächste Jahr, und die Insekten lieben die gelben Blüten. Lässt du eine Dolde stehen, sät sich Dill von selbst aus. Zwischen Gurken und Kohl steht er bei uns gern, und für den Vorrat trocknen wir ihn.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/dill-im-beet.jpg" alt="Fein gefiederte Dilltriebe mit jungen Blütendolden vor orangen Blüten im Hintergrund" class="wp-image-242491" width="1400" height="1360" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/dill-im-beet.jpg 1400w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/dill-im-beet-300x291.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/dill-im-beet-1024x995.jpg 1024w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/dill-im-beet-768x746.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/dill-im-beet-1320x1282.jpg 1320w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/dill-im-beet-600x583.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px" /><figcaption>Dill kurz vor der Blüte: Jetzt die letzten Spitzen ernten und die nächste Reihe säen.</figcaption></figure>
<h2>Schnittlauch: einmal säen, jahrelang schneiden</h2>
<p>Schnittlauch ist Standardprogramm und das dankbarste der fünf Kräuter. Wir säen ihn im März im Haus oder Gewächshaus, etwa zehn Körner je Topf in der Multitopfplatte, ein bis zwei Zentimeter tief, bei 15 bis 20 °C; in zwei bis drei Wochen ist er da. Ab April geht auch Direktsaat ins Beet. Gepflanzt wird der ganze Büschel, 25 Zentimeter von Büschel zu Büschel, in gute, feuchte Erde, Schnittlauch braucht Wasser und Nährstoffe, dann treibt er nach jedem Schnitt kräftig durch. Wer Schnittlauch kaufen statt säen möchte, teilt einfach einen vorhandenen Horst.</p>
<p>Geschnitten wird zwei bis drei Zentimeter über dem Boden, immer ein ganzer Büschel, nicht nur die Spitzen, so wächst er gleichmäßig nach, und das von April bis November. Die lila Blüten im Juni sind essbar und auf dem Teller eine Zierde, danach schneiden wir den Horst einmal komplett zurück. Schnittlauch ist mehrjährig und winterhart; alle drei bis vier Jahre stechen wir den Horst im Frühjahr oder Herbst ab, teilen ihn und pflanzen die Teile neu. Und im Winter gibt es einen Trick: Einen Horst ausgraben, ein paar Tage dem Frost aussetzen und dann im Topf in die warme Küche holen, dann treibt er in wenigen Wochen frisch durch, lange bevor draußen etwas wächst. Für den Vorrat schneiden wir ihn in Röllchen und frieren ihn ein.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/schnittlauch-im-topf.jpg" alt="Dichter Schnittlauchhorst mit röhrigen grünen Halmen in einem Terrakottatopf" class="wp-image-242492" width="877" height="894" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/schnittlauch-im-topf.jpg 877w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/schnittlauch-im-topf-294x300.jpg 294w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/schnittlauch-im-topf-768x783.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/schnittlauch-im-topf-600x612.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 877px) 100vw, 877px" /><figcaption>Schnittlauch im Topf: so steht er bei uns auch im Winter in der Küche.</figcaption></figure>
<h2>Koriander: satzweise, sonst schießt er</h2>
<p>Unser Koriander ist ein Blattkoriander mit frischem, leicht zitronigem Aroma. Geschützt ziehen wir ihn ab Februar vor, dann mit Zusatzlicht, oder ab März im Gewächshaus; ins Beet säen wir von April bis August, einen halben Zentimeter tief, bei 10 bis 20 °C keimt er in ein bis drei Wochen. Die Samen sind Doppelfrüchte, in jeder Kugel stecken zwei Samen, ein leichtes Andrücken teilt sie und beschleunigt die Keimung. Pikieren ist nicht nötig, der Büschel wird mit 20 Zentimetern Abstand gepflanzt, Reihen 25 Zentimeter.</p>
<p>Koriander hat ein Problem: Hitze. Bei langen Tagen und trockener Erde schießt er innerhalb weniger Wochen in die Blüte, und die Blätter werden dünn und bitter. Deshalb bekommt er im Sommer einen halbschattigen Platz, gleichmäßig Wasser und alle drei bis vier Wochen einen neuen Satz. Im Frühjahr und im Spätsommer wächst er am besten. Geerntet wird Blatt für Blatt von außen, ab etwa sechs Wochen. Und wenn er doch blüht, lassen wir ihn: Die Samen sind das Gewürz Koriander, das wir trocknen und zum Brotbacken und Einlegen nehmen. Koriander ist einjährig und frostempfindlich, im Kübel auf dem Balkon wächst er genauso gut wie im Beet.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/64_koriander_ggk_.jpg" alt="Junge Korianderblätter mit Wassertropfen, dicht an dicht im Beet" class="wp-image-220577" width="945" height="945" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/64_koriander_ggk_.jpg 945w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/64_koriander_ggk_-300x300.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/64_koriander_ggk_-150x150.jpg 150w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/64_koriander_ggk_-768x768.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/64_koriander_ggk_-600x600.jpg 600w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/11/64_koriander_ggk_-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px" /><figcaption>Blattkoriander: von außen Blatt für Blatt ernten, dann wächst er nach.</figcaption></figure>
<a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/petersilie-anbauen/"><img decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FHIQFcIq4yNw%2Fmaxresdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<h2>Im Topf, auf dem Balkon und auf der Fensterbank</h2>
<p>Alle fünf wachsen im Topf, und für den Balkon sind Kräuter das Dankbarste überhaupt. Petersilie braucht einen tiefen Topf, mindestens 20 Zentimeter, weil sie eine Pfahlwurzel bildet, Dill ebenso, und beide stehen gern sonnig. Schnittlauch ist im Topf jahrelang glücklich, wenn er regelmäßig Wasser und im Frühjahr etwas Kompost bekommt. Koriander mag im Sommer einen Platz, an dem er mittags Schatten hat. Auf der Fensterbank in der Wohnung gelingt vor allem der angetriebene Schnittlauch im Winter; Petersilie und Koriander werden drinnen ohne Südfenster lang und blass. Wer im Winter frische Kräuter will, holt einen Schnittlauchhorst und einen Topf Petersilie aus dem Garten ins kühle, helle Treppenhaus.</p>
<h2>Mischkultur und Fruchtfolge</h2>
<p>Kräuter verteilen wir im ganzen Garten statt in ein Kräuterbeet zu sperren, sie halten Schädlinge fern und locken Insekten. Dill passt zu Gurken, Kohl, Möhren und Salat und soll die Keimung der Gurken fördern. Petersilie steht gut neben Tomaten, Kohl, Radieschen und Lauch. Schnittlauch hält mit seinem Duft Möhrenfliegen fern und ist ein klassischer Nachbar für Möhren und Erdbeeren. Koriander mögen wir zwischen Kohl und Salat. Nicht zusammen stehen sollten Dill und Möhren mit anderen Doldenblütlern in einem Beet, wenn das Beet im nächsten Jahr Petersilie oder Sellerie bekommen soll, denn die Familie braucht drei bis vier Jahre Pause. Petersilie nach Petersilie geht fast nie gut, sie wird krank und kümmert.</p>
<h2>Vorrat für den Winter</h2>
<p>Petersilie hacken wir klein und frieren sie in Eiswürfelförmchen ein, Schnittlauch wird in Röllchen geschnitten und ebenfalls eingefroren, so haben beide fast das frische Aroma. Dill trocknen wir, Dillspitzen wie Dolden, und bewahren ihn gerebelt im Glas auf. Koriander verliert beim Trocknen sein Aroma, deshalb frieren wir die Blätter ein und ernten die Samen. Die Wurzelpetersilie bleibt im Beet oder im Sandkasten im Keller. Und der Schnittlauch kommt als Horst in die Küche.</p>
<h2>Typische Probleme und was dahintersteckt</h2>
<h3>Die Petersilie keimt nicht</h3>
<p>Zu früh dran, die Erde zu kalt, zu trocken oder altes Saatgut. Drei bis vier Wochen abwarten, feucht halten, bei 15 bis 20 °C vorziehen, Samen vorher quellen lassen.</p>
<h3>Die Petersilie wird gelb und kümmert</h3>
<p>Meist stand im Vorjahr schon ein Doldenblütler im Beet, oder der Boden ist zu nass. Beet wechseln, lockerer Boden, nicht zu tief pflanzen.</p>
<h3>Die Petersilie blüht schon im ersten Jahr</h3>
<p>Frost oder Kälte in der Jugend. Vorgezogene Pflanzen erst nach den Eisheiligen raus, die Blüte ausbrechen, neu säen.</p>
<h3>Der Dill schießt sofort</h3>
<p>Hitze und Trockenheit im Sommer. Satzweise säen, bei Trockenheit gießen, die Dolden fürs Einlegen und die Samen nutzen.</p>
<h3>Der Koriander blüht nach wenigen Wochen</h3>
<p>Zu heiß, zu sonnig, zu trocken. Halbschattig stellen, gleichmäßig gießen, alle drei bis vier Wochen nachsäen, Samen ernten.</p>
<h3>Der Schnittlauch wird gelb und lasch</h3>
<p>Zu trocken, zu wenig Nährstoffe oder nach der Blüte erschöpft. Komplett zurückschneiden, Kompost geben, gießen; alte Horste teilen.</p>
<h3>Blattläuse an Dill und Petersilie</h3>
<p>Mit Wasser abspritzen, befallene Triebe ernten, Marienkäfer anlocken, nicht überdüngen.</p>
<h3>Die Keimlinge sind weg</h3>
<p>Schnecken lieben Dill- und Petersilienkeimlinge. Vorziehen und als kräftige Büschel pflanzen, absammeln, Kragen bei starkem Druck.</p>
<h2>Unsere Sorten</h2>
<p><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/petersilie/">Petersilie glatt</a>: sehr aromatisch, würziger als die krause, zweijährig. <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/wurzelpetersilie/">Wurzelpetersilie</a>: glatte, kegelförmige, frostharte Wurzel für Suppengrün und Püree. <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/dill/">Dill</a>: für Dillspitzen, Dolden und Körnerdill, ein Meter hoch, bienenfreundlich. <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/schnittlauch/">Schnittlauch</a>: mittelgrobröhrig, wüchsig, mehrjährig und winterfest. <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/koriander/">Koriander</a>: Blattkoriander mit zitronigem Aroma, auch für die Samenernte. Alle Kräuter zusammen gibt es als <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/alle-kraeuter-im-set/">Alle Kräuter Saaten im Set</a>. Alles samenfest und aus Bio-Vermehrung.</p>
<h2>Mehr zu den Küchenkräutern</h2>
<p>Das Kraut für den Sommer hat seinen eigenen Eintrag: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/basilikum-anbauen/">Basilikum anbauen</a>. Die Verwandten aus der Doldenblütler-Familie: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/moehren-anbauen/">Möhren anbauen</a>, <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/knollensellerie-anbauen/">Knollensellerie anbauen</a>, <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/pastinaken-anbauen/">Pastinaken anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/fenchel-anbauen/">Fenchel anbauen</a>. Die Verwandten des Schnittlauchs: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/zwiebeln-anbauen/">Zwiebeln anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/knoblauch-anbauen/">Knoblauch anbauen</a>. Die Nachbarn: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/gurken-anbauen/">Gurken anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/tomaten-anbauen/">Tomaten anbauen</a>. Wie wir im März alles aussäen, zeigt <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/workshop-9/">Wichtige Aussaaten im März</a>, die Wurzeln im Überblick <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/wurzelgemuese-anbauen/">Wurzelgemüse anbauen</a>. Alle Anleitungen findest du in der <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/gemuese-anbauen/">Übersicht Gemüse anbauen</a>.</p>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Wann Petersilie säen?</h3>
<p>März bis April im Haus oder Gewächshaus, Mai bis Juli direkt ins Beet, im Juli noch einmal für den Herbst und Winter.</p>
<h3>Wie lange braucht Petersilie zum Keimen?</h3>
<p>Drei bis vier Wochen bei 15 bis 20 °C, in kalter Erde länger. Feucht halten und abwarten, oder die Samen über Nacht quellen lassen.</p>
<h3>Ist Petersilie ein Lichtkeimer?</h3>
<p>Nein, ein Dunkelkeimer wie Dill, Schnittlauch und Koriander. Ein bis zwei Zentimeter tief säen und mit Erde bedecken.</p>
<h3>Wann Dill säen und wie tief?</h3>
<p>April bis Anfang August direkt ins Beet, einen Zentimeter tief, alle drei Wochen ein neuer Satz. Dill mag kein Verpflanzen.</p>
<h3>Warum schießt mein Dill?</h3>
<p>Hitze und Trockenheit. Satzweise säen, gießen, und die Dolden fürs Einlegen nutzen.</p>
<h3>Wann Schnittlauch säen, wie viele Samen?</h3>
<p>März im Haus, ab April direkt. Etwa zehn Körner je Topf, ein bis zwei Zentimeter tief, der Büschel wird am Stück gepflanzt.</p>
<h3>Schnittlauch säen oder pflanzen?</h3>
<p>Beides geht. Aus Saat dauert es ein Jahr bis zum vollen Horst, ein geteilter Horst liefert sofort. Einmal im Garten, bleibt er jahrelang.</p>
<h3>Wann Koriander säen?</h3>
<p>Februar bis April im Haus, April bis August direkt, einen halben Zentimeter tief, alle drei bis vier Wochen ein Satz.</p>
<h3>Geht Koriander in Deutschland im Garten?</h3>
<p>Ja, als Blattkoriander von April bis August und im Kübel. Nur Hitze mag er nicht, dann halbschattig stellen und nachsäen.</p>
<h3>Welche Kräuter gehen im Topf und auf dem Balkon?</h3>
<p>Alle fünf. Petersilie und Dill in tiefen Töpfen, Schnittlauch jahrelang im selben Topf, Koriander mit Mittagsschatten.</p>
<h3>Wann Wurzelpetersilie säen und ernten?</h3>
<p>Anfang März bis Mitte Juni direkt ins Beet, Ernte von Juli bis Oktober, 170 bis 180 Tage nach der Saat. Sie bleibt frosthart im Beet.</p>
<h3>Wie bewahre ich Kräuter für den Winter auf?</h3>
<p>Petersilie und Schnittlauch kleingeschnitten einfrieren, Dill trocknen, Koriander einfrieren und die Samen ernten, Schnittlauch als Horst in die Küche holen.</p>
<h3>Welche Kräuter sind mehrjährig?</h3>
<p>Schnittlauch ist mehrjährig und winterhart. Petersilie ist zweijährig, Dill und Koriander sind einjährig und säen sich bei Bedarf selbst aus.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sauerkraut selber machen: im Glas und im Steintopf</title>
		<link>https://www.gartengemuesekiosk.de/sauerkraut-selber-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gartengemüsekiosk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Youtubevideo]]></category>
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					<description><![CDATA[Aus unserem Weißkohl wird Sauerkraut: gehobelt mit einer alten Krautmaschine, fermentiert im Weckglas und im Steintopf.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sauerkraut selber machen ist ganz einfach: Im Kern braucht es Weißkohl, Salz und etwas Kraft in den Armen. Bei uns stehen gerade die Weißkohlköpfe erntereif im Gemüsegarten, also wird veredelt. Wir zeigen dir, wie wir den Kohl hobeln, salzen und stampfen und wie wir ihn einmal im Weckglas und einmal im großen Steintopf fermentieren.</p>
<a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/sauerkraut-selber-machen/"><img decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FgEfc2ijzbw0%2Fmaxresdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<h2>Sauerkraut auf einen Blick</h2>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Schritt</th>
<th>So machen wir es</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Salz</td>
<td>1 % vom Kohlgewicht, also 30 g Salz auf 3 kg Kohl, Salz ohne Rieselhilfe</td>
</tr>
<tr>
<td>Vorbereiten</td>
<td>Kohl putzen, Strunk raus, ein paar große Kohlblätter beiseitelegen</td>
</tr>
<tr>
<td>Kneten und stampfen</td>
<td>so lange, bis Saft austritt; im Gefäß fest verdichten, bis der Saft über dem Kraut steht</td>
</tr>
<tr>
<td>Lake zum Nachgießen</td>
<td>Wasser mit 1 bis 2 % Salz, wir nehmen 1,5 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Gären</td>
<td>drei bis sieben Tage bei Zimmertemperatur, danach kühl lagern</td>
</tr>
<tr>
<td>Nach dem Öffnen</td>
<td>in den Kühlschrank, am besten mit sauberem Holz- oder Kunststoffbesteck herausnehmen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Weißkohl für Sauerkraut ernten und putzen</h2>
<p>Die erste Ladung Kohlköpfe holen wir direkt vom Beet, auf dem Acker steht noch dreimal so viel. Unser <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/weisskohl/">Weißkohl</a> ist kompakt und schön gewachsen. Ein paar kleine Macken von Schädlingen sind ganz normal bei Bio-Kohl, die schneiden wir einfach weg, genau wie den Strunk. Die Reste landen nicht nur auf dem Kompost, unsere Hühner picken gern darin herum. Wie wir Weißkohl von der Aussaat bis zur Ernte anbauen, steht im Lexikon unter <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/weisskohl-anbauen/">Weißkohl, Spitzkohl und Rotkohl anbauen</a>.</p>
<p>Ganz wichtig, bevor du alle Köpfe zerteilst: Lege ein paar große, saubere Kohlblätter beiseite. Mit ihnen deckst du später das Kraut ab. Oft ist man mit Elan beim Hobeln, und am Ende fehlen genau diese Blätter. Für kleine Gläser reichen auch mehrere kleinere, für einen Steintopf sind große Blätter sehr praktisch.</p>
<h2>Sauerkrauthobel oder alte Krautmaschine?</h2>
<p>Wir haben zwei Geräte ausprobiert. Der klassische Sauerkrauthobel hat mehrere Klingen und ein Schiffchen, in dem der Kohlkopf hin- und hergleitet. Eigentlich gehört ein Holz zum Beschweren dazu, und gearbeitet wird schräg, zum Beispiel über einer großen Wanne. Halte die Finger nie direkt auf den Kohl: Lass lieber einen Rest stehen und hoble ihn mit einem kleinen Handhobel. Für kleine Mengen nehmen wir einen Mini-Hobel, den wir sehr fein einstellen.</p>
<p>Das zweite Gerät ist eine historische Krautmaschine aus unserem Dorf, die uns Anneliese und Christian zur Verfügung stellen. Man kurbelt eine Scheibe mit vier Messern an, führt den Kohl zu, und seitlich fällt das Kraut heraus. Das geht unglaublich schnell, die Scheibe muss aber erst auf Tempo kommen, und man muss sehr auf seine Finger achten. Ein Stößel zum Nachschieben wäre eine gute Idee.</p>
<h3>Wie fein soll Sauerkraut sein?</h3>
<p>Im direkten Vergleich sieht man gut, dass die beiden unterschiedlich fein schneiden. Das ist Geschmackssache. Wir mögen Sauerkraut lieber fein; wenn es grob sein darf, geht auch die Küchenmaschine. Deshalb wollen wir die alte Maschine so in Gang bringen, dass wir sie richtig effektiv nutzen können.</p>
<h2>Wie viel Salz ins Sauerkraut?</h2>
<p>Die wichtigste Zutat neben dem Kohl ist Salz. Wir nehmen ein Ursalz ohne Rieselhilfe und rechnen 1 % vom Kohlgewicht: Auf 3 kg gehobelten Kohl kommen 30 g Salz. Kraut und Salz vermengen, kneten, stampfen – der Saft soll richtig austreten. Im großen Tomaten-Einkochtopf hatten wir 9 kg, die eine liebe Freundin mit viel Herzblut von Hand massiert und geknetet hat. Über Nacht durfte das Ganze kühl durchziehen. Danach sammelt sich die Flüssigkeit unten im Topf, deshalb vor dem Abfüllen gut durchmischen, damit jedes Gefäß genug Saft bekommt.</p>
<p>Kleiner Tipp: Wenn du sowieso schon hobelst, mach gleich einen Krautsalat mit.</p>
<h2>Sauerkraut im Glas fermentieren</h2>
<p>Wir nehmen sterilisierte Weckgläser, einen Einfülltrichter und frisch gewaschene Hände. Das Kraut kommt Stück für Stück hinein und wird dabei immer wieder festgedrückt, damit keine Luftlöcher bleiben. Am Ende muss der Saft oben auf dem Kraut stehen. Dann legen wir zugeschnittene Kohlblätter auf, damit keine kleinen Fitzelchen nach oben schwimmen und mit Luft in Kontakt kommen.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/fermentiergewicht__aktion.jpg" alt="Keramik-Fermentiergewicht auf Kohlblättern im Weckglas unter der Lake" class="wp-image-178260" width="900" height="900" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/fermentiergewicht__aktion.jpg 1417w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/fermentiergewicht__aktion-300x300.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/fermentiergewicht__aktion-1024x1024.jpg 1024w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/fermentiergewicht__aktion-150x150.jpg 150w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/fermentiergewicht__aktion-768x768.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/fermentiergewicht__aktion-600x600.jpg 600w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/fermentiergewicht__aktion-1320x1320.jpg 1320w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/fermentiergewicht__aktion-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption>Das Gewicht hält Blätter und Kraut unter der Lake.</figcaption></figure>
<p>Obendrauf kommt ein Beschwerungsgewicht, bei uns das <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/em-keramik-fermentiergewicht/">EM-Keramik Fermentiergewicht</a>. Alles muss unter der Flüssigkeit liegen. Rand mit einem sauberen Tuch abwischen, ausgekochten Gummiring und Deckel drauf, Klammern dran.</p>
<h3>Warum das Glas eine Schale braucht</h3>
<p>Die Gläser stehen jetzt einige Tage bei Zimmertemperatur in der Küche. Bald beginnt es zu blubbern, und Flüssigkeit läuft aus dem Glas. Das ist gewollt und zeigt, dass die Fermentation läuft. Stell die Gläser deshalb immer auf ein Tablett, Backblech oder eine Auflaufform. Die Lake wird trüb, auch das ist richtig so. Ist die Fermentation abgeschlossen, wird sie wieder klar.</p>
<p>Neben Weckgläsern eignen sich auch Bügelgläser oder spezielle Fermentationsgläser. Schraubgläser sind nicht ganz so optimal.</p>
<h2>Zwei Wochen später: Lake nachfüllen und Gewichte auskochen</h2>
<p>Zwei Wochen nach dem Start haben wir noch einmal nachgeschaut. Weil Flüssigkeit herausläuft, kann das Glas mit der Zeit „leerlaufen“. Liegt Kraut im Trockenen, gieß Lake nach: Wasser mit 1 bis 2 % Salz, wir nehmen 1,5 %. Die Lake soll bis oben stehen.</p>
<p>Das Zweite betrifft Keramikgewichte: Koch sie vor dem Einsatz in Wasser aus, damit sie sauber sind und sich vollsaugen. Legst du sie trocken ein, saugen sie sonst Salzlake aus dem Glas auf.</p>
<h3>Wohin mit den Gläsern nach dem Gären?</h3>
<p>Nach drei bis sieben Tagen in der Küche ziehen die Gläser an einen kühleren Ort um, etwa in die Vorratskammer. Der Kühlschrank muss es nicht sein. Dort bleiben sie, bis du sie öffnest. Ein geöffnetes Glas kommt in den Kühlschrank und hält dort noch eine ganze Weile. Wir essen alle ein, zwei Wochen Sauerkraut, und so ist immer ein Glas griffbereit.</p>
<h2>Sauerkraut im Steintopf wie früher</h2>
<p>Den großen Steintopf haben wir von der Mama eines unserer Saatgutwichtel bekommen, zusammen mit dem Sauerkrauthobel. Unter dem Deckel liegt eine Rinne, die Wasserführungsrinne. Mit Wasser gefüllt, sorgt sie dafür, dass keine Luft von außen hineinkommt, während die Gärgase von innen entweichen können – im Prinzip wie Gummiring und Klammern beim Weckglas, nur größer.</p>
<p>In den Topf kommt das Kraut mit Kümmel. Den mögen wir geschmacklich, und er tut der Verdauung gut. Schicht für Schicht wird kräftig gestampft, die Ränder schieben wir mit einem Spatel sauber herunter.</p>
<h3>Zu wenig Saft? Lake aufgießen</h3>
<p>Im Topf stieg nicht genug Flüssigkeit hoch. Das kann daran liegen, dass wir viel Saft in die Gläser gegeben hatten. Es kann auch an gekauftem Kohl liegen oder daran, dass es gerade trocken war und der Kohl nicht so saftig ist – Kohlköpfe sind unterschiedlich. Zu wenig Flüssigkeit ist gefährlich, denn dann kann sich schnell Schimmel bilden. Die Lösung ist einfach: Lake aus Wasser und Salz anrühren, 1 bis 2 %, wir nehmen 1,5 %, und aufgießen. Bei uns war es ein Liter, später zur Sicherheit noch etwas mehr.</p>
<p>Dann puzzeln wir die Kohlblätter als Abdeckung auf das Kraut. Große Blätter kannst du vorher mit dem Nudelholz flach rollen. Zum Topf gehören zwei Steinhälften mit einem Loch in der Mitte. Wir drücken sie fest herunter und gießen Lake nach, bis Kraut, Blätter und Steine darunter liegen. Zum Schluss Wasser – keine Lake – in die Rinne und den Deckel auflegen. Blub, blub, die Luft geht raus.</p>
<h3>Steintopf richtig pflegen</h3>
<p>Der Topf bleibt ein paar Tage zimmerwarm in der Küche und zieht dann in die kühle Tenne. Kontrollier die Rinne regelmäßig: Fehlt dort Wasser, kann das Sauerkraut umkippen. Nimmst du eine Portion heraus, spül die Steine danach gründlich ab, bevor sie zurückkommen, und sorg dafür, dass alles wieder mit Lake bedeckt ist.</p>
<h2>Warum Sauerkraut selber machen?</h2>
<p>Beim Fermentieren entstehen zusätzlich Vitamine und Milchsäurebakterien, die unserer Gesundheit guttun. Sauerkraut aus dem Laden ist meist erhitzt und hat damit nicht mehr die ganze Bandbreite an Vitaminen und Nährstoffen. Achte beim Kauf auf Rohkostqualität – oder mach dein Sauerkraut selbst, genau so, wie du es magst.</p>
<p>Und du kannst variieren: Mit <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/rotkohl/">Rotkohl</a> oder <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/roter-spitzkohl-saatgut/">rotem Spitzkohl</a> wird es rosa, auch reiner <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/spitzkohl/">Spitzkohl</a> geht, und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/moehre-samenfestes-saatgut/">Möhren</a> passen gut dazu. Gewürze wie Kümmel, Schwarzkümmel oder Kurkuma bringen Abwechslung. Wie wir Kimchi ansetzen, liest du in <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/kimchi-gemuese-fermentieren/">Kimchi, Gemüse fermentieren</a>, und unseren Sauerkraut-Beitrag von 2018 findest du unter <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/sauerkraut-herstellen-selber/">Sauerkraut herstellen</a>. Weitere Kohlsorten für dein Beet findest du bei unserem <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product-category/saatgut/kohlgemuese/">Kohlgemüse</a>.</p>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Wie viel Salz brauche ich für Sauerkraut?</h3>
<p>Wir nehmen 1 % vom Kohlgewicht, also 10 g Salz pro Kilo Kohl. Am besten ein Salz ohne Rieselhilfe. Fürs Nachgießen mischen wir eine Lake mit 1 bis 2 % Salz.</p>
<h3>Wie lange muss Sauerkraut gären?</h3>
<p>Die ersten drei bis sieben Tage steht es bei Zimmertemperatur. In dieser Zeit blubbert es, und die Lake wird trüb. Danach kommt es an einen kühleren Ort. Ist die Fermentation abgeschlossen, wird die Lake wieder klar.</p>
<h3>Kann ich Sauerkraut ohne Gärtopf machen?</h3>
<p>Ja. Wir machen es im Alltag sogar meistens in Weckgläsern. Bügelgläser und Fermentationsgläser gehen auch. Wichtig sind ein Gewicht, das alles unter der Lake hält, und eine Schale unter dem Glas.</p>
<h3>Warum schimmelt Sauerkraut?</h3>
<p>Schimmel kann sich bilden, wenn Kraut an der Luft liegt, weil zu wenig Flüssigkeit da ist oder Stückchen oben schwimmen. Deshalb gut verdichten, mit Kohlblättern abdecken, beschweren und bei Bedarf Lake nachgießen. Beim Steintopf muss außerdem immer Wasser in der Rinne stehen, sonst kann das Sauerkraut umkippen.</p>
<h3>Womit nehme ich Sauerkraut heraus?</h3>
<p>Nicht mit Metall, sondern mit sauberem Holzlöffel oder Kunststoffbesteck – bei allem Fermentierten.</p>
<h3>Wie lange hält selbstgemachtes Sauerkraut?</h3>
<p>Ungeöffnet bleibt es an einem kühlen Ort stehen, bis du es brauchst. Ein angebrochenes Glas kommt in den Kühlschrank und hält sich dort noch eine ganze Weile.</p>
<p>Hast du schon einmal Sauerkraut selbst gemacht, oder ist dein liebstes fermentiertes Gemüse ein ganz anderes? Und kennt vielleicht jemand den Namen der alten Krautmaschine? Schreib es uns gern unter das Video auf unserem YouTube-Kanal <a href="https://www.youtube.com/@gartengemuesekiosk" target="_blank" rel="noopener">Gartengemüsekiosk</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Basilikum anbauen: ab April warm vorziehen, als Lichtkeimer nur andrücken, nach den Eisheiligen zu den Tomaten pflanzen, über dem Blattpaar ernten, aus Stecklingen vermehren</title>
		<link>https://www.gartengemuesekiosk.de/basilikum-anbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gartengemüsekiosk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 21:55:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anbau-Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
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					<description><![CDATA[Basilikum gehört zu den Kräutern, bei denen sich der eigene Anbau am deutlichsten lohnt: Ein Topf aus dem Supermarkt hält zwei Wochen, eine selbst gezogene Pflanze im Gewächshaus oder Beet liefert von Juni bis Oktober ganze Bünde, für Pesto, Caprese und Tomatensoße. Dafür will Basilikum drei Dinge, und zwar genau in dieser Reihenfolge: Wärme beim Keimen, Nährstoffe nach dem Pikieren und einen Schnitt, der ihn buschig macht statt kahl. Wer dann noch die abgeschnittenen Triebe ins Wasserglas stellt, hat in zwei Wochen neue Pflanzen. Hier steht, wie wir Basilikum anbauen, warum wir ihn als Lichtkeimer nur andrücken, wann er zu den Tomaten darf, wie wir ernten, vermehren, trocknen und was es mit dem pinken Tee aus dem roten Basilikum auf sich hat. Genoveser Basilikum: großblättrig, kräftig, der Klassiker für Pesto. Basilikum auf einen Blick Aussaat April bis Mai im Gewächshaus oder auf der warmen Fensterbank vorziehen, ab März nur mit viel Licht; Juni bis Juli direkt ins Beet oder in den Kübel Saattiefe Lichtkeimer: Samen auf die Erde legen, andrücken, höchstens hauchdünn berieseln Bodentemperatur zum Keimen 20 bis 25 °C, dann keimt er in zwei bis vier Tagen; kühler dauert es bis zu zwei Wochen Pikieren nach zwei bis drei Wochen in nährstoffreiche Erde, tiefer setzen; oder gleich in Quickpots in kleinen Büscheln säen und nicht pikieren Pflanzung ab Mitte Mai nach den Eisheiligen, wenn die Nächte über 15 °C bleiben; 30 cm in der Reihe, 25 bis 30 cm zwischen den Reihen, etwas tiefer setzen Kulturdauer sechs bis acht Wochen bis zur ersten Ernte, danach laufend bis zum ersten kalten Wetter Ernte Juni bis Oktober, immer die Triebspitze über einem Blattpaar abschneiden Standort sonnig, warm, windgeschützt: Gewächshaus, Beet an der Südseite, Kübel auf der Terrasse Nährstoffbedarf Mittelzehrer mit Hunger: in Komposterde pflanzen, dann reicht es; im Topf alle zwei Wochen flüssig düngen Wasser viel und gleichmäßig, morgens gießen, keine Staunässe Frost keinen; unter 10 °C leiden die Blätter, beim Mini-Basilikum verfärben sie sich schon unter 8 °C Saatgutmenge eine Tüte Genoveser reicht für rund 8 m², also für den ganzen Garten plus Kübel Drei Sorten: Genoveser, rotviolett und Mini Der grüne Genoveser ist der Basilikum, den jeder kennt: großblättrig, starkwüchsig, das volle Aroma für Pesto und Tomatensoße. Der rotviolette Basilikum ist etwas empfindlicher, dafür ein Blickfang im Beet und auf dem Teller, würzig mit einer leichten Nelkennote, und aus seinen Blättern wird ein Tee, der mit Zitrone die Farbe wechselt. Der griechische Mini-Basilikum wächst kompakt und kleinblättrig wie ein Kissen, er ist die Sorte für Töpfe und Balkonkästen, braucht es aber am wärmsten von allen. Alle drei bauen wir gleich an, nur beim Mini-Basilikum pikieren wir in kleinen Büscheln statt einzeln. Aussaat: warm, feucht und nicht bedecken Die Aussaat machen wir im April oder Anfang Mai im Gewächshaus, auf der Fensterbank geht es genauso, wenn sie warm ist. Basilikum ist ein Lichtkeimer: Erde in die Schale, leicht andrücken, die Samen darauf verteilen, noch einmal andrücken und höchstens hauchdünn mit Erde berieseln. Dann angießen und von da an immer feucht halten, bei uns heißt das im Gewächshaus morgens und abends mit der kleinen Gießkanne. Zum Keimen braucht Basilikum mindestens 20 °C, besser 20 bis 25 °C, dann ist er nach zwei bis vier Tagen da. Bei kühleren Temperaturen lässt er sich bis zu zwei Wochen Zeit oder kommt gar nicht, das ist der häufigste Fehler. Gesät wird in nährstoffarme Aussaaterde, das ist für die Keimung richtig, aber nur für die Keimung. Pikieren oder Büschel: zwei Wege Nach zwei bis drei Wochen in der Schale wird pikiert, und zwar in nährstoffreiche Erde, denn Basilikum ist zwar ein Kraut, frisst aber wie ein Gemüse. Die Pflänzchen vereinzeln wir vorsichtig und setzen sie tief ein, bis zu den Keimblättern, dann bilden sie am Stängel neue Wurzeln. Wer große Blätter will, gibt jeder Pflanze viel Platz, enger gehalten bleibt der Basilikum kleinblättriger. Mittlerweile sparen wir uns das Pikieren meistens: Wir säen direkt in Quickpot-Platten, drei bis fünf Samen je Zelle, und bekommen kleine Büschel, die wir nach drei bis vier Wochen als Ganzes im Garten verteilen. Das ist schnell, die Wurzeln bleiben ungestört, und die Büschel wachsen zu kräftigen Horsten heran. Pflanzen: nach den Eisheiligen, zu den Tomaten Ab Mitte bis Ende Mai, wenn die Nächte nicht mehr unter 15 °C fallen, kommt der Basilikum raus: ins Beet, in den Kübel oder ins Gewächshaus zu den Tomaten, wo er es am liebsten hat. Wir setzen ihn etwas tiefer, als er im Topf stand, mit 30 cm Abstand zwischen den Büscheln und 25 bis 30 cm zwischen den Reihen. Der Platz braucht Sonne, Wärme und etwas Windschutz, und die Erde muss nährstoffreich sein, am besten mit Kompost. Wer von Anfang an in gute Komposterde pflanzt, muss in der Saison nicht mehr düngen. Hat er viel Platz, wird Basilikum erstaunlich groß. Rotvioletter Basilikum, hier in Blüte: ein paar Pflanzen lassen wir für die Insekten stehen. Pflege: Wasser, Sonne und ein Auge auf die Schnecken Basilikum braucht viel Wasser, aber keine nassen Füße. Wir gießen morgens, an heißen Tagen auch abends, und achten im Kübel darauf, dass das Wasser abläuft. Schädlinge haben wir kaum, nur die Schnecken mögen junge Pflanzen, also beim Pflanzen absammeln und die Büschel in den ersten Tagen im Blick behalten. Im Gewächshaus zeigt sich manchmal die Weiße Fliege, Gelbtafeln reichen meist. Kalte, nasse Wochen mag Basilikum gar nicht, dann werden die Blätter fleckig. Im Gewächshaus oder unter dem Dachvorsprung ist er davor am besten geschützt. Ernten: über dem Blattpaar schneiden Richtig geerntet wird Basilikum nicht Blatt für Blatt, sondern Trieb für Trieb: Wir schneiden die Spitze knapp über einem Blattpaar ab, dort, wo links und rechts die Blätter abgehen. Aus den beiden Blattachseln treiben dann zwei neue Triebe, die Pflanze wird mit jedem Schnitt buschiger und liefert mehr. Blütenansätze knipsen wir aus, solange wir Blätter ernten wollen, denn mit der Blüte werden die Blätter kleiner und das Aroma schwächer. Je öfter wir schneiden, desto besser, und das gilt für den grünen wie für den roten. Vermehren: Stecklinge im Wasserglas Die abgeschnittenen Triebe]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Basilikum gehört zu den Kräutern, bei denen sich der eigene Anbau am deutlichsten lohnt: Ein Topf aus dem Supermarkt hält zwei Wochen, eine selbst gezogene Pflanze im Gewächshaus oder Beet liefert von Juni bis Oktober ganze Bünde, für Pesto, Caprese und Tomatensoße. Dafür will Basilikum drei Dinge, und zwar genau in dieser Reihenfolge: Wärme beim Keimen, Nährstoffe nach dem Pikieren und einen Schnitt, der ihn buschig macht statt kahl. Wer dann noch die abgeschnittenen Triebe ins Wasserglas stellt, hat in zwei Wochen neue Pflanzen. Hier steht, wie wir Basilikum anbauen, warum wir ihn als Lichtkeimer nur andrücken, wann er zu den Tomaten darf, wie wir ernten, vermehren, trocknen und was es mit dem pinken Tee aus dem roten Basilikum auf sich hat.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/05/basilikum_shop_ggk_basil.jpg" alt="Dicht stehende, große grüne Blätter des Genoveser Basilikums in der Sonne" class="wp-image-218542" width="815" height="815" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/05/basilikum_shop_ggk_basil.jpg 815w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/05/basilikum_shop_ggk_basil-300x300.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/05/basilikum_shop_ggk_basil-150x150.jpg 150w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/05/basilikum_shop_ggk_basil-768x768.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/05/basilikum_shop_ggk_basil-600x600.jpg 600w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/05/basilikum_shop_ggk_basil-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 815px) 100vw, 815px" /><figcaption>Genoveser Basilikum: großblättrig, kräftig, der Klassiker für Pesto.</figcaption></figure>
<a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/basilikum-anbauen/"><img decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2F-RpWS3zMB30%2Fmaxresdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<h2>Basilikum auf einen Blick</h2>
<table>
<tbody>
<tr>
<th>Aussaat</th>
<td>April bis Mai im Gewächshaus oder auf der warmen Fensterbank vorziehen, ab März nur mit viel Licht; Juni bis Juli direkt ins Beet oder in den Kübel</td>
</tr>
<tr>
<th>Saattiefe</th>
<td>Lichtkeimer: Samen auf die Erde legen, andrücken, höchstens hauchdünn berieseln</td>
</tr>
<tr>
<th>Bodentemperatur zum Keimen</th>
<td>20 bis 25 °C, dann keimt er in zwei bis vier Tagen; kühler dauert es bis zu zwei Wochen</td>
</tr>
<tr>
<th>Pikieren</th>
<td>nach zwei bis drei Wochen in nährstoffreiche Erde, tiefer setzen; oder gleich in Quickpots in kleinen Büscheln säen und nicht pikieren</td>
</tr>
<tr>
<th>Pflanzung</th>
<td>ab Mitte Mai nach den Eisheiligen, wenn die Nächte über 15 °C bleiben; 30 cm in der Reihe, 25 bis 30 cm zwischen den Reihen, etwas tiefer setzen</td>
</tr>
<tr>
<th>Kulturdauer</th>
<td>sechs bis acht Wochen bis zur ersten Ernte, danach laufend bis zum ersten kalten Wetter</td>
</tr>
<tr>
<th>Ernte</th>
<td>Juni bis Oktober, immer die Triebspitze über einem Blattpaar abschneiden</td>
</tr>
<tr>
<th>Standort</th>
<td>sonnig, warm, windgeschützt: Gewächshaus, Beet an der Südseite, Kübel auf der Terrasse</td>
</tr>
<tr>
<th>Nährstoffbedarf</th>
<td>Mittelzehrer mit Hunger: in Komposterde pflanzen, dann reicht es; im Topf alle zwei Wochen flüssig düngen</td>
</tr>
<tr>
<th>Wasser</th>
<td>viel und gleichmäßig, morgens gießen, keine Staunässe</td>
</tr>
<tr>
<th>Frost</th>
<td>keinen; unter 10 °C leiden die Blätter, beim Mini-Basilikum verfärben sie sich schon unter 8 °C</td>
</tr>
<tr>
<th>Saatgutmenge</th>
<td>eine Tüte Genoveser reicht für rund 8 m², also für den ganzen Garten plus Kübel</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Drei Sorten: Genoveser, rotviolett und Mini</h2>
<p>Der grüne Genoveser ist der Basilikum, den jeder kennt: großblättrig, starkwüchsig, das volle Aroma für Pesto und Tomatensoße. Der rotviolette Basilikum ist etwas empfindlicher, dafür ein Blickfang im Beet und auf dem Teller, würzig mit einer leichten Nelkennote, und aus seinen Blättern wird ein Tee, der mit Zitrone die Farbe wechselt. Der griechische Mini-Basilikum wächst kompakt und kleinblättrig wie ein Kissen, er ist die Sorte für Töpfe und Balkonkästen, braucht es aber am wärmsten von allen. Alle drei bauen wir gleich an, nur beim Mini-Basilikum pikieren wir in kleinen Büscheln statt einzeln.</p>
<h2>Aussaat: warm, feucht und nicht bedecken</h2>
<p>Die Aussaat machen wir im April oder Anfang Mai im Gewächshaus, auf der Fensterbank geht es genauso, wenn sie warm ist. Basilikum ist ein Lichtkeimer: Erde in die Schale, leicht andrücken, die Samen darauf verteilen, noch einmal andrücken und höchstens hauchdünn mit Erde berieseln. Dann angießen und von da an immer feucht halten, bei uns heißt das im Gewächshaus morgens und abends mit der kleinen Gießkanne. Zum Keimen braucht Basilikum mindestens 20 °C, besser 20 bis 25 °C, dann ist er nach zwei bis vier Tagen da. Bei kühleren Temperaturen lässt er sich bis zu zwei Wochen Zeit oder kommt gar nicht, das ist der häufigste Fehler. Gesät wird in nährstoffarme Aussaaterde, das ist für die Keimung richtig, aber nur für die Keimung.</p>
<h2>Pikieren oder Büschel: zwei Wege</h2>
<p>Nach zwei bis drei Wochen in der Schale wird pikiert, und zwar in nährstoffreiche Erde, denn Basilikum ist zwar ein Kraut, frisst aber wie ein Gemüse. Die Pflänzchen vereinzeln wir vorsichtig und setzen sie tief ein, bis zu den Keimblättern, dann bilden sie am Stängel neue Wurzeln. Wer große Blätter will, gibt jeder Pflanze viel Platz, enger gehalten bleibt der Basilikum kleinblättriger.</p>
<p>Mittlerweile sparen wir uns das Pikieren meistens: Wir säen direkt in Quickpot-Platten, drei bis fünf Samen je Zelle, und bekommen kleine Büschel, die wir nach drei bis vier Wochen als Ganzes im Garten verteilen. Das ist schnell, die Wurzeln bleiben ungestört, und die Büschel wachsen zu kräftigen Horsten heran.</p>
<h2>Pflanzen: nach den Eisheiligen, zu den Tomaten</h2>
<p>Ab Mitte bis Ende Mai, wenn die Nächte nicht mehr unter 15 °C fallen, kommt der Basilikum raus: ins Beet, in den Kübel oder ins Gewächshaus zu den Tomaten, wo er es am liebsten hat. Wir setzen ihn etwas tiefer, als er im Topf stand, mit 30 cm Abstand zwischen den Büscheln und 25 bis 30 cm zwischen den Reihen. Der Platz braucht Sonne, Wärme und etwas Windschutz, und die Erde muss nährstoffreich sein, am besten mit Kompost. Wer von Anfang an in gute Komposterde pflanzt, muss in der Saison nicht mehr düngen. Hat er viel Platz, wird Basilikum erstaunlich groß.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/basilikum-rotviolett-bluete.jpg" alt="Rotvioletter Basilikum mit dunklen Blättern und violetten Blütenständen im Gemüsebeet" class="wp-image-242314" width="1400" height="1385" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/basilikum-rotviolett-bluete.jpg 845w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/basilikum-rotviolett-bluete-300x297.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/basilikum-rotviolett-bluete-768x760.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/basilikum-rotviolett-bluete-600x594.jpg 600w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/basilikum-rotviolett-bluete-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px" /><figcaption>Rotvioletter Basilikum, hier in Blüte: ein paar Pflanzen lassen wir für die Insekten stehen.</figcaption></figure>
<h2>Pflege: Wasser, Sonne und ein Auge auf die Schnecken</h2>
<p>Basilikum braucht viel Wasser, aber keine nassen Füße. Wir gießen morgens, an heißen Tagen auch abends, und achten im Kübel darauf, dass das Wasser abläuft. Schädlinge haben wir kaum, nur die Schnecken mögen junge Pflanzen, also beim Pflanzen absammeln und die Büschel in den ersten Tagen im Blick behalten. Im Gewächshaus zeigt sich manchmal die Weiße Fliege, Gelbtafeln reichen meist. Kalte, nasse Wochen mag Basilikum gar nicht, dann werden die Blätter fleckig. Im Gewächshaus oder unter dem Dachvorsprung ist er davor am besten geschützt.</p>
<h2>Ernten: über dem Blattpaar schneiden</h2>
<p>Richtig geerntet wird Basilikum nicht Blatt für Blatt, sondern Trieb für Trieb: Wir schneiden die Spitze knapp über einem Blattpaar ab, dort, wo links und rechts die Blätter abgehen. Aus den beiden Blattachseln treiben dann zwei neue Triebe, die Pflanze wird mit jedem Schnitt buschiger und liefert mehr. Blütenansätze knipsen wir aus, solange wir Blätter ernten wollen, denn mit der Blüte werden die Blätter kleiner und das Aroma schwächer. Je öfter wir schneiden, desto besser, und das gilt für den grünen wie für den roten.</p>
<h2>Vermehren: Stecklinge im Wasserglas</h2>
<p>Die abgeschnittenen Triebe sind das zweite Geschenk. Die unteren Blätter kommen ab, dann stellen wir sie in ein Glas Wasser an einen warmen, hellen Platz, bei uns ins Gewächshaus. Nach ein bis zwei Wochen hängen dicke Wurzelbüschel daran. Die bewurzelten Stecklinge pflanzen wir in nährstoffreiche Erde, etwas tiefer, lassen sie zwei, drei Tage im Gewächshaus anwachsen und stellen sie dann raus. So kommen wir den ganzen Sommer über an neue Pflanzen, ohne noch einmal zu säen, und verlängern das Erntefenster bis in den Herbst. Wer mag, nimmt im September ein paar Stecklinge für die Fensterbank, das ist die beste Art, Basilikum über den Winter zu bringen.</p>
<a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/basilikum-anbauen/"><img decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2Fr-7qMj7u6N8%2Fmaxresdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<h2>Blüte, Samen und Überwintern</h2>
<p>Ein paar Pflanzen lassen wir ausblühen, die weißen und beim roten Basilikum violetten Blüten sind bei Bienen und Hummeln beliebt. Nach der Blüte reifen die Samen, wir lassen sie an der Pflanze trocknen und streifen sie ab, so haben wir das Saatgut für das nächste Jahr, denn unsere Sorten sind samenfest. Überwintern im Beet geht nicht, Basilikum ist bei uns einjährig und stirbt beim ersten kalten Wetter. Auf einer hellen, warmen Fensterbank hält sich ein Topf oder ein Herbststeckling bis in den Winter, mit kleinerer Ernte, im Frühjahr säen wir trotzdem neu.</p>
<h2>Im Topf, auf dem Balkon und in der Wohnung</h2>
<p>Im Kübel ab fünf Litern wächst Basilikum auf der sonnigen Terrasse oder dem Balkon bestens, der Mini-Basilikum sogar im Balkonkasten. Wichtig sind Abzugslöcher, tägliches Gießen und alle zwei Wochen etwas Flüssigdünger, denn im Topf ist der Kompost schnell aufgebraucht. In der Wohnung braucht er das hellste Südfenster und wird dort nie so kräftig wie draußen; der Supermarkttopf geht meist ein, weil hundert Pflanzen in einem Töpfchen stehen. Wer ihn retten will, teilt den Ballen in drei bis vier Stücke und topft sie einzeln in gute Erde.</p>
<h2>In der Küche: Pesto, trocknen, Tee</h2>
<p>Frisch ist Basilikum am besten, deshalb landet der meiste bei uns direkt im Essen oder im Pesto. Für den Vorrat frieren wir Pesto in Würfeln ein, das erhält das Aroma besser als jede andere Methode. Haben wir viel übrig, trocknen wir die Blätter im Dörrgerät bei 40 °C, ein bis zwei Tage, ohne Stängel geht es schneller, dann rebeln und in Gläser füllen. Getrocknet hält er den Winter über und riecht erstaunlich intensiv. Und dann ist da noch der Zaubertrick: Blätter des rotvioletten Basilikums mit heißem Wasser übergießen, ein paar Minuten ziehen lassen, ein Spritzer Zitrone, und der Tee wechselt von dunkelblau zu pink. Schmeckt gut und tut gut, Basilikum gilt als Wachmacher.</p>
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<h2>Gute Nachbarn</h2>
<p>Basilikum steht gern bei Starkzehrern, die ihm Schatten vor dem Mittagswind geben und mit denen er die Nährstoffe teilt: Tomaten, Zucchini, Gurken, Kohl und Kartoffeln. Auch Petersilie, Fenchel, Rosmarin und Oregano sind gute Partner. Nicht so gern steht er neben Pfefferminze und Melisse. Zu Tomaten passt er nicht nur im Beet, sondern auch im Gewächshaus zwischen den Reihen, dort nutzt er die Wärme und den Schutz.</p>
<h2>Typische Probleme und was dahintersteckt</h2>
<h3>Die Samen keimen nicht</h3>
<p>Zu kalt oder zu tief gesät. 20 bis 25 °C und nur andrücken, nicht bedecken.</p>
<h3>Die Keimlinge kippen um</h3>
<p>Zu nass und zu kühl, Umfallkrankheit. Dünner säen, wärmer stellen, morgens gießen, Luft ans Beet.</p>
<h3>Schwarze Flecken und schlaffe Blätter nach einer kalten Nacht</h3>
<p>Kälteschaden unter 10 °C. Erst nach den Eisheiligen raus, bei Kälteeinbruch abdecken oder reinholen.</p>
<h3>Die Pflanze blüht, die Blätter werden klein</h3>
<p>Zu selten geschnitten. Triebspitzen über dem Blattpaar ernten und Blütenansätze ausknipsen.</p>
<h3>Gelbe untere Blätter</h3>
<p>Hunger oder Staunässe. In Komposterde pflanzen, im Topf düngen, Wasser ablaufen lassen.</p>
<h3>Löcher in den Blättern</h3>
<p>Schnecken, vor allem an jungen Pflanzen. Absammeln, in den ersten Wochen Schneckenkragen.</p>
<h3>Der Supermarkt-Basilikum geht ein</h3>
<p>Zu dicht, zu dunkel, zu nass. Den Ballen teilen, einzeln topfen, ans Südfenster.</p>
<h2>Unsere Sorten</h2>
<p><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/basilikum/">Basilikum grün Genoveser</a>: großblättrig und starkwüchsig, der Klassiker für Pesto und Tomatensoße, ganze Bünde zu ernten. <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/basilikum-rotviolett/">Basilikum rotviolett</a>: dunkle Blätter mit nelkenartiger Würze, ein Blickfang im Beet und die Sorte für den pinken Tee. <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/mini-basilikum-saatgut/">Mini-Basilikum</a>: griechischer Buschbasilikum, kompakt und kleinblättrig, für Töpfe und Balkonkästen. Mit den passenden Tomaten zusammen gibt es ihn im <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/aussaatbox-mischkultur-10-bunte-tomaten-mit-basilikum/">Mischkulturset Bunte Tomaten mit Basilikum</a>. Alle Sorten samenfest und aus Bio-Vermehrung.</p>
<h2>Mehr zum Basilikum</h2>
<p>Das Rezept aus dem Video: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/basilikumpesto-veganes-rezept/">Basilikumpesto, vegan</a>. Die Partner im Beet haben eigene Einträge: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/tomaten-anbauen/">Tomaten anbauen</a>, <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/gurken-anbauen/">Gurken anbauen</a>, <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/zucchini-anbauen/">Zucchini anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/fenchel-anbauen/">Fenchel anbauen</a>. Alle Anleitungen findest du in der <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/gemuese-anbauen/">Übersicht Gemüse anbauen</a>.</p>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Wann Basilikum säen?</h3>
<p>April bis Mai im Gewächshaus oder auf der warmen Fensterbank, ab März nur mit viel Licht. Juni bis Juli geht auch direkt ins Beet oder in den Kübel.</p>
<h3>Wie tief Basilikum säen?</h3>
<p>Gar nicht. Basilikum ist ein Lichtkeimer: Samen auf die Erde, andrücken, höchstens hauchdünn berieseln.</p>
<h3>Welche Temperatur braucht Basilikum zum Keimen?</h3>
<p>20 bis 25 °C, dann keimt er in zwei bis vier Tagen. Unter 20 °C dauert es lange oder klappt gar nicht.</p>
<h3>Muss ich Basilikum pikieren?</h3>
<p>Aus der Schale ja, nach zwei bis drei Wochen in nährstoffreiche Erde und tiefer setzen. In Quickpots als Büschel gesät entfällt das Pikieren.</p>
<h3>Wann Basilikum ins Freiland pflanzen?</h3>
<p>Ab Mitte Mai nach den Eisheiligen, wenn die Nächte über 15 °C bleiben. Abstand 30 cm, gern zu den Tomaten.</p>
<h3>Wo Basilikum abschneiden?</h3>
<p>Die Triebspitze knapp über einem Blattpaar. Dort treibt er doppelt wieder aus und wird buschig.</p>
<h3>Wie Basilikum vermehren?</h3>
<p>Abgeschnittene Triebe ohne untere Blätter ins Wasserglas, warm und hell stellen, nach ein bis zwei Wochen mit Wurzeln einpflanzen.</p>
<h3>Was tun, wenn Basilikum blüht?</h3>
<p>Blütenansätze ausknipsen, wenn du Blätter willst. Ein paar Pflanzen blühen lassen für die Insekten und das eigene Saatgut.</p>
<h3>Kann man Basilikum überwintern?</h3>
<p>Draußen nicht, er ist einjährig. Ein Herbststeckling oder ein Topf auf der hellen, warmen Fensterbank hält bis in den Winter, im Frühjahr neu säen.</p>
<h3>Basilikum einfrieren oder trocknen?</h3>
<p>Einfrieren, am besten als Pesto in Würfeln, erhält das Aroma besser. Trocknen bei 40 °C im Dörrgerät geht auch, ein bis zwei Tage.</p>
<h3>Welcher Standort für Basilikum?</h3>
<p>Sonnig, warm, windgeschützt und nährstoffreich: Gewächshaus, Südbeet oder Kübel auf der Terrasse.</p>
<h3>Welche Nachbarn passen zum Basilikum?</h3>
<p>Tomaten, Zucchini, Gurken, Kohl, Kartoffeln, Petersilie, Fenchel, Rosmarin und Oregano. Nicht neben Pfefferminze und Melisse.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fenchel anbauen: von Ende Februar bis August satzweise säen, nicht pikieren, 30 cm Abstand, volle Sonne, nach 12 bis 14 Wochen ernten</title>
		<link>https://www.gartengemuesekiosk.de/fenchel-anbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gartengemüsekiosk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 21:55:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anbau-Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gartengemuesekiosk.de/fenchel-anbauen/</guid>

					<description><![CDATA[Fenchel ist eines dieser Gemüse, die im Garten besser schmecken als gekauft: Die Knolle ist knackig, süßlich und schmeckt nach Anis, das feine Grün würzt Salat und Suppe, und selbst die Blüten sind essbar. Der Anbau hat zwei Eigenheiten, die man kennen sollte. Erstens mag Fenchel keine Umzüge, deshalb wird er bei uns nicht pikiert. Zweitens ist sein Erntefenster kurz, nur ein bis zwei Wochen steht die Knolle perfekt, danach wird sie holzig und die Pflanze schießt. Die Lösung ist einfach: nicht einmal viel, sondern alle paar Wochen ein kleiner Satz, von Ende Februar bis in den August. Hier steht, wie wir Knollenfenchel anbauen, wann wir säen und pflanzen, warum der Abstand über die Knollengröße entscheidet, wie wir ernten und was in der Küche daraus wird. Herbst: Knollenfenchel Sampo kurz vor der Ernte, die Knolle sitzt knapp über der Erde. Fenchel auf einen Blick Aussaat Ende Februar bis Ende März im Haus vorziehen (frühe Sorte Fino), ab April direkt ins Beet, für den Herbst Juni bis Anfang August (späte Sorte Sampo); am besten alle vier Wochen ein kleiner Satz Saattiefe 1,5 bis 2 cm in nährstoffarmer Aussaaterde, zwei bis drei Samen je Topf Bodentemperatur zum Keimen 18 bis 22 °C, nach dem Keimen kühler und sehr hell stellen Pikieren nein, die Pflanzen bleiben bis zur Pflanzung im Aussaattopf Pflanzung Mitte bis Ende April ins Freiland, Herbstsatz im August; 30 cm in der Reihe, 40 cm zwischen den Reihen Kulturdauer 12 bis 14 Wochen von der Saat bis zur Knolle Ernte Juni bis Juli (Frühsatz), September bis November (Herbstsatz); je Satz nur ein bis zwei Wochen Erntefenster Standort volle Sonne, lockerer, humoser Boden, unkrautfrei und gemulcht Nährstoffbedarf Mittelzehrer, Kompost vor der Pflanzung, danach nichts mehr Wasser gleichmäßig feucht halten, bei Trockenheit wässern, sonst wird die Knolle holzig und die Pflanze schießt Frost Jungpflanzen erst nach den letzten Frösten raus; reife Herbstknollen vertragen leichte Fröste um minus zwei Grad Saatgutmenge 0,5 g reichen für rund 70 Pflanzen, also für die ganze Saison in Sätzen Knollenfenchel, Gewürzfenchel, wilder Fenchel Wenn wir von Fenchel anbauen sprechen, meinen wir den Knollenfenchel, auch Gemüsefenchel genannt. Er bildet an der Basis der Blattstiele die dicke weiße Knolle, die eigentlich gar keine Knolle ist, sondern verdickte Blattscheiden. Der Gewürzfenchel ist dieselbe Art, nur eine andere Varietät: Er macht keine Knolle, wird über einen Meter hoch und liefert die Samen für Fencheltee und Brotgewürz. Wer Fenchel für Tee anbauen möchte, sät also Gewürzfenchel, der mehrjährig ist und sich im Garten gern selbst aussät. Beide gehören zu den Doldenblütlern, derselben Familie wie Sellerie, Möhre, Pastinake und Dill. Das ist für die Fruchtfolge wichtig, dazu weiter unten mehr. Aussaat: ab Ende Februar im Haus, danach satzweise Die frühe Sorte Fino ziehen wir ab Ende Februar bis Ende März im Haus vor, am Südfenster oder unter Zusatzlicht, denn ohne viel Licht werden die Pflänzchen lang und dünn. Die Samen kommen 1,5 bis 2 cm tief in nährstoffarme Aussaaterde, bei uns aus der gedämpften Schubkarre, und zwar gleich in kleine Töpfe, zwei bis drei Samen je Topf. Zum Keimen braucht Fenchel 18 bis 22 °C. Sobald die Keimlinge da sind, stellen wir sie kühler und so hell wie möglich. Ins Gewächshaus ziehen die Töpfe um, wenn es dort tagsüber nicht mehr kalt wird. Pikiert wird der Fenchel bei uns nicht. Er mag es nicht, wenn man an seinen Wurzeln zieht, und er braucht es auch nicht: Die Pflanzen bleiben bis zur Pflanzung im Aussaattopf stehen, in der nährstoffarmen Erde, und werden dann mit dem ganzen Ballen gesetzt. Ab April kann Fenchel auch direkt ins Beet gesät werden, dann auf 30 cm vereinzeln. Für den Herbst säen wir die späte Sorte Sampo von Juni bis Anfang August, im Juni noch vorgezogen, im Juli direkt ins Beet. Der wichtigste Trick beim Fenchel ist die Satzweise. Weil jede Pflanze nur ein bis zwei Wochen lang die perfekte Knolle hat, säen wir nicht einmal viel, sondern von Ende Februar bis August etwa alle vier Wochen ein paar Töpfe, so wie wir es mit unserer monatlichen Salatplatte auch machen. Dann steht von Juni bis November immer irgendwo ein Satz kurz vor der Ernte, und keiner schießt uns weg. Fino, die frühe Sorte: flachrunde, feste Knolle, besonders schossfest. Pflanzen: Mitte April, 30 mal 40 cm, in volle Sonne Ins Freiland kommen die vorgezogenen Pflanzen bei uns Mitte bis Ende April, wenn keine Fröste mehr drohen. Wer früher dran ist, pflanzt unter Tunnel oder Flachfolie, Fino ist genau dafür gezüchtet. Der Abstand ist beim Fenchel keine Nebensache: 30 cm von Pflanze zu Pflanze und etwa 40 cm zwischen den Reihen. Stehen die Pflanzen enger, werden die Knollen kleiner, das ist zumindest unsere Erfahrung. Der Standort braucht ganz viel Sonne, einen lockeren, humosen Boden und vor der Pflanzung eine Gabe Kompost, mehr Dünger braucht Fenchel nicht. Der Herbstsatz wird im August gepflanzt, ins Beet oder ins Gewächshaus, wo die Knollen bis in den November wachsen. Pflege: gießen, mulchen, Unkraut ziehen Fenchel braucht Wasser, gleichmäßig und ohne lange Trockenphasen. Wir mulchen die Reihen, damit die Feuchtigkeit in der Erde bleibt, und wenn es wochenlang nicht regnet, schauen wir trotzdem hin und gießen. Trockenstress ist neben Kälte der häufigste Grund, warum Fenchel schießt oder holzige Knollen macht. Dazu halten wir die Reihen unkrautfrei, Fenchel braucht Luft um sich herum und verträgt keine Konkurrenz. Wer besonders weiße, zarte Knollen möchte, kann sie zwei bis drei Wochen vor der Ernte leicht anhäufeln, nötig ist das nicht. Warum Fenchel schießt Schießen heißt: Die Pflanze geht in die Blüte, statt eine Knolle zu bilden, oder die Knolle verholzt und streckt sich. Beim Fenchel passiert das aus drei Gründen. Erstens Kälte: Bekommen Jungpflanzen im Frühjahr eine kalte Woche ab, nehmen sie das als Winter und blühen danach. Deshalb die frühe Saat im Haus, die Pflanzung erst nach den Frösten und eine schossfeste Sorte wie Fino. Zweitens die langen Tage im Juni und Juli zusammen mit Trockenheit, deshalb Mulch und Wasser. Drittens das verpasste Erntefenster: Ist die Knolle reif und bleibt stehen, schießt sie innerhalb von zwei Wochen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fenchel ist eines dieser Gemüse, die im Garten besser schmecken als gekauft: Die Knolle ist knackig, süßlich und schmeckt nach Anis, das feine Grün würzt Salat und Suppe, und selbst die Blüten sind essbar. Der Anbau hat zwei Eigenheiten, die man kennen sollte. Erstens mag Fenchel keine Umzüge, deshalb wird er bei uns nicht pikiert. Zweitens ist sein Erntefenster kurz, nur ein bis zwei Wochen steht die Knolle perfekt, danach wird sie holzig und die Pflanze schießt. Die Lösung ist einfach: nicht einmal viel, sondern alle paar Wochen ein kleiner Satz, von Ende Februar bis in den August. Hier steht, wie wir Knollenfenchel anbauen, wann wir säen und pflanzen, warum der Abstand über die Knollengröße entscheidet, wie wir ernten und was in der Küche daraus wird.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/fenchel_spaet_gartengemuesekiosk.jpg" alt="Weiße Knolle des Knollenfenchels Sampo im Beet, darüber das feine, fedrige Fenchelgrün" class="wp-image-199544" width="945" height="945" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/fenchel_spaet_gartengemuesekiosk.jpg 945w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/fenchel_spaet_gartengemuesekiosk-300x300.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/fenchel_spaet_gartengemuesekiosk-150x150.jpg 150w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/fenchel_spaet_gartengemuesekiosk-768x768.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/fenchel_spaet_gartengemuesekiosk-600x600.jpg 600w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/fenchel_spaet_gartengemuesekiosk-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px" /><figcaption>Herbst: Knollenfenchel Sampo kurz vor der Ernte, die Knolle sitzt knapp über der Erde.</figcaption></figure>
<a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/fenchel-anbauen/"><img decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FxuBiyqQhwWA%2Fmaxresdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<h2>Fenchel auf einen Blick</h2>
<table>
<tbody>
<tr>
<th>Aussaat</th>
<td>Ende Februar bis Ende März im Haus vorziehen (frühe Sorte Fino), ab April direkt ins Beet, für den Herbst Juni bis Anfang August (späte Sorte Sampo); am besten alle vier Wochen ein kleiner Satz</td>
</tr>
<tr>
<th>Saattiefe</th>
<td>1,5 bis 2 cm in nährstoffarmer Aussaaterde, zwei bis drei Samen je Topf</td>
</tr>
<tr>
<th>Bodentemperatur zum Keimen</th>
<td>18 bis 22 °C, nach dem Keimen kühler und sehr hell stellen</td>
</tr>
<tr>
<th>Pikieren</th>
<td>nein, die Pflanzen bleiben bis zur Pflanzung im Aussaattopf</td>
</tr>
<tr>
<th>Pflanzung</th>
<td>Mitte bis Ende April ins Freiland, Herbstsatz im August; 30 cm in der Reihe, 40 cm zwischen den Reihen</td>
</tr>
<tr>
<th>Kulturdauer</th>
<td>12 bis 14 Wochen von der Saat bis zur Knolle</td>
</tr>
<tr>
<th>Ernte</th>
<td>Juni bis Juli (Frühsatz), September bis November (Herbstsatz); je Satz nur ein bis zwei Wochen Erntefenster</td>
</tr>
<tr>
<th>Standort</th>
<td>volle Sonne, lockerer, humoser Boden, unkrautfrei und gemulcht</td>
</tr>
<tr>
<th>Nährstoffbedarf</th>
<td>Mittelzehrer, Kompost vor der Pflanzung, danach nichts mehr</td>
</tr>
<tr>
<th>Wasser</th>
<td>gleichmäßig feucht halten, bei Trockenheit wässern, sonst wird die Knolle holzig und die Pflanze schießt</td>
</tr>
<tr>
<th>Frost</th>
<td>Jungpflanzen erst nach den letzten Frösten raus; reife Herbstknollen vertragen leichte Fröste um minus zwei Grad</td>
</tr>
<tr>
<th>Saatgutmenge</th>
<td>0,5 g reichen für rund 70 Pflanzen, also für die ganze Saison in Sätzen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Knollenfenchel, Gewürzfenchel, wilder Fenchel</h2>
<p>Wenn wir von Fenchel anbauen sprechen, meinen wir den Knollenfenchel, auch Gemüsefenchel genannt. Er bildet an der Basis der Blattstiele die dicke weiße Knolle, die eigentlich gar keine Knolle ist, sondern verdickte Blattscheiden. Der Gewürzfenchel ist dieselbe Art, nur eine andere Varietät: Er macht keine Knolle, wird über einen Meter hoch und liefert die Samen für Fencheltee und Brotgewürz. Wer Fenchel für Tee anbauen möchte, sät also Gewürzfenchel, der mehrjährig ist und sich im Garten gern selbst aussät. Beide gehören zu den Doldenblütlern, derselben Familie wie Sellerie, Möhre, Pastinake und Dill. Das ist für die Fruchtfolge wichtig, dazu weiter unten mehr.</p>
<h2>Aussaat: ab Ende Februar im Haus, danach satzweise</h2>
<p>Die frühe Sorte Fino ziehen wir ab Ende Februar bis Ende März im Haus vor, am Südfenster oder unter Zusatzlicht, denn ohne viel Licht werden die Pflänzchen lang und dünn. Die Samen kommen 1,5 bis 2 cm tief in nährstoffarme Aussaaterde, bei uns aus der gedämpften Schubkarre, und zwar gleich in kleine Töpfe, zwei bis drei Samen je Topf. Zum Keimen braucht Fenchel 18 bis 22 °C. Sobald die Keimlinge da sind, stellen wir sie kühler und so hell wie möglich. Ins Gewächshaus ziehen die Töpfe um, wenn es dort tagsüber nicht mehr kalt wird.</p>
<p>Pikiert wird der Fenchel bei uns nicht. Er mag es nicht, wenn man an seinen Wurzeln zieht, und er braucht es auch nicht: Die Pflanzen bleiben bis zur Pflanzung im Aussaattopf stehen, in der nährstoffarmen Erde, und werden dann mit dem ganzen Ballen gesetzt. Ab April kann Fenchel auch direkt ins Beet gesät werden, dann auf 30 cm vereinzeln. Für den Herbst säen wir die späte Sorte Sampo von Juni bis Anfang August, im Juni noch vorgezogen, im Juli direkt ins Beet.</p>
<p>Der wichtigste Trick beim Fenchel ist die Satzweise. Weil jede Pflanze nur ein bis zwei Wochen lang die perfekte Knolle hat, säen wir nicht einmal viel, sondern von Ende Februar bis August etwa alle vier Wochen ein paar Töpfe, so wie wir es mit unserer monatlichen Salatplatte auch machen. Dann steht von Juni bis November immer irgendwo ein Satz kurz vor der Ernte, und keiner schießt uns weg.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/fenchel-fino-knolle.jpg" alt="Flachrunde weiße Knolle des Knollenfenchels Fino auf Strohmulch, dahinter das grüne Fenchelkraut" class="wp-image-242313" width="1400" height="1254" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/fenchel-fino-knolle.jpg 893w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/fenchel-fino-knolle-300x269.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/fenchel-fino-knolle-768x688.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/fenchel-fino-knolle-600x538.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px" /><figcaption>Fino, die frühe Sorte: flachrunde, feste Knolle, besonders schossfest.</figcaption></figure>
<h2>Pflanzen: Mitte April, 30 mal 40 cm, in volle Sonne</h2>
<p>Ins Freiland kommen die vorgezogenen Pflanzen bei uns Mitte bis Ende April, wenn keine Fröste mehr drohen. Wer früher dran ist, pflanzt unter Tunnel oder Flachfolie, Fino ist genau dafür gezüchtet. Der Abstand ist beim Fenchel keine Nebensache: 30 cm von Pflanze zu Pflanze und etwa 40 cm zwischen den Reihen. Stehen die Pflanzen enger, werden die Knollen kleiner, das ist zumindest unsere Erfahrung. Der Standort braucht ganz viel Sonne, einen lockeren, humosen Boden und vor der Pflanzung eine Gabe Kompost, mehr Dünger braucht Fenchel nicht. Der Herbstsatz wird im August gepflanzt, ins Beet oder ins Gewächshaus, wo die Knollen bis in den November wachsen.</p>
<h2>Pflege: gießen, mulchen, Unkraut ziehen</h2>
<p>Fenchel braucht Wasser, gleichmäßig und ohne lange Trockenphasen. Wir mulchen die Reihen, damit die Feuchtigkeit in der Erde bleibt, und wenn es wochenlang nicht regnet, schauen wir trotzdem hin und gießen. Trockenstress ist neben Kälte der häufigste Grund, warum Fenchel schießt oder holzige Knollen macht. Dazu halten wir die Reihen unkrautfrei, Fenchel braucht Luft um sich herum und verträgt keine Konkurrenz. Wer besonders weiße, zarte Knollen möchte, kann sie zwei bis drei Wochen vor der Ernte leicht anhäufeln, nötig ist das nicht.</p>
<h2>Warum Fenchel schießt</h2>
<p>Schießen heißt: Die Pflanze geht in die Blüte, statt eine Knolle zu bilden, oder die Knolle verholzt und streckt sich. Beim Fenchel passiert das aus drei Gründen. Erstens Kälte: Bekommen Jungpflanzen im Frühjahr eine kalte Woche ab, nehmen sie das als Winter und blühen danach. Deshalb die frühe Saat im Haus, die Pflanzung erst nach den Frösten und eine schossfeste Sorte wie Fino. Zweitens die langen Tage im Juni und Juli zusammen mit Trockenheit, deshalb Mulch und Wasser. Drittens das verpasste Erntefenster: Ist die Knolle reif und bleibt stehen, schießt sie innerhalb von zwei Wochen. Der Herbstsatz ist der entspannteste, weil im Spätsommer weder Kälte noch Langtag drohen und die Knollen bei kürzer werdenden Tagen in Ruhe dick werden. Und falls doch einmal einer schießt: Die Blüten schmecken nach Anis und sind auf dem Salat eine Zierde.</p>
<h2>Ernte: ein kurzes Fenster</h2>
<p>Erntereif ist die Knolle, wenn sie etwa faustgroß ist, prall und fest, bei Sampo gern auch größer. Wir schneiden sie mit dem Messer knapp über dem Boden ab, das Grün kommt mit in die Küche. Je Satz haben wir ein bis zwei Wochen Zeit, danach wird die Knolle zäh. Der Frühsatz liefert im Juni und Juli, der Herbstsatz von September bis in den November. Im Herbst darf der Fenchel im Beet stehen bleiben, bis die ersten leichten Fröste kommen, dann wird geerntet oder Vlies aufgelegt.</p>
<p>Im Kühlschrank hält die Knolle ein bis zwei Wochen, am besten in ein feuchtes Tuch gewickelt. Für länger schneiden wir sie in Spalten, blanchieren sie zwei Minuten und frieren sie ein. Das Grün lässt sich wie Dill einfrieren oder trocknen.</p>
<h2>Im Hochbeet, im Kübel und auf dem Balkon</h2>
<p>Im Hochbeet gedeiht Fenchel sehr gut, die lockere, warme Erde ist genau sein Geschmack, die Abstände bleiben dieselben. Besonders lohnt sich dort der Herbstsatz, wenn die Sommerkulturen abgeräumt sind. Auf dem Balkon geht Fenchel im Kübel ab etwa zehn Litern, eine Pflanze je Topf, sonnig gestellt und täglich gegossen, denn im Topf trocknet die Erde schnell und Trockenheit heißt beim Fenchel Schießen.</p>
<h2>In der Küche</h2>
<p>Roh ist Fenchel am aromatischsten: fein gehobelt mit Orange, Olivenöl und Zitrone als Salat, oder einfach in Spalten zum Knabbern. Gedünstet, geschmort, aus dem Ofen oder vom Grill wird er mild und süß, ein Klassiker zu Pasta und Fisch. Das Grün würzt Suppen, Soßen und Kräuterquark, die Blüten und die später reifenden Samen schmecken wie Gewürzfenchel. Fenchel gilt als besonders bekömmlich, auch deshalb steht er bei uns so oft auf dem Teller.</p>
<h2>Gute Nachbarn und Fruchtfolge</h2>
<p>Gute Nachbarn sind Salate, Radieschen, Gurken, Sellerie und Basilikum, dazwischen gepflanzt nutzen sie den Platz, solange der Fenchel klein ist. Sellerie und Fenchel stehen bei uns gern zusammen, beide mögen es feucht und sonnig. Nicht so gern steht Fenchel neben Bohnen, Kohl und Tomaten. In der Fruchtfolge zählt Fenchel zu den Doldenblütlern: Nach Möhren, Sellerie, Pastinaken, Dill oder Petersilie lassen wir dem Beet drei bis vier Jahre Pause, bevor wieder Fenchel hinkommt.</p>
<h2>Typische Probleme und was dahintersteckt</h2>
<h3>Die Pflanze schießt und bildet keine Knolle</h3>
<p>Kälte in der Jugend, Trockenheit im Sommer oder ein verpasstes Erntefenster. Später pflanzen, schossfeste Sorte, mulchen, gießen, satzweise säen.</p>
<h3>Die Knolle bleibt klein</h3>
<p>Meist zu eng gepflanzt oder zu wenig Sonne. 30 mal 40 cm einhalten, Unkraut ziehen, nicht zu früh ernten.</p>
<h3>Die Knolle ist holzig und zäh</h3>
<p>Zu lange gestanden oder zu trocken gewachsen. Innerhalb des Erntefensters schneiden, gleichmäßig wässern.</p>
<h3>Die Jungpflanzen sind angefressen</h3>
<p>Schnecken. Beim Pflanzen absammeln, Mulch erst auflegen, wenn die Pflanzen angewachsen sind, Schneckenkragen bei starkem Druck.</p>
<h3>Grüne Raupen mit schwarzen Streifen und orangen Punkten</h3>
<p>Das ist der Schwalbenschwanz, einer unserer schönsten Schmetterlinge. Er frisst nur ein paar Blätter, die Knolle bleibt unberührt. Wir lassen ihn stehen.</p>
<h3>Klebrige Blätter, verkrüppelte Triebe</h3>
<p>Blattläuse. Mit Wasser abspritzen, Marienkäfer anlocken, die Pflanzen nicht überdüngen.</p>
<h2>Unsere Sorten</h2>
<p><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/fenchel-frueh/">Fenchel früh Fino</a>: flachrunde, feste Knollen, besonders schossfest und deshalb die Sorte für den Frühsatz ab Ende Februar, mild und leicht süßlich. <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/fenchel-spaet/">Fenchel spät Sampo</a>: dickfleischig, kugelige, schwere Knollen mit besonders viel Aroma, für die Aussaat von Juni bis August und die Ernte im Herbst. Fertig kombiniert gibt es Fenchel im <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/aussaatbox-mischkultur-5/">Mischkulturset Gurke, Paprika und Fenchel</a>. Alle Sorten samenfest und aus Bio-Vermehrung.</p>
<h2>Mehr zum Fenchel</h2>
<p>Der beste Nachbar hat seinen eigenen Eintrag: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/knollensellerie-anbauen/">Knollensellerie anbauen</a>. Was zwischen die Fenchelreihen passt, steht bei <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/salat-anbauen/">Salat anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/radieschen-anbauen/">Radieschen anbauen</a>, die Partner aus dem Mischkulturset bei <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/gurken-anbauen/">Gurken anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/paprika-anbauen/">Paprika anbauen</a>. Das Kraut dazu: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/basilikum-anbauen/">Basilikum anbauen</a>. Alle Anleitungen findest du in der <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/gemuese-anbauen/">Übersicht Gemüse anbauen</a>.</p>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Wann Fenchel säen?</h3>
<p>Die frühe Sorte von Ende Februar bis Ende März im Haus, ab April direkt ins Beet, die späte Sorte für den Herbst von Juni bis Anfang August. Am besten alle vier Wochen ein kleiner Satz.</p>
<h3>Vorziehen oder direkt säen?</h3>
<p>Für die frühe Ernte vorziehen, ab April geht auch Direktsaat. Der Herbstsatz wird im Juli direkt gesät.</p>
<h3>Wie tief und wie warm?</h3>
<p>1,5 bis 2 cm tief, 18 bis 22 °C zum Keimen, danach kühler und sehr hell.</p>
<h3>Muss ich Fenchel pikieren?</h3>
<p>Nein. Zwei bis drei Samen je Topf säen und die Pflanzen mit dem Ballen setzen, Fenchel mag keine Wurzelstörung.</p>
<h3>Welcher Abstand beim Fenchel?</h3>
<p>30 cm in der Reihe, 40 cm zwischen den Reihen. Enger gepflanzt werden die Knollen kleiner.</p>
<h3>Wann Fenchel pflanzen?</h3>
<p>Mitte bis Ende April nach den letzten Frösten, früher unter Tunnel oder Flachfolie. Den Herbstsatz im August.</p>
<h3>Warum schießt mein Fenchel?</h3>
<p>Kälte in der Jugend, Trockenheit im Sommer oder ein verpasstes Erntefenster. Später pflanzen, mulchen, gießen, rechtzeitig ernten.</p>
<h3>Wann Fenchel ernten?</h3>
<p>Wenn die Knolle faustgroß und fest ist, 12 bis 14 Wochen nach der Saat. Dann bleiben ein bis zwei Wochen, bevor sie holzig wird.</p>
<h3>Wie lange hält Fenchel?</h3>
<p>Im Kühlschrank ein bis zwei Wochen, blanchiert eingefroren mehrere Monate. Im Herbst bleibt er im Beet, bis leichte Fröste kommen.</p>
<h3>Geht Fenchel im Hochbeet oder im Topf?</h3>
<p>Ja, im Hochbeet mit denselben Abständen, im Kübel ab zehn Litern eine Pflanze, täglich gießen.</p>
<h3>Welche Nachbarn passen zum Fenchel?</h3>
<p>Salat, Radieschen, Gurken, Sellerie und Basilikum. Nicht neben Bohnen, Kohl und Tomaten, drei bis vier Jahre Pause nach anderen Doldenblütlern.</p>
<h3>Kann ich aus Knollenfenchel Tee machen?</h3>
<p>Aus dem Grün und aus den Samen ja, kräftiger ist aber der Gewürzfenchel, der keine Knolle bildet und mehrjährig ist.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chinakohl anbauen: nach der Sommersonnenwende säen, im August pflanzen, von September bis Dezember ernten, mit Pak Choi und Asiasalaten</title>
		<link>https://www.gartengemuesekiosk.de/chinakohl-anbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gartengemüsekiosk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 18:11:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anbau-Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
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					<description><![CDATA[Chinakohl ist der Kohl für Leute, die keinen Kohl mögen: zart, knackig, mild, roh im Salat so gut wie in der Pfanne, und aus dem eigenen Beet schmeckt er aromatischer und kräftiger als jeder Kopf aus dem Supermarkt. Der Trick liegt im Kalender. Chinakohl wird erst nach der Sommersonnenwende gesät, sonst schießt er statt einen Kopf zu bilden, und er hat es eilig: zehn bis zwölf Wochen von der Saat bis zum Kopf, Ernte von Mitte September bis in den Dezember. Hier steht, wie wir Chinakohl anbauen, wann wir säen, pikieren und pflanzen, warum die Kräuter dazwischen stehen, wie wir ernten und lagern und was aus den Köpfen wird, nämlich Kimchi. Dazu die kleinen Verwandten aus derselben Familie, die im Herbstbeet und im Gewächshaus bis in den Winter liefern: Pak Choi und die Asiasalate. Oktober: Chinakohl Granat, hoch und schlank, geschlossen und fest. Chinakohl auf einen Blick Aussaat Ende Juni bis Mitte August in Schalen vorziehen, Direktsaat im Juli möglich; nie vor der Sommersonnenwende Saattiefe 1 cm in nährstoffarmer Aussaaterde Bodentemperatur zum Keimen 15 bis 24 °C, bei Hitze die Schale halbschattig stellen Pikieren ja, nach zwei bis drei Wochen in 9er-Töpfe oder Quickpots, lange Keimlinge tiefer setzen Pflanzung Anfang bis Ende August, 40 cm in der Reihe, Reihen 50 cm Kulturdauer 10 bis 12 Wochen ab Aussaat Ernte Mitte September bis Anfang Dezember Standort vollsonnig, je mehr Sonne, desto fester der Kopf Nährstoffbedarf Starkzehrer, Kompost oder Kleedünger vor der Pflanzung, kein Nachdüngen nötig Wasser regelmäßig, besonders nach der Pflanzung Frost leichte Fröste ja, vor Dauerfrost ernten oder mit Vlies schützen Saatgutmenge 0,2 g sind rund 50 Pflanzen, zehn reichen einer Familie Chinakohl, Pak Choi, Asiasalat: eine Familie Unser Chinakohl Granat bildet hohe, schlanke, geschlossene Köpfe mit kräftigem, aromatischem Geschmack und Blättern, die beim Dünsten ihre Konsistenz behalten. Er sieht nicht nur anders aus als die üblichen Köpfe aus dem Supermarkt, er schmeckt auch anders: aromatischer, kräftiger und sehr, sehr knackig. Botanisch ist Chinakohl kein Kopfkohl, sondern ein Rübsen, Brassica rapa, und damit verwandt mit Pak Choi, dem Senfkohl mit den dicken weißen Stielen, mit den Asiasalaten Mizuna, Moutarde und Tokyo, die als Schnittsalat mehrfach geerntet werden, und mit Mairübe und Stielmus. Alle wachsen schnell, alle mögen es eher kühl, und alle gehören deshalb in die zweite Jahreshälfte. Für Chinakohl reichen 0,2 g Saatgut, rund 50 Pflanzen, für die Asiasalate ein Gramm je drei Quadratmeter. Warum erst nach der Sommersonnenwende Ganz klassisch säen wir Chinakohl erst nach dem 21. Juni, von Ende Juni bis Mitte August. Der Grund ist das Schossen: Chinakohl, der bei langen Tagen und ein paar kühlen Nächten heranwächst, hält das für den Frühling und schiebt eine Blüte statt einen Kopf. Mit sinkender Tageslänge im Spätsommer bleibt er beim Kopf. Deshalb gibt es bei uns keine Frühjahrsaussaat, und wer im Juni ungeduldig wird, wartet lieber noch zwei Wochen. Dasselbe gilt für Pak Choi, der im Frühjahr gesät ebenfalls gern in die Blüte geht. Aussaat und Pikieren: in Schalen, dann in Töpfe Gesät wird in Schalen mit nährstoffarmer Aussaaterde, 1 cm tief. Zum Keimen braucht das Saatgut 15 bis 24 °C, mehr nicht, und wenn es im Juli bei der Voranzucht einfach zu heiß ist, stellen wir die Schale halbschattig. Nach zwei bis drei Wochen sind die Keimlinge so weit und werden pikiert: in 9er-Töpfe oder die größeren Quickpots, in eine Erde mit mehr Nährstoffen, und wer lang gewachsene Keimlinge hat, setzt sie tiefer. In den Töpfen stehen die Jungpflanzen drei bis vier Wochen, bis das Beet frei ist. Direktsaat im Juli ins Beet geht auch, 1 cm tief, später auf 40 cm vereinzelt, nur ist die Keimung im heißen Boden unsicherer und die Schnecken freuen sich. August: Die Jungpflanzen sind so weit, das Beet nach dem Knoblauch ist frei. Pflanzen: im August, sonnig, mit Kräutern dazwischen Von Anfang bis Ende August kommen die Jungpflanzen ins Beet, und zwar auf gut gefütterten Boden: Chinakohl ist ein Starkzehrer. Je nachdem, was vorher im Beet stand, wird es aufgearbeitet, bei uns nach dem Knoblauch mit Kompost oder Kleedünger. Gute Vorkulturen sind Knoblauch, Frühkartoffeln, Zwiebeln, Dicke Bohnen und Salate, alles, was im Juli oder August abgeerntet ist. Der Standort ist absolut sonnig, je mehr Sonne, desto besser, denn der Chinakohl wächst bis in den Herbst hinein, wenn die Tage kürzer werden. Der Abstand beträgt 40 cm in der Reihe und 50 cm zwischen den Reihen. Und dann unser Kniff: Zwischen die Pflanzen setzen wir immer Kräuter, viele Kräuter, Dill, Koriander, Basilikum, Bohnenkraut. Das hält uns einige Schädlinge vom Leib. Wer Erdflöhe und Kohlweißlinge kennt, legt zusätzlich ein Gemüseschutznetz über das Beet, bis die Pflanzen kräftig sind. Pflege: gießen, mehr nicht Sobald die Jungpflanzen im Beet stehen, werfen wir ein Auge auf die Wasserversorgung und gießen bei Trockenheit, in den ersten zwei Wochen täglich die Fingerprobe. Chinakohl besteht zu großen Teilen aus Wasser, und ein Kopf, der zwischendurch Durst hatte, bleibt locker. Nachgedüngt wird nicht: Aus unserer Erfahrung war es bei vorbereitetem Boden bisher nie nötig. Mulch aus Grasschnitt hält die Erde feucht und die Köpfe sauber. Granat aufgeschnitten: fest bis ins Herz, die Rippen knackig, die Blätter zart. Ernte und Lagerung: von Mitte September bis Dezember Mitte September startet das Erntefenster, und es zieht sich tatsächlich bis in den Dezember. Reif ist der Kopf, wenn er sich fest anfühlt und oben geschlossen ist. Wir schneiden ihn mit dem Messer knapp über dem Boden ab und nehmen die äußeren Blätter weg. Wer nur ein paar Blätter braucht, kann sie auch einzeln von außen abnehmen, die Pflanze wächst weiter. Leichte Fröste bis etwa minus drei Grad verträgt Chinakohl im Beet, bei strengerem Frost legen wir ein Vlies darüber oder ernten vorher ab. Gelagert wird der Kopf kühl und feucht, in Zeitungspapier gewickelt im Keller oder im Gemüsefach, so hält er vier bis acht Wochen. Zusammenbinden muss man die Köpfe nicht, Granat schließt von selbst. Pak Choi: schnell, unkompliziert, auch halbschattig Pak Choi ist der schnelle Vetter: acht bis zehn Wochen nach der Aussaat erntereif, mit zarten Blättern und knackigen, saftigen Stielen. Gesät]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Chinakohl ist der Kohl für Leute, die keinen Kohl mögen: zart, knackig, mild, roh im Salat so gut wie in der Pfanne, und aus dem eigenen Beet schmeckt er aromatischer und kräftiger als jeder Kopf aus dem Supermarkt. Der Trick liegt im Kalender. Chinakohl wird erst nach der Sommersonnenwende gesät, sonst schießt er statt einen Kopf zu bilden, und er hat es eilig: zehn bis zwölf Wochen von der Saat bis zum Kopf, Ernte von Mitte September bis in den Dezember. Hier steht, wie wir Chinakohl anbauen, wann wir säen, pikieren und pflanzen, warum die Kräuter dazwischen stehen, wie wir ernten und lagern und was aus den Köpfen wird, nämlich Kimchi. Dazu die kleinen Verwandten aus derselben Familie, die im Herbstbeet und im Gewächshaus bis in den Winter liefern: Pak Choi und die Asiasalate.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-kopf.jpg" alt="Jen hält einen hohen, schlanken Chinakohl Granat mit hellgrünem Kopf und weißen Rippen vor dem Beet" class="wp-image-242292" width="1270" height="1400" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-kopf.jpg 1270w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-kopf-272x300.jpg 272w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-kopf-929x1024.jpg 929w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-kopf-768x847.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-kopf-600x661.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1270px) 100vw, 1270px" /><figcaption>Oktober: Chinakohl Granat, hoch und schlank, geschlossen und fest.</figcaption></figure>
<a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/chinakohl-anbauen/"><img decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2Fk96mPbDadyI%2Fmaxresdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<h2>Chinakohl auf einen Blick</h2>
<table>
<tbody>
<tr>
<th>Aussaat</th>
<td>Ende Juni bis Mitte August in Schalen vorziehen, Direktsaat im Juli möglich; nie vor der Sommersonnenwende</td>
</tr>
<tr>
<th>Saattiefe</th>
<td>1 cm in nährstoffarmer Aussaaterde</td>
</tr>
<tr>
<th>Bodentemperatur zum Keimen</th>
<td>15 bis 24 °C, bei Hitze die Schale halbschattig stellen</td>
</tr>
<tr>
<th>Pikieren</th>
<td>ja, nach zwei bis drei Wochen in 9er-Töpfe oder Quickpots, lange Keimlinge tiefer setzen</td>
</tr>
<tr>
<th>Pflanzung</th>
<td>Anfang bis Ende August, 40 cm in der Reihe, Reihen 50 cm</td>
</tr>
<tr>
<th>Kulturdauer</th>
<td>10 bis 12 Wochen ab Aussaat</td>
</tr>
<tr>
<th>Ernte</th>
<td>Mitte September bis Anfang Dezember</td>
</tr>
<tr>
<th>Standort</th>
<td>vollsonnig, je mehr Sonne, desto fester der Kopf</td>
</tr>
<tr>
<th>Nährstoffbedarf</th>
<td>Starkzehrer, Kompost oder Kleedünger vor der Pflanzung, kein Nachdüngen nötig</td>
</tr>
<tr>
<th>Wasser</th>
<td>regelmäßig, besonders nach der Pflanzung</td>
</tr>
<tr>
<th>Frost</th>
<td>leichte Fröste ja, vor Dauerfrost ernten oder mit Vlies schützen</td>
</tr>
<tr>
<th>Saatgutmenge</th>
<td>0,2 g sind rund 50 Pflanzen, zehn reichen einer Familie</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Chinakohl, Pak Choi, Asiasalat: eine Familie</h2>
<p>Unser <strong>Chinakohl Granat</strong> bildet hohe, schlanke, geschlossene Köpfe mit kräftigem, aromatischem Geschmack und Blättern, die beim Dünsten ihre Konsistenz behalten. Er sieht nicht nur anders aus als die üblichen Köpfe aus dem Supermarkt, er schmeckt auch anders: aromatischer, kräftiger und sehr, sehr knackig. Botanisch ist Chinakohl kein Kopfkohl, sondern ein Rübsen, <em>Brassica rapa</em>, und damit verwandt mit <strong>Pak Choi</strong>, dem Senfkohl mit den dicken weißen Stielen, mit den <strong>Asiasalaten</strong> Mizuna, Moutarde und Tokyo, die als Schnittsalat mehrfach geerntet werden, und mit Mairübe und Stielmus. Alle wachsen schnell, alle mögen es eher kühl, und alle gehören deshalb in die zweite Jahreshälfte. Für Chinakohl reichen 0,2 g Saatgut, rund 50 Pflanzen, für die Asiasalate ein Gramm je drei Quadratmeter.</p>
<h2>Warum erst nach der Sommersonnenwende</h2>
<p>Ganz klassisch säen wir Chinakohl erst nach dem 21. Juni, von Ende Juni bis Mitte August. Der Grund ist das Schossen: Chinakohl, der bei langen Tagen und ein paar kühlen Nächten heranwächst, hält das für den Frühling und schiebt eine Blüte statt einen Kopf. Mit sinkender Tageslänge im Spätsommer bleibt er beim Kopf. Deshalb gibt es bei uns keine Frühjahrsaussaat, und wer im Juni ungeduldig wird, wartet lieber noch zwei Wochen. Dasselbe gilt für Pak Choi, der im Frühjahr gesät ebenfalls gern in die Blüte geht.</p>
<h2>Aussaat und Pikieren: in Schalen, dann in Töpfe</h2>
<p>Gesät wird in Schalen mit nährstoffarmer Aussaaterde, 1 cm tief. Zum Keimen braucht das Saatgut 15 bis 24 °C, mehr nicht, und wenn es im Juli bei der Voranzucht einfach zu heiß ist, stellen wir die Schale halbschattig. Nach zwei bis drei Wochen sind die Keimlinge so weit und werden pikiert: in 9er-Töpfe oder die größeren Quickpots, in eine Erde mit mehr Nährstoffen, und wer lang gewachsene Keimlinge hat, setzt sie tiefer. In den Töpfen stehen die Jungpflanzen drei bis vier Wochen, bis das Beet frei ist. Direktsaat im Juli ins Beet geht auch, 1 cm tief, später auf 40 cm vereinzelt, nur ist die Keimung im heißen Boden unsicherer und die Schnecken freuen sich.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2021/07/IMG_2854_jen_aussat_2021_august_chinakohl-Kopie-1.jpg" alt="Jen steht lachend im Gemüsegarten und hält in beiden Händen Töpfe mit Chinakohl-Jungpflanzen" class="wp-image-112350" width="2008" height="1208" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2021/07/IMG_2854_jen_aussat_2021_august_chinakohl-Kopie-1.jpg 2008w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2021/07/IMG_2854_jen_aussat_2021_august_chinakohl-Kopie-1-300x180.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2021/07/IMG_2854_jen_aussat_2021_august_chinakohl-Kopie-1-1024x616.jpg 1024w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2021/07/IMG_2854_jen_aussat_2021_august_chinakohl-Kopie-1-768x462.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2021/07/IMG_2854_jen_aussat_2021_august_chinakohl-Kopie-1-1536x924.jpg 1536w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2021/07/IMG_2854_jen_aussat_2021_august_chinakohl-Kopie-1-1320x794.jpg 1320w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2021/07/IMG_2854_jen_aussat_2021_august_chinakohl-Kopie-1-600x361.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 2008px) 100vw, 2008px" /><figcaption>August: Die Jungpflanzen sind so weit, das Beet nach dem Knoblauch ist frei.</figcaption></figure>
<h2>Pflanzen: im August, sonnig, mit Kräutern dazwischen</h2>
<p>Von Anfang bis Ende August kommen die Jungpflanzen ins Beet, und zwar auf gut gefütterten Boden: Chinakohl ist ein Starkzehrer. Je nachdem, was vorher im Beet stand, wird es aufgearbeitet, bei uns nach dem Knoblauch mit Kompost oder Kleedünger. Gute Vorkulturen sind Knoblauch, Frühkartoffeln, Zwiebeln, Dicke Bohnen und Salate, alles, was im Juli oder August abgeerntet ist. Der Standort ist absolut sonnig, je mehr Sonne, desto besser, denn der Chinakohl wächst bis in den Herbst hinein, wenn die Tage kürzer werden. Der Abstand beträgt 40 cm in der Reihe und 50 cm zwischen den Reihen. Und dann unser Kniff: Zwischen die Pflanzen setzen wir immer Kräuter, viele Kräuter, Dill, Koriander, Basilikum, Bohnenkraut. Das hält uns einige Schädlinge vom Leib. Wer Erdflöhe und Kohlweißlinge kennt, legt zusätzlich ein Gemüseschutznetz über das Beet, bis die Pflanzen kräftig sind.</p>
<h2>Pflege: gießen, mehr nicht</h2>
<p>Sobald die Jungpflanzen im Beet stehen, werfen wir ein Auge auf die Wasserversorgung und gießen bei Trockenheit, in den ersten zwei Wochen täglich die Fingerprobe. Chinakohl besteht zu großen Teilen aus Wasser, und ein Kopf, der zwischendurch Durst hatte, bleibt locker. Nachgedüngt wird nicht: Aus unserer Erfahrung war es bei vorbereitetem Boden bisher nie nötig. Mulch aus Grasschnitt hält die Erde feucht und die Köpfe sauber.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-aufgeschnitten.jpg" alt="Längs aufgeschnittene Chinakohlköpfe mit hellgelbem Herz und weißen Rippen liegen nebeneinander" class="wp-image-242293" width="1752" height="1290" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-aufgeschnitten.jpg 1752w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-aufgeschnitten-300x221.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-aufgeschnitten-1024x754.jpg 1024w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-aufgeschnitten-768x565.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-aufgeschnitten-1536x1131.jpg 1536w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-aufgeschnitten-1320x972.jpg 1320w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chinakohl-granat-aufgeschnitten-600x442.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1752px) 100vw, 1752px" /><figcaption>Granat aufgeschnitten: fest bis ins Herz, die Rippen knackig, die Blätter zart.</figcaption></figure>
<h2>Ernte und Lagerung: von Mitte September bis Dezember</h2>
<p>Mitte September startet das Erntefenster, und es zieht sich tatsächlich bis in den Dezember. Reif ist der Kopf, wenn er sich fest anfühlt und oben geschlossen ist. Wir schneiden ihn mit dem Messer knapp über dem Boden ab und nehmen die äußeren Blätter weg. Wer nur ein paar Blätter braucht, kann sie auch einzeln von außen abnehmen, die Pflanze wächst weiter. Leichte Fröste bis etwa minus drei Grad verträgt Chinakohl im Beet, bei strengerem Frost legen wir ein Vlies darüber oder ernten vorher ab. Gelagert wird der Kopf kühl und feucht, in Zeitungspapier gewickelt im Keller oder im Gemüsefach, so hält er vier bis acht Wochen. Zusammenbinden muss man die Köpfe nicht, Granat schließt von selbst.</p>
<h2>Pak Choi: schnell, unkompliziert, auch halbschattig</h2>
<p>Pak Choi ist der schnelle Vetter: acht bis zehn Wochen nach der Aussaat erntereif, mit zarten Blättern und knackigen, saftigen Stielen. Gesät wird von August bis September, 1 bis 2 cm tief, in Schalen, die schattig stehen und feucht gehalten werden, bei 18 bis 22 °C keimt er in wenigen Tagen. Die Keimlinge werden pikiert, eine Direktsaat im Freiland ist möglich, erfahrungsgemäß aber etwas schwieriger. Gepflanzt wird auf 25 x 25 cm, sonnig oder halbschattig, in lockeren Boden. Wichtig sind nur regelmäßiges Wasser und ausreichend Nährstoffe, dann gibt es nichts zu tun. Geerntet wird der ganze Kopf oder Blatt für Blatt von außen, und wie der Chinakohl geht er ab Dezember unter ein Vlies. Roh im Salat, gegart in Gemüsepfanne, Curry oder Suppe, die Stiele zuerst in den Wok, die Blätter zuletzt.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/pack_choi.jpg" alt="Pak Choi mit dicken weißen Blattstielen und großen grünen Blättern wächst auf Strohmulch im Beet" class="wp-image-178199" width="1181" height="1181" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/pack_choi.jpg 1181w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/pack_choi-300x300.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/pack_choi-1024x1024.jpg 1024w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/pack_choi-150x150.jpg 150w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/pack_choi-768x768.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/pack_choi-600x600.jpg 600w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/pack_choi-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 1181px) 100vw, 1181px" /><figcaption>Pak Choi im Oktober: weiße Stiele, zarte Blätter, zehn Wochen nach der Saat.</figcaption></figure>
<h2>Asiasalate: säen, schneiden, wieder schneiden</h2>
<p>Die Asiasalate sind die Blattverwandten für den Herbst und Winter, und sie sind die dankbarsten Pflanzen in dieser Familie. Gesät wird von Juli bis Oktober ins Freiland und von November bis Dezember ins Gewächshaus, 1 bis 2 cm tief, in Reihen mit 15 bis 25 cm Abstand, später auf 20 bis 30 cm vereinzelt, oder breitwürfig als Schnittsalat. Der erste Schnitt ist drei bis fünf Wochen nach der Aussaat möglich, Mizuna lässt sich bis zu fünfmal beernten. Sie sind Schwachzehrer, brauchen keinen Dünger, wachsen sonnig wie halbschattig, im Hochbeet und im Topf, und sie sind frosthart bis etwa minus zehn Grad, Tokyo mit etwas Schutz. Unsere drei: <strong>Mizuna</strong>, hellgrün, fein gefiedert, mild, der Klassiker für die Schale; <strong>Moutarde Rouge Metis</strong>, intensiv rote, gezackte Blätter mit angenehmer Senfschärfe; <strong>Tokyo</strong>, gewellte große Blätter, süßlich mild, zum Kochen wie zum Naschen. Roh im Salat, auf dem Brot oder kurz durch die heiße Pfanne gezogen.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/rouge-Kopie.jpg" alt="Asiasalat Moutarde Rouge Metis mit dunkelroten, fein gezackten Blättern an grünen Stielen, mit Regentropfen" class="wp-image-177899" width="1898" height="1898" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/rouge-Kopie.jpg 1898w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/rouge-Kopie-300x300.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/rouge-Kopie-1024x1024.jpg 1024w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/rouge-Kopie-150x150.jpg 150w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/rouge-Kopie-768x768.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/rouge-Kopie-1536x1536.jpg 1536w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/rouge-Kopie-600x600.jpg 600w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/rouge-Kopie-1320x1320.jpg 1320w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/rouge-Kopie-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 1898px) 100vw, 1898px" /><figcaption>Moutarde Rouge Metis: rot, fein gezackt, mit einer Schärfe, die im Salat genau richtig ist.</figcaption></figure>
<h2>In der Küche: Gemüsepfanne, Schiffchen und Kimchi</h2>
<p>Wir essen Chinakohl unheimlich gern in der Gemüsepfanne, und die ganzen Blätter nehmen wir als Schiffchen für Rohkostsalate, roh mit Mandeln und Mandarinen oder gedünstet als Beilage. Und wo er natürlich nicht fehlen darf, ist beim Kimchi: eingesalzene Blätter, gewässert, in Stücke geschnitten, mit Rettich, Möhre, Knoblauch, Ingwer und Chili in die Gläser und fermentiert, der Immunbooster für den Winter. Wie wir das machen, steht im Beitrag <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/kimchi-gemuese-fermentieren/">Kimchi, Gemüse fermentieren</a> und im Video:</p>
<a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/chinakohl-anbauen/"><img decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2F_HSUw_icwUg%2Fmaxresdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<h2>Gute Nachbarn und Fruchtfolge</h2>
<p>Gern steht der Chinakohl mit Endivien, Tomaten, Sellerie und Erbsen, und vor allem mit Kräutern dazwischen. Mit anderen Kohlpflanzen zusammen steht er nicht so gern, sie teilen die Schädlinge und den Hunger. In der Fruchtfolge zählt er wie Pak Choi, Asiasalat, Rettich und alle Kohlarten zu den Kreuzblütlern: vier Jahre Pause auf demselben Beet, sonst droht Kohlhernie. Als Nachkultur ab August ist er ideal, nach ihm kommt im Frühjahr ein Schwachzehrer oder die Erbse.</p>
<h2>Typische Probleme und was dahintersteckt</h2>
<h3>Die Pflanze schießt und blüht statt einen Kopf zu bilden</h3>
<p>Zu früh gesät oder eine kalte Woche nach der Pflanzung. Erst nach der Sommersonnenwende säen, Jungpflanzen nicht zu lange im Topf lassen.</p>
<h3>Kleine Löcher in den Blättern</h3>
<p>Erdflöhe, vor allem bei Trockenheit. Gießen, mulchen, Netz, Kräuter dazwischen.</p>
<h3>Große Fraßstellen und grüne Raupen</h3>
<p>Kohlweißling. Raupen absammeln, Gemüseschutznetz von Anfang an.</p>
<h3>Der Kopf bleibt locker</h3>
<p>Zu wenig Sonne, zu wenig Wasser oder zu spät gepflanzt. Vollsonnig, regelmäßig gießen, bis Ende August pflanzen.</p>
<h3>Welke Pflanzen mit verdickten Wurzeln</h3>
<p>Kohlhernie. Pflanzen entfernen, nicht kompostieren, vier Jahre keine Kreuzblütler auf dem Beet, Boden kalken.</p>
<h3>Faule Stellen im Kopf nach Frost</h3>
<p>Dauerfrost ohne Schutz. Vor strengem Frost ernten oder Vlies auflegen.</p>
<h2>Unsere Sorten</h2>
<ul>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/chinakohl/">Chinakohl Granat</a>: hohe, schlanke, geschlossene Köpfe, kräftig und aromatisch, zum Dünsten, für Salat und Kimchi. 0,2 g für rund 50 Pflanzen, samenfest und bio.</li>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/pakchoi/">Pak Choi</a>: acht bis zehn Wochen bis zur Ernte, knackige weiße Stiele, für Wok, Curry und Salat. 0,2 g.</li>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/mizuna-asiasalat/">Asiasalat Mizuna</a>: hellgrün, gefiedert, mild, bis zu fünf Schnitte, frosthart. 1 g für 3 m².</li>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/moutarde-rouge-metis-asiasalat/">Asiasalat Moutarde Rouge Metis</a>: rote, gezackte Blätter mit Senfschärfe. 1 g.</li>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/asiasalat-tokyo-saatgut/">Asiasalat Tokyo</a>: große gewellte Blätter, süßlich mild, mit Schutz winterfest. 1 g.</li>
</ul>
<p>Alle Kohlarten findest du in der Kategorie <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product-category/saatgut/kohlgemuese/">Kohlgemüse</a>, die Asiasalate unter <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product-category/saatgut/blattgemuese/">Blattgemüse</a>, die Aussaatzeiten im <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product-category/aussaatkalender/">Aussaatkalender</a>. Warum wir nur samenfestes Saatgut führen, steht im <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/samenfestes-saatgut/">Ratgeber</a>.</p>
<h2>Mehr zum Chinakohl</h2>
<ul>
<li>Was aus den Köpfen wird: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/kimchi-gemuese-fermentieren/">Kimchi, Gemüse fermentieren</a></li>
<li>Die Kopfkohle für den Winter: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/weisskohl-anbauen/">Weißkohl anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/wirsing-anbauen/">Wirsing anbauen</a></li>
<li>Die Vorkultur im Beet: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/knoblauch-anbauen/">Knoblauch anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/kartoffeln-anbauen/">Kartoffeln anbauen</a></li>
<li>Die anderen Wintersalate: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/feldsalat-anbauen/">Feldsalat anbauen</a>, <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/spinat-anbauen/">Spinat anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/endiviensalat-anbauen/">Endiviensalat anbauen</a></li>
</ul>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Wann Chinakohl säen?</h3>
<p>Von Ende Juni bis Mitte August, nie vor der Sommersonnenwende, sonst schießt er. Pflanzung im August, Ernte ab Mitte September.</p>
<h3>Vorziehen oder direkt säen?</h3>
<p>Wir ziehen vor und pikieren nach zwei bis drei Wochen. Direktsaat im Juli geht, ist aber wegen Hitze und Schnecken unsicherer.</p>
<h3>Wie tief und wie warm?</h3>
<p>1 cm tief, 15 bis 24 °C zum Keimen. Bei Hitze die Schale halbschattig stellen.</p>
<h3>Welcher Abstand beim Chinakohl?</h3>
<p>40 cm in der Reihe, 50 cm zwischen den Reihen. Dazwischen Kräuter.</p>
<h3>Muss ich Chinakohl düngen?</h3>
<p>Vor der Pflanzung Kompost oder Kleedünger, danach nicht mehr. Wichtiger ist regelmäßiges Gießen.</p>
<h3>Wann Chinakohl ernten?</h3>
<p>Von Mitte September bis Anfang Dezember, wenn der Kopf fest und oben geschlossen ist. Einzelne Blätter gehen auch.</p>
<h3>Wie lange hält Chinakohl?</h3>
<p>In Zeitungspapier gewickelt, kühl und feucht, vier bis acht Wochen. Im Beet mit Vlies bis in den Dezember.</p>
<h3>Verträgt Chinakohl Frost?</h3>
<p>Leichte Fröste bis etwa minus drei Grad ja. Davor ernten oder Vlies auflegen.</p>
<h3>Wann Pak Choi säen?</h3>
<p>August bis September, Keimung bei 18 bis 22 °C, Ernte nach acht bis zehn Wochen. Frühjahrsaussaaten schießen leicht.</p>
<h3>Wann Asiasalat säen?</h3>
<p>Juli bis Oktober ins Beet, November bis Dezember ins Gewächshaus. Erster Schnitt nach drei bis fünf Wochen, frosthart bis minus zehn Grad.</p>
<h3>Welche Nachbarn passen zum Chinakohl?</h3>
<p>Endivien, Tomaten, Sellerie, Erbsen und Kräuter. Nicht neben andere Kohlarten, vier Jahre Pause für Kreuzblütler.</p>
<h3>Was tun gegen Löcher in den Blättern?</h3>
<p>Erdflöhe. Feucht halten, mulchen, Netz auflegen. Große Fraßstellen kommen vom Kohlweißling, Raupen absammeln.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chili anbauen: im Dezember säen, warm keimen lassen, zu zweit in den Kübel an die Hauswand, von August bis Dezember ernten</title>
		<link>https://www.gartengemuesekiosk.de/chili-anbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gartengemüsekiosk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 05:14:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anbau-Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
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					<description><![CDATA[Chili ist die erste Aussaat des Jahres, bei uns oft schon in der Woche nach Weihnachten, wenn draußen nichts geht und die Wärmematte unter der Pflanzenleuchte wieder Strom bekommt. Der Grund ist einfach: Von der Saat bis zur ersten reifen Schote vergehen 18 bis 20 Wochen, und die Pflanze will es dabei durchgehend wärmer als jede Tomate und sogar als die Paprika. Wer im Dezember oder Januar startet, erntet ab August und, bei uns an der Hauswand, bis in den Dezember hinein. Hier steht, wie wir Chili anbauen: warum die Keimung ohne Licht, aber nicht ohne Heizung geht, wieso die Jungpflanzen nach dem Keimen kühler stehen müssen, weshalb wir immer zwei Pflanzen in einen Kübel setzen, wie knappes Wasser die Schärfe erhöht, was man mit zu vielen Schoten macht und ob sich das Überwintern lohnt. Dazu unsere beiden Sorten, die mild und scharf abdecken: Jalapeño und Cayenne. September: Jalapeños aus den Kübeln, schüsselweise, die Grundlage für unsere Sriracha. Chili auf einen Blick Aussaat Dezember bis Februar im Haus, spätestens Anfang März, bis März nur mit Pflanzenleuchte Saattiefe 0,5 bis 1 cm in Aussaaterde Bodentemperatur zum Keimen 20 bis 25 °C, gern 23 bis 26 °C, Keimdauer eine bis vier Wochen, Licht nicht nötig Pikieren ja, tiefer setzen, danach kühler bei 15 bis 20 °C und sehr hell Pflanzung Gewächshaus ab Ende April, Kübel und Beet nach den Eisheiligen. 50 cm in der Reihe, 70 cm zwischen den Reihen, immer zwei Pflanzen zusammen Kulturdauer 18 bis 20 Wochen ab Aussaat Ernte August bis Dezember, grün oder ausgefärbt Standort so warm wie möglich: Kübel an der Südwand, Terrasse, Gewächshaus. Freiland nur geschützt Nährstoffbedarf Starkzehrer Wasser Fingerprobe, eher knapp. Weniger Wasser macht die Schoten schärfer Frost keiner, nachts nicht unter 10 °C Saatgutmenge 12 Korn sind rund 9 Pflanzen, zwei bis vier reichen für ein Jahr Schärfe Mild bis feurig: Jalapeño, Cayenne und der Gewürzpaprika Chili und Paprika sind dieselbe Art, nur mit Schärfe. Die sitzt nicht in den Kernen, wie oft behauptet, sondern in den weißen Scheidewänden, an denen die Kerne hängen, und sie lässt sich über die Sorte einstellen. Unsere Chili Jalapeño ist der Einstieg: dickfleischige, rund 7 cm lange Früchte mit abgerundeter Spitze, die von Grün nach Rot reifen, Schärfegrad 3 von 10, fruchtig und angenehm. Die feinen hellen Risse in der Schale, die Verkorkungen, sind kein Fehler, sondern das Sortenmerkmal. Die Chili de Cayenne ist der Klassiker für alle, die es wirklich scharf mögen: schlanke, 11 cm lange Schoten, die rot abreifen, Schärfegrad 6, an einer Pflanze von rund einem Meter Höhe, die auch im Topf mit 10 bis 20 Litern gut trägt. Dazwischen liegt der Türkische Gewürzpaprika, schärfer als die Jalapeño, süß und intensiv, bei uns die Sorte fürs Pulver. Alle drei sind samenfest, zwölf Korn im Tütchen sind rund neun Pflanzen, und zwei bis vier Chilipflanzen versorgen eine Familie ein Jahr lang. Aussaat im Dezember: die erste Saat des Jahres Wer Chili anbauen will, muss früh anfangen. Ganz früh geht schon im Dezember, bei uns ist es meist der Januar, und bis Anfang März sollte gesät sein, sonst reicht der Sommer nicht für die Ausfärbung. Bis März brauchen die Jungpflanzen eine Pflanzenleuchte, das Fensterlicht ist um diese Zeit zu wenig. Gesät wird in Aussaaterde in unseren blauen Schalen: Erde einfüllen, leicht andrücken, die Körner mit regelmäßigem Abstand verteilen, das erleichtert später das Pikieren, rund 1 cm Erde darüber, wieder andrücken, angießen. Beschriften nicht vergessen, gerade bei mehreren Sorten sehen die Keimlinge alle gleich aus. Dann kommt das Wichtigste: Wärme. Chili keimt ab 20 °C, lieber bei 23 bis 26 °C, und dafür braucht die Schale noch kein Licht. Sie kann dunkel stehen, auf der Heizung, oder sie bekommt bei uns eine Wärmematte unter den Boden und eine Plexiglasplatte obendrauf, die die Feuchtigkeit hält. Wie lange die Keimung dauert, ist Glückssache: eine Woche bei frischem Saatgut und guter Wärme, bis zu vier Wochen bei älterem Saatgut, anderer Sorte oder zu kühlem Platz. Also nicht nervös werden und nicht nachsäen, bevor vier Wochen um sind. Was hilft, wenn Chili nicht keimen will: nachmessen, ob die Erde wirklich über 20 °C hat, die Erde vor dem Säen auf Zimmertemperatur bringen und die Körner vorher 24 Stunden in lauwarmem Kamillentee einweichen, das bringt zögerliche Samen auf die Sprünge. Nach dem Keimen: Licht, kühler stellen, pikieren Sobald die ersten Keimlinge stehen, ändert sich alles. Jetzt braucht die Schale viel Licht, und sie muss kühler: nicht mehr über 20 °C, sondern 15 bis 20 °C. Bleibt sie auf der Wärmematte, schießen die Pflänzchen dem Licht entgegen und werden lang, dünn und instabil. Wenn die Keimblätter voll entfaltet sind und das erste echte Blattpaar herausschaut, wird pikiert: mit dem Pikierstäbchen vorsichtig heben, an den Blättern anfassen, nie am Stängel, und in Töpfchen mit Aussaaterde setzen, deutlich tiefer als vorher, bis knapp unter die Keimblätter. Zeigen die Pflänzchen danach gelbliche Blätter oder sehen schlapp aus, arbeiten wir mit einem Flüssigdünger nach. Wird der Topf im März zu klein, topfen wir noch einmal um, wieder tiefer, jetzt in Komposterde. Bilden kleine Pflanzen im April schon Blüten, brechen wir sie aus wie bei der Paprika: erst wachsen, dann tragen. Jalapeño im Kübel: an den Stab gebunden, die Früchte reifen von Grün nach Rot. Abhärten und pflanzen: zu zweit in den Kübel Ab April tragen wir die Jungpflanzen tagsüber nach draußen, damit sie sich an die Sonne gewöhnen: erst in den Schatten, dann stundenweise in die Sonne, nach zwei Wochen vollsonnig, nachts kommen sie rein, solange es unter 10 °C fällt. Nach den Eisheiligen Mitte Mai wird gepflanzt, ins Gewächshaus auch schon ab Ende April. Und hier unterscheidet sich der Chili von der Paprika: Fürs offene Freiland ist er bei uns im Norden nicht wirklich gemacht, er will es noch ein Stück wärmer. Sein Platz ist der Kübel an der Südwand des Hauses, die Terrasse oder das Gewächshaus, dort trägt er am meisten. Wer ihn ins Beet setzt, nimmt die geschützteste, sonnigste Ecke. Chili ist ein Starkzehrer, die Erde braucht Kraft: Wir mischen Komposterde mit abgelagertem Pferdemist]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Chili ist die erste Aussaat des Jahres, bei uns oft schon in der Woche nach Weihnachten, wenn draußen nichts geht und die Wärmematte unter der Pflanzenleuchte wieder Strom bekommt. Der Grund ist einfach: Von der Saat bis zur ersten reifen Schote vergehen 18 bis 20 Wochen, und die Pflanze will es dabei durchgehend wärmer als jede Tomate und sogar als die Paprika. Wer im Dezember oder Januar startet, erntet ab August und, bei uns an der Hauswand, bis in den Dezember hinein. Hier steht, wie wir Chili anbauen: warum die Keimung ohne Licht, aber nicht ohne Heizung geht, wieso die Jungpflanzen nach dem Keimen kühler stehen müssen, weshalb wir immer zwei Pflanzen in einen Kübel setzen, wie knappes Wasser die Schärfe erhöht, was man mit zu vielen Schoten macht und ob sich das Überwintern lohnt. Dazu unsere beiden Sorten, die mild und scharf abdecken: Jalapeño und Cayenne.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/11/sriracha_blog_ggk.jpg" alt="Hände des Gärtners in einer Emailleschüssel voller roter Jalapeño-Chilis, daneben ein Korb mit weiteren Früchten auf dem Rasen" class="wp-image-225475" width="945" height="945" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/11/sriracha_blog_ggk.jpg 945w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/11/sriracha_blog_ggk-300x300.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/11/sriracha_blog_ggk-150x150.jpg 150w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/11/sriracha_blog_ggk-768x768.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/11/sriracha_blog_ggk-600x600.jpg 600w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2025/11/sriracha_blog_ggk-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px" /><figcaption>September: Jalapeños aus den Kübeln, schüsselweise, die Grundlage für unsere Sriracha.</figcaption></figure>
<a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/chili-anbauen/"><img decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2F04qFH9PxLJE%2Fmaxresdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<h2>Chili auf einen Blick</h2>
<table>
<tbody>
<tr>
<th>Aussaat</th>
<td>Dezember bis Februar im Haus, spätestens Anfang März, bis März nur mit Pflanzenleuchte</td>
</tr>
<tr>
<th>Saattiefe</th>
<td>0,5 bis 1 cm in Aussaaterde</td>
</tr>
<tr>
<th>Bodentemperatur zum Keimen</th>
<td>20 bis 25 °C, gern 23 bis 26 °C, Keimdauer eine bis vier Wochen, Licht nicht nötig</td>
</tr>
<tr>
<th>Pikieren</th>
<td>ja, tiefer setzen, danach kühler bei 15 bis 20 °C und sehr hell</td>
</tr>
<tr>
<th>Pflanzung</th>
<td>Gewächshaus ab Ende April, Kübel und Beet nach den Eisheiligen. 50 cm in der Reihe, 70 cm zwischen den Reihen, immer zwei Pflanzen zusammen</td>
</tr>
<tr>
<th>Kulturdauer</th>
<td>18 bis 20 Wochen ab Aussaat</td>
</tr>
<tr>
<th>Ernte</th>
<td>August bis Dezember, grün oder ausgefärbt</td>
</tr>
<tr>
<th>Standort</th>
<td>so warm wie möglich: Kübel an der Südwand, Terrasse, Gewächshaus. Freiland nur geschützt</td>
</tr>
<tr>
<th>Nährstoffbedarf</th>
<td>Starkzehrer</td>
</tr>
<tr>
<th>Wasser</th>
<td>Fingerprobe, eher knapp. Weniger Wasser macht die Schoten schärfer</td>
</tr>
<tr>
<th>Frost</th>
<td>keiner, nachts nicht unter 10 °C</td>
</tr>
<tr>
<th>Saatgutmenge</th>
<td>12 Korn sind rund 9 Pflanzen, zwei bis vier reichen für ein Jahr Schärfe</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Mild bis feurig: Jalapeño, Cayenne und der Gewürzpaprika</h2>
<p>Chili und Paprika sind dieselbe Art, nur mit Schärfe. Die sitzt nicht in den Kernen, wie oft behauptet, sondern in den weißen Scheidewänden, an denen die Kerne hängen, und sie lässt sich über die Sorte einstellen. Unsere <strong>Chili Jalapeño</strong> ist der Einstieg: dickfleischige, rund 7 cm lange Früchte mit abgerundeter Spitze, die von Grün nach Rot reifen, Schärfegrad 3 von 10, fruchtig und angenehm. Die feinen hellen Risse in der Schale, die Verkorkungen, sind kein Fehler, sondern das Sortenmerkmal. Die <strong>Chili de Cayenne</strong> ist der Klassiker für alle, die es wirklich scharf mögen: schlanke, 11 cm lange Schoten, die rot abreifen, Schärfegrad 6, an einer Pflanze von rund einem Meter Höhe, die auch im Topf mit 10 bis 20 Litern gut trägt. Dazwischen liegt der <strong>Türkische Gewürzpaprika</strong>, schärfer als die Jalapeño, süß und intensiv, bei uns die Sorte fürs Pulver. Alle drei sind samenfest, zwölf Korn im Tütchen sind rund neun Pflanzen, und zwei bis vier Chilipflanzen versorgen eine Familie ein Jahr lang.</p>
<h2>Aussaat im Dezember: die erste Saat des Jahres</h2>
<p>Wer Chili anbauen will, muss früh anfangen. Ganz früh geht schon im Dezember, bei uns ist es meist der Januar, und bis Anfang März sollte gesät sein, sonst reicht der Sommer nicht für die Ausfärbung. Bis März brauchen die Jungpflanzen eine Pflanzenleuchte, das Fensterlicht ist um diese Zeit zu wenig. Gesät wird in Aussaaterde in unseren blauen Schalen: Erde einfüllen, leicht andrücken, die Körner mit regelmäßigem Abstand verteilen, das erleichtert später das Pikieren, rund 1 cm Erde darüber, wieder andrücken, angießen. Beschriften nicht vergessen, gerade bei mehreren Sorten sehen die Keimlinge alle gleich aus.</p>
<p>Dann kommt das Wichtigste: Wärme. Chili keimt ab 20 °C, lieber bei 23 bis 26 °C, und dafür braucht die Schale noch kein Licht. Sie kann dunkel stehen, auf der Heizung, oder sie bekommt bei uns eine Wärmematte unter den Boden und eine Plexiglasplatte obendrauf, die die Feuchtigkeit hält. Wie lange die Keimung dauert, ist Glückssache: eine Woche bei frischem Saatgut und guter Wärme, bis zu vier Wochen bei älterem Saatgut, anderer Sorte oder zu kühlem Platz. Also nicht nervös werden und nicht nachsäen, bevor vier Wochen um sind. Was hilft, wenn Chili nicht keimen will: nachmessen, ob die Erde wirklich über 20 °C hat, die Erde vor dem Säen auf Zimmertemperatur bringen und die Körner vorher 24 Stunden in lauwarmem Kamillentee einweichen, das bringt zögerliche Samen auf die Sprünge.</p>
<h2>Nach dem Keimen: Licht, kühler stellen, pikieren</h2>
<p>Sobald die ersten Keimlinge stehen, ändert sich alles. Jetzt braucht die Schale viel Licht, und sie muss kühler: nicht mehr über 20 °C, sondern 15 bis 20 °C. Bleibt sie auf der Wärmematte, schießen die Pflänzchen dem Licht entgegen und werden lang, dünn und instabil. Wenn die Keimblätter voll entfaltet sind und das erste echte Blattpaar herausschaut, wird pikiert: mit dem Pikierstäbchen vorsichtig heben, an den Blättern anfassen, nie am Stängel, und in Töpfchen mit Aussaaterde setzen, deutlich tiefer als vorher, bis knapp unter die Keimblätter. Zeigen die Pflänzchen danach gelbliche Blätter oder sehen schlapp aus, arbeiten wir mit einem Flüssigdünger nach. Wird der Topf im März zu klein, topfen wir noch einmal um, wieder tiefer, jetzt in Komposterde. Bilden kleine Pflanzen im April schon Blüten, brechen wir sie aus wie bei der Paprika: erst wachsen, dann tragen.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chili-jalapeno-am-strauch.jpg" alt="Jalapeño-Pflanze mit großen grünen Blättern und mehreren rot und grün reifenden Früchten, angebunden an einem Bambusstab" class="wp-image-242004" width="591" height="556" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chili-jalapeno-am-strauch.jpg 591w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chili-jalapeno-am-strauch-300x282.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 591px) 100vw, 591px" /><figcaption>Jalapeño im Kübel: an den Stab gebunden, die Früchte reifen von Grün nach Rot.</figcaption></figure>
<h2>Abhärten und pflanzen: zu zweit in den Kübel</h2>
<p>Ab April tragen wir die Jungpflanzen tagsüber nach draußen, damit sie sich an die Sonne gewöhnen: erst in den Schatten, dann stundenweise in die Sonne, nach zwei Wochen vollsonnig, nachts kommen sie rein, solange es unter 10 °C fällt. Nach den Eisheiligen Mitte Mai wird gepflanzt, ins Gewächshaus auch schon ab Ende April. Und hier unterscheidet sich der Chili von der Paprika: Fürs offene Freiland ist er bei uns im Norden nicht wirklich gemacht, er will es noch ein Stück wärmer. Sein Platz ist der Kübel an der Südwand des Hauses, die Terrasse oder das Gewächshaus, dort trägt er am meisten. Wer ihn ins Beet setzt, nimmt die geschützteste, sonnigste Ecke.</p>
<p>Chili ist ein Starkzehrer, die Erde braucht Kraft: Wir mischen Komposterde mit abgelagertem Pferdemist oder geben reichlich Kompost ins Pflanzloch. Gepflanzt wird tiefer als im Topf, und immer zwei Pflanzen zusammen, in ein Loch oder in einen Kübel. Sie stützen sich gegenseitig und bringen zusammen einen höheren Ertrag als zwei einzeln gesetzte. Im Beet stehen die Paare 50 cm auseinander in Reihen mit 70 cm Abstand, der Kübel fasst mindestens 10 Liter je Pflanze, besser 20. Dazu kommt gleich ein Bambusstab, an den wir die Pflanzen locker anbinden, damit sie unter der Last der Früchte und im Wind nicht umknicken. Zum Schluss mulchen wir mit Stroh oder Grasschnitt, das hält die Erde feucht.</p>
<h2>Pflege: knapp gießen, nach Bedarf düngen</h2>
<p>Im weiteren Verlauf beobachten wir die Pflanzen und reagieren, statt nach Plan zu arbeiten. Gegossen wird nach der Fingerprobe, Finger in die Erde, und erst wenn sie trocken ist. Chili verträgt es eher knapp, und das hat einen Nebeneffekt: Pflanzen, die mit dem Wasser kurz gehalten werden, bilden schärfere Früchte. Zu nass darf der Kübel nie stehen. Gedüngt wird, wenn die Blätter blass oder gelblich werden oder die Pflanze schwach wirkt, dann gibt es eine Brennnesseljauche oder einen Flüssigdünger. Bei gut vorbereiteter Erde ist das im Sommer ein- bis zweimal nötig. Ausgeizen muss man Chili nicht, die Pflanze verzweigt sich von selbst, und je mehr Verzweigungen, desto mehr Blüten.</p>
<h2>Chili auf dem Balkon und in der Wohnung</h2>
<p>Der Kübel ist für Chili kein Kompromiss, sondern der beste Platz. Auf dem Balkon reicht die Südseite mit einem 10- bis 20-Liter-Topf, einem Stab und etwas Windschutz, die Jalapeño bleibt dort kompakt, die Cayenne wird einen Meter hoch. In der Wohnung geht es das ganze Jahr nur am Südfenster oder unter der Pflanzenleuchte, und auch dann trägt die Pflanze weniger als draußen, weil Hummeln und Wind fehlen. Wer drinnen Früchte will, rüttelt in der Blütezeit täglich leicht an den Pflanzen, damit der Pollen fällt. Wir ziehen unsere Chilis im Haus nur vor und stellen sie ab Mai raus.</p>
<h2>Ernte: ab August, bis in den Dezember</h2>
<p>Die Ernte beginnt meist im August und zieht sich lange hin, an der Hauswand bis in den Dezember, Jen hat die letzten Schoten schon zwischen den Weihnachtstagen geholt. Geschnitten wird mit der Schere knapp über dem Fruchtstiel, nicht gerissen, sonst bricht der Trieb. Reif ist die Schote, wenn sie ihre Sortenfarbe hat, bei beiden Sorten rot, dann ist sie am aromatischsten und bei der Cayenne auch am schärfsten. Grüne Schoten kann man genauso ernten, die Jalapeño wird klassisch grün gepflückt, und wer regelmäßig abnimmt, regt die Pflanze zu neuen Blüten an. Vor dem ersten Frost muss alles rein, halbreife Früchte reifen im Haus nach. Beim Ernten und Schneiden scharfer Sorten helfen Handschuhe, und die Finger danach nicht ins Auge.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/chili_cayenne.jpg" alt="Rote Chili de Cayenne hängen an einer Schnur aufgefädelt zum Trocknen vor dunklem Hintergrund" class="wp-image-178051" width="1181" height="1370" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/chili_cayenne.jpg 1181w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/chili_cayenne-259x300.jpg 259w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/chili_cayenne-883x1024.jpg 883w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/chili_cayenne-768x891.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/chili_cayenne-600x696.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1181px) 100vw, 1181px" /><figcaption>Cayenne auf der Schnur: so trocknen die Schoten an der Wand, danach werden sie zu Pulver.</figcaption></figure>
<h2>Haltbar machen: trocknen, Pulver, Öl und Sriracha</h2>
<p>Kaum ein Gemüse lässt sich so vielseitig verarbeiten, und bei einer guten Ernte braucht man das auch. Der Klassiker ist das Trocknen: Die Schoten werden mit Nadel und Faden am Stiel aufgefädelt und hängen an der Wand, bis sie rascheln, oder sie kommen bei niedriger Temperatur ins Dörrgerät. Getrocknete Chilis halten Jahre und werden bei uns zu Pulver gemahlen, und zwar draußen, denn der Staub aus dem Mixer brennt in Nase und Augen. Frische Schoten legen wir in Öl ein, kochen sie süß-sauer ein oder fermentieren sie zu Sriracha, dafür nehmen wir die Jalapeños. Und wer es ganz einfach mag: Chilis lassen sich im Ganzen einfrieren und bei Bedarf gefroren in die Pfanne reiben.</p>
<h2>Überwintern: lohnt sich das?</h2>
<p>Chili ist mehrjährig, die Pflanze stirbt nur am Frost. Wer eine Lieblingspflanze behalten will, holt sie vor der ersten kalten Nacht rein, schneidet sie auf etwa ein Drittel zurück, entfernt alle Früchte und Blätter mit Läusen und stellt sie hell und kühl bei 10 bis 15 °C, im Treppenhaus, Wintergarten oder am Kellerfenster. Gegossen wird nur so viel, dass der Ballen nicht ganz austrocknet. Dass dabei Blätter fallen, ist normal. Im März treibt sie neu durch und blüht früher als jede Aussaat. Der Haken: Im warmen Wohnzimmer vermehren sich Blattläuse und Spinnmilben den ganzen Winter, und die Pflanze wird lang und schwach. Wir überwintern selten und säen lieber im Dezember neu, das ist bei einer Kulturdauer von 20 Wochen früh genug.</p>
<h2>Eigenes Saatgut: das einfachste überhaupt</h2>
<p>Bei samenfesten Sorten ist die Saatgutgewinnung beim Chili so leicht wie bei keinem anderen Gemüse. Eine vollreife, ausgefärbte Schote aufschneiden, die Kerne von den Scheidewänden streifen, ein paar Tage auf einem Teller trocknen, trocken und dunkel lagern, im nächsten Dezember aussäen. Handschuhe nicht vergessen. Eines sollte man wissen: Chili kreuzt sich untereinander und auch mit Paprika, wenn Hummeln zwischen den Pflanzen hin und her fliegen. Wer die Sorte rein halten will, stellt die Mutterpflanze ein Stück abseits oder lebt mit Überraschungen, die manchmal die besseren Chilis sind.</p>
<h2>Gute Nachbarn und Fruchtfolge</h2>
<p>Chili gehört wie Paprika, Tomate, Aubergine und Kartoffel zu den Nachtschattengewächsen, mit denselben Krankheiten. Im Beet deshalb vier Jahre Pause auf derselben Fläche und keine Tomaten oder Kartoffeln direkt daneben. Gute Nachbarn sind Basilikum, Kohl, Möhren und Gurken, und Basilikum zu Füßen der Chilipflanze ist bei uns Standard im Kübel. Im Kübel verträgt der Chili seine eigene Nachfolge, wenn die Erde jedes Jahr mit frischem Kompost aufgearbeitet wird.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chili-jalapeno-ernte.jpg" alt="Acht rote und dunkelgrüne Jalapeño-Früchte liegen sternförmig auf einem Holztisch, eine ist aufgeschnitten und zeigt helle Kerne" class="wp-image-242005" width="673" height="658" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chili-jalapeno-ernte.jpg 673w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chili-jalapeno-ernte-300x293.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2026/10/chili-jalapeno-ernte-600x587.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 673px) 100vw, 673px" /><figcaption>Jalapeño: dickfleischig, rund 7 cm lang, mit den sortentypischen hellen Rissen in der Schale.</figcaption></figure>
<h2>Typische Probleme und was dahintersteckt</h2>
<h3>Die Samen keimen nicht</h3>
<p>Zu kalt oder zu altes Saatgut. Erde über 20 °C halten, Wärmematte, Geduld bis vier Wochen, Samen vorher in Kamillentee einweichen.</p>
<h3>Lange, dünne Jungpflanzen</h3>
<p>Nach dem Keimen zu warm und zu dunkel. Von der Wärmematte nehmen, 15 bis 20 °C, Pflanzenleuchte, beim Pikieren tiefer setzen.</p>
<h3>Gelbe Blätter an Jungpflanzen</h3>
<p>Nährstoffmangel in der Aussaaterde. Flüssigdünger oder in Komposterde umtopfen.</p>
<h3>Blüten fallen ab</h3>
<p>Zu heiß über 30 °C, zu kalt unter 15 °C nachts, zu nass oder zu trocken. Lüften, gleichmäßig gießen, an den Pflanzen rütteln.</p>
<h3>Die Früchte bleiben grün</h3>
<p>Zu spät gesät oder zu kühl. Grün ernten und im Haus nachreifen lassen, nächstes Jahr im Dezember oder Januar säen.</p>
<h3>Die Schoten sind kaum scharf</h3>
<p>Zu viel Wasser, zu wenig Sonne oder zu früh geerntet. Knapper gießen, wärmer stellen, ausfärben lassen.</p>
<h3>Blattläuse an den Jungpflanzen oder im Winterquartier</h3>
<p>Im Haus die häufigste Plage. Abbrausen, mit Schmierseifenlösung sprühen, kühler und heller stellen.</p>
<h3>Beim Überwintern fallen die Blätter</h3>
<p>Normal nach dem Rückschnitt und bei wenig Licht. Nicht mehr gießen als nötig, im März treibt die Pflanze neu.</p>
<h2>Unsere Sorten</h2>
<ul>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/jalapeno/">Chili Jalapeño</a>: dickfleischig, 7 cm, Schärfegrad 3, grün oder rot geerntet, für Salsa, zum Füllen und für die Sriracha. 12 Korn für rund 9 Pflanzen, samenfest und bio.</li>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/chili/">Chili de Cayenne</a>: schlank, 11 cm, Schärfegrad 6, rund ein Meter hoch, für Topf und Gewächshaus, zum Trocknen und Mahlen. 12 Korn.</li>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/gewuerzpaprika/">Türkischer Gewürzpaprika</a>: scharf und süß zugleich, die Sorte fürs Paprikapulver.</li>
</ul>
<p>Alle Chilis, Paprika, Tomaten und Auberginen findest du in der Kategorie <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product-category/saatgut/fruchtgemuese/">Fruchtgemüse</a>, die Aussaatzeiten im <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product-category/aussaatkalender/">Aussaatkalender</a>. Warum wir nur samenfestes Saatgut führen, steht im <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/samenfestes-saatgut/">Ratgeber</a>.</p>
<h2>Mehr zum Chili</h2>
<ul>
<li>Die milde Schwester mit derselben Anzucht: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/paprika-anbauen/">Paprika anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/paprika-sorten/">Paprika-Sorten für den Norden</a></li>
<li>Von der Aussaat bis zum Pulver: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/gewuerzpaprika/">Türkischen Gewürzpaprika erfolgreich anbauen</a></li>
<li>Was aus den Jalapeños wird: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/sriracha-echt-scharf/">Sriracha, echt scharf?!</a></li>
<li>Die Aussaatstation im Winter: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/aussaat-im-januar-februar/">Aussaat im Januar und Februar</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/pflanzenleuchten-im-vergleich-led/">Pflanzenleuchten im Vergleich</a></li>
<li>Die Verwandten: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/tomaten-anbauen/">Tomaten anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/auberginen-anbauen/">Auberginen anbauen</a></li>
</ul>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Wann Chili säen?</h3>
<p>Dezember bis Februar im Haus, spätestens Anfang März. Bis März braucht die Anzucht eine Pflanzenleuchte.</p>
<h3>Welche Temperatur zum Keimen?</h3>
<p>Mindestens 20 °C, lieber 23 bis 26 °C, auf der Heizung oder der Wärmematte. Licht ist zum Keimen nicht nötig, danach umso mehr.</p>
<h3>Wie lange dauert die Keimung?</h3>
<p>Eine bis vier Wochen, je nach Saatgut, Sorte und Wärme. Erst nach vier Wochen nachsäen.</p>
<h3>Wann und wie pikieren?</h3>
<p>Sobald die Keimblätter voll da sind, an den Blättern anfassen und tiefer setzen. Danach kühler bei 15 bis 20 °C und sehr hell.</p>
<h3>Gewächshaus oder Freiland?</h3>
<p>Gewächshaus, Kübel an der Südwand oder Terrasse. Chili will es wärmer als Paprika, das offene Freiland ist bei uns im Norden nur in geschützten Ecken etwas.</p>
<h3>Wie groß muss der Topf sein?</h3>
<p>Mindestens 10 Liter je Pflanze, besser 20, mit Kompost in der Erde und einem Stab. Zwei Pflanzen zusammen tragen mehr.</p>
<h3>Wie oft Chili gießen und düngen?</h3>
<p>Nach der Fingerprobe, eher knapp, das macht die Schoten schärfer. Düngen mit Jauche oder Flüssigdünger, wenn die Blätter blass werden, ein- bis zweimal im Sommer.</p>
<h3>Wann Chili ernten?</h3>
<p>Ab August, wenn die Schote ihre Farbe hat, bis zum Frost. Grün geht auch, Jalapeño wird klassisch grün geerntet. Mit der Schere über dem Stiel schneiden.</p>
<h3>Kann man Chili überwintern?</h3>
<p>Ja, Chili ist mehrjährig. Vor dem Frost rein, auf ein Drittel zurückschneiden, hell bei 10 bis 15 °C, wenig gießen. Wir säen lieber im Dezember neu.</p>
<h3>Wo sitzt die Schärfe?</h3>
<p>In den weißen Scheidewänden im Inneren, nicht in den Kernen. Wer es milder will, schneidet sie heraus.</p>
<h3>Wie trockne ich Chili?</h3>
<p>Am Stiel auffädeln und an der Wand hängen lassen oder bei niedriger Temperatur ins Dörrgerät. Getrocknet halten sie Jahre, zu Pulver mahlen am besten draußen.</p>
<h3>Kann ich eigenes Saatgut nehmen?</h3>
<p>Ja, bei samenfesten Sorten: reife Schote aufschneiden, Kerne trocknen, dunkel lagern. Chili kreuzt sich mit Paprika, deshalb Abstand halten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gemüse im Oktober pflanzen: Knoblauch stecken, Kürbis ernten</title>
		<link>https://www.gartengemuesekiosk.de/gemuese-im-oktober-pflanzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gartengemüsekiosk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Youtubevideo]]></category>
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					<description><![CDATA[Knoblauch und Wintersteckzwiebeln kommen jetzt in die Erde, die Kürbisse ins Haus: Was wir im Oktober pflanzen und ernten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gemüse im Oktober pflanzen – geht das überhaupt noch? Und wie! Bei uns kommen jetzt Knoblauch und Wintersteckzwiebeln in die Erde, damit wir im nächsten Jahr reich ernten. Gleichzeitig holen wir die Hokkaido-Kürbisse ins Haus, und für das Abendessen gibt es noch frischen Spinat und Radieschen aus dem Garten.</p>
<a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/gemuese-im-oktober-pflanzen/"><img decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2F5Zo9JrSnnVI%2Fmaxresdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<h2>Im Oktober pflanzen und ernten auf einen Blick</h2>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Gemüse</th>
<th>Was wir jetzt tun</th>
<th>Abstand</th>
<th>Wichtig</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Knoblauch</td>
<td>Zehen stecken</td>
<td>Reihe mindestens 30 cm (wir 40), Zehe 10–15 cm</td>
<td>4–5 cm tief, Spitze nach oben, nicht düngen</td>
</tr>
<tr>
<td>Wintersteckzwiebeln</td>
<td>stecken</td>
<td>Reihe 40 cm, in der Reihe je nach gewünschter Größe</td>
<td>nicht angießen, wenn Regen kommt</td>
</tr>
<tr>
<td>Hokkaido-Kürbis</td>
<td>ernten und einlagern</td>
<td>–</td>
<td>Stiel dranlassen, trocken bei 15–20 °C</td>
</tr>
<tr>
<td>Spinat spät</td>
<td>Blätter ernten</td>
<td>–</td>
<td>Anfang September gesät, nach 5 Wochen erntereif</td>
</tr>
<tr>
<td>Radieschen</td>
<td>ernten</td>
<td>–</td>
<td>Erntefenster nicht verpassen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Knoblauch pflanzen im Herbst: unsere vier Sorten</h2>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2022/09/45A0239-1_knoblauch_blog-1.jpg" alt="Jen mit einer Tüte Pflanzknoblauch im Garten" class="wp-image-134147" width="900" height="565" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2022/09/45A0239-1_knoblauch_blog-1.jpg 1417w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2022/09/45A0239-1_knoblauch_blog-1-300x188.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2022/09/45A0239-1_knoblauch_blog-1-1024x642.jpg 1024w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2022/09/45A0239-1_knoblauch_blog-1-768x482.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2022/09/45A0239-1_knoblauch_blog-1-1320x828.jpg 1320w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2022/09/45A0239-1_knoblauch_blog-1-600x376.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption>Aus jeder Zehe wird im nächsten Sommer eine ganze Knolle.</figcaption></figure>
<p>Kleine, dicke, pralle Zehen – und aus jeder einzelnen wird bis zum nächsten Sommer eine ganze Knolle. Wir pflanzen vier Sorten, unsere Lieblinge: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/bio-pflanzknoblauch-germidour/">Germidour</a>, <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/knoblauch/">Therador</a>, <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/bio-pflanzknoblauch-thermidrome/">Thermidrome</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/bio-pflanzknoblauch-messidor/">Messidor</a>. Bei uns gehört Knoblauch in der Küche immer dazu, gern auch roh auf geröstetem Brot.</p>
<p>Das Beet hatte vorher Bohnen getragen und war schon abgeerntet und grob vorbereitet. Für die Feinarbeit gehen wir noch einmal mit der Radhacke und dem Striegel durch. Dünger braucht der Knoblauch jetzt nicht: Über den Winter würde er ohnehin ausgewaschen. Wir düngen wie üblich im Frühjahr, dann legt der Knoblauch richtig los. Mehr zu Boden, Pflege und Ernte findest du in unserem Lexikon-Eintrag <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/knoblauch-anbauen/">Knoblauch anbauen</a>.</p>
<h2>Abstand und Tiefe: So steckst du Knoblauch richtig</h2>
<p>Mit dem Rillenzieher markieren wir gerade Reihen. Der Reihenabstand liegt bei mindestens 30 cm, wir nehmen 40 cm, weil wir so mit unserer Hacke gut durchkommen. In der Reihe setzen wir die Zehen im Abstand von 10 bis 15 cm, bei uns sind es etwa 12 cm.</p>
<p>Wichtig ist die Richtung: Die Spitze zeigt nach oben zur Sonne, am unteren Ende bilden sich die Wurzeln. Mit einem Pflanzholz oder einfach mit den Fingern drückst du ein Loch vor und setzt die Zehe 4 bis 5 cm tief. Gerade Reihen erleichtern später das Hacken.</p>
<h3>Knoblauch angießen?</h3>
<p>Wir gießen nicht an. Im Herbst regnet es normalerweise genug, und für die Nacht war ohnehin kräftiger Regen angesagt. Ist es bei dir sehr trocken, sieht das anders aus.</p>
<h2>Wintersteckzwiebeln im Herbst stecken</h2>
<p>Auf der anderen Seite des Ackers, mit etwas Abstand zum Knoblauch, kommen die <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/bio-wintersteckzwiebeln-fuer-herbst/">Wintersteckzwiebeln</a> in die Erde. Auch hier standen vorher Hülsenfrüchte. Wir gehen genauso vor: Radhacke, Striegel, Rillenzieher, Reihenabstand 40 cm.</p>
<p>Den Abstand in der Reihe kannst du anpassen. Möchtest du früh ernten und brauchst keine großen Zwiebeln, steckst du enger. Sollen sie richtig groß werden, lässt du mehr Platz. Dieses Jahr haben wir richtig dicke, pralle Wintersteckzwiebeln geerntet, noch vor den anderen Zwiebeln. Wie es danach weitergeht, steht unter <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/zwiebeln-anbauen/">Zwiebeln anbauen</a>.</p>
<p>Unsere Wintersteckzwiebeln sind gerade ausverkauft. Manchmal werden bestellte Packungen aber nicht bezahlt und kommen zurück ins Lager. Wenn du sie auf deinen Wunschzettel legst und angemeldet bist, bekommst du eine Nachricht, sobald wieder welche da sind. Dann heißt es schnell sein.</p>
<h2>Kürbis ernten und richtig lagern</h2>
<p>Jetzt geht es an die <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/kuerbis-hokkaido/">Hokkaido-Kürbisse</a>. Erntereif und lagerfähig sind sie, wenn der Stielansatz eingetrocknet ist. Der Stiel muss unbedingt dranbleiben. Fasse den Kürbis deshalb nie am Stiel an, auch wenn es verlockend ist: Bricht er ab, fängt der Kürbis schneller an zu faulen. Bei uns sind zwei abgebrochen – die kommen direkt in die Kürbissuppe.</p>
<p>Draußen sollten die Kürbisse nicht mehr lange liegen. Wird es nachts kälter als etwa 10 °C, können sie anfangen zu gammeln. Wir lagern sie trocken bei 15 bis 20 °C im Haus, ein Flur mit dieser Temperatur ist ideal. So hatten wir schon im April und sogar Anfang Mai noch Kürbis für eine Suppe. Unser Rezept dafür: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/die-beste-kuerbis-suppe/">die beste Kürbissuppe</a>. Wie du Kürbis vom Vorziehen bis zur Ernte anbaust, steht unter <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/kuerbis-anbauen/">Kürbis anbauen</a>.</p>
<h2>Kapuzinerkresse neben den Kürbis</h2>
<p>Zwischen den Kürbissen leuchten die gelben und orangen Blüten der <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/kapuzinerkresse/">Kapuzinerkresse</a>. Blüten und Blätter sind essbar und haben eine pikante, leichte Schärfe – perfekt aufs Brot oder in den Salat. Bis zum ersten Frost können wir regelmäßig ernten. Wenn du deine Beete für das nächste Jahr planst, setz zum Kürbis eine Kapuzinerkresse dazu. Dafür eignet sich auch unsere App <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/beetplaner-app/">Gartengemüsekiosk Beetplaner</a>.</p>
<h2>Spinat und Radieschen: frisches Grün im Oktober</h2>
<p>Den <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/spinat-spaet/">Spinat spät</a> haben wir Anfang September gesät, fünf Wochen später ist er erntereif. Wir ernten die Blätter einzeln mit der Hand, der Rest wächst weiter. In der warmen Phase hatten wir Sorge, dass er schießt, aber er hat es gut vertragen. Wer jetzt noch Spinat säen möchte, macht das am besten geschützt. Mehr dazu unter <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/spinat-anbauen/">Spinat anbauen</a>.</p>
<p>Die <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/radieschen-samenfestes-saatgut/">Radieschen</a> haben wir ebenfalls Anfang September gesät. Säst du jetzt noch, dann geschützt – das erhöht die Erfolgsquote. Radieschen wachsen schnell, deshalb lohnt es sich, das Erntefenster im Beetplan zu markieren. Alles Weitere steht unter <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/radieschen-anbauen/">Radieschen anbauen</a>. Was du im Oktober außerdem noch säen kannst, zeigen wir in <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/im-oktober-noch-saeen/">Was kann man im Oktober noch säen?</a></p>
<h2>Selbstversorgung: Es muss nicht perfekt sein</h2>
<p>Liegt bei dir noch Wiese brach? Im Herbst kannst du gut Beete für das nächste Jahr vorbereiten, und wo erst einmal nur etwas wachsen soll, helfen Gründünger. Selbstversorgung muss weder riesig noch perfekt sein. Auch bei uns gibt es Ecken und Früchte, die nicht ganz gelingen. Es kommt darauf an, das anzubauen, was die Familie gern isst, und den eigenen Platz gut zu nutzen. Passende Sorten für jeden Monat findest du im <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product-category/aussaatkalender/">Aussaatkalender</a>.</p>
<h2>Häufige Fragen zum Pflanzen im Oktober</h2>
<h3>Welches Gemüse kann man im Oktober pflanzen?</h3>
<p>Im Oktober steckst du vor allem Knoblauch und Wintersteckzwiebeln. Beide überwintern im Beet und werden im nächsten Jahr geerntet. Geschützt kannst du außerdem noch Spinat und Radieschen säen.</p>
<h3>Wie tief und mit welchem Abstand pflanzt man Knoblauch im Herbst?</h3>
<p>Wir setzen die Zehen 4 bis 5 cm tief, mit der Spitze nach oben. In der Reihe liegen 10 bis 15 cm zwischen den Zehen, zwischen den Reihen mindestens 30 cm – bei uns 40 cm.</p>
<h3>Muss man Knoblauch im Herbst düngen?</h3>
<p>Nein. Über den Winter braucht der Knoblauch keinen Dünger, er würde ohnehin ausgewaschen. Wir düngen im Frühjahr.</p>
<h3>Wann erntet man Knoblauch, der im Herbst gepflanzt wurde?</h3>
<p>Im nächsten Sommer, meist im Juli. Dann sind aus den einzelnen Zehen ganze Knollen geworden.</p>
<h3>Wie tief steckt man Wintersteckzwiebeln?</h3>
<p>So tief, dass die Spitze gerade noch aus der Erde schaut. Den Abstand in der Reihe wählst du nach der gewünschten Größe: enger für eine frühe Ernte, weiter für große Zwiebeln.</p>
<h3>Wie lagert man Hokkaido-Kürbis richtig?</h3>
<p>Mit Stiel, trocken und bei 15 bis 20 °C, zum Beispiel im Flur. So hält er bis ins Frühjahr. Kürbisse ohne Stiel oder mit Verletzungen verbrauchst du am besten gleich.</p>
<p>Was steckst du dieses Jahr noch in die Erde – und wie viele Kürbisse hast du im Video gezählt? Schreib es uns gern unter das Video auf YouTube. Dort zeigen wir jeden Sonntag, was bei uns im Garten passiert.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zucchini anbauen: ab Mitte April vorziehen, zu zweit auf einen Quadratmeter pflanzen, von Juni bis Oktober jung ernten</title>
		<link>https://www.gartengemuesekiosk.de/zucchini-anbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gartengemüsekiosk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2026 05:56:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anbau-Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gartengemuesekiosk.de/zucchini-anbauen/</guid>

					<description><![CDATA[Zucchini ist das Gemüse, mit dem Gärtnern anfängt: ein Korn, ein warmer Platz, ein gut gefüttertes Beet, und ab Juni trägt die Pflanze so viel, dass man Nachbarn beschenkt. Dafür will sie drei Dinge, Wärme, Nährstoffe und eine zweite Zucchini neben sich für die Bestäubung. Hier steht, wie wir Zucchini anbauen, warum wir sie vorziehen, aber nicht pikieren, wie viel Platz sie wirklich braucht, warum wir die ersten Früchte immer probieren, bevor sie in den Topf kommen, und was man mit der Flut im August anfängt. Dazu die beiden Sorten, die bei uns das grüne Einerlei aufbrechen: gestreift und gelb. Juli: Malachita, die gestreifte, trägt an einem Strunk gleich ein halbes Dutzend. Zucchini auf einen Blick Aussaat ab Mitte April in Töpfen vorziehen, ab Mitte Mai direkt ins Beet, spätestens Anfang Juli Saattiefe 2 bis 3 cm, in Kompost- oder Gemüseerde, nicht in Aussaaterde Bodentemperatur zum Keimen 20 bis 25 °C, Keimdauer rund eine Woche Pikieren nein, gleich in größere Töpfe säen Pflanzung Mitte Mai bis Juni, 100 x 100 cm, mindestens zwei Pflanzen zusammen, etwas tiefer setzen Kulturdauer rund sechs Wochen ab Pflanzung, zehn Wochen ab Aussaat Ernte Mitte Juni bis Mitte Oktober, jung und laufend Standort warm und sonnig, halbschattig mit weniger Früchten Nährstoffbedarf Starkzehrer, abgelagerter Pferdemist oder Kompost, sogar der Komposthaufen selbst Wasser reichlich und regelmäßig, nicht über die Blätter Saatgutmenge 12 Korn sind rund 9 Pflanzen, drei bis vier reichen für eine Familie Schwarz, gestreift, gelb: drei Zucchini aus dem Kiosk Zucchini sind Kürbisse, die man jung erntet, und wie beim Kürbis lohnt sich der Blick auf die Sorte. Unsere Zucchini Black Beauty ist die klassische: kompakt, ohne Ranken, mit dunkelgrünen, leicht marmorierten, länglichen Früchten mit wenigen Kernen, frühwüchsig und ertragreich, erste Ernte rund sechs Wochen nach der Pflanzung. Die Gestreifte Zucchini Malachita wächst niedrig und offen, reift früh, trägt hellgrün gestreifte, glattschalige, etwas gedrungene Früchte, die sich zur Ernte einfach abdrehen lassen, ist robust gegen Echten Mehltau und hält nach der Ernte gut. Die Gelbe Zucchini Solara bringt leuchtend gelbe, kurze, walzenförmige Früchte an unverzweigten, offenen Pflanzen, die Farbe bleibt beim Garen erhalten, und gelbe Aufhellungen an den Blättern der Jungpflanzen sind bei ihr normal. Alle drei sind samenfest, zwölf Korn im Tütchen sind rund neun Pflanzen, mehr als ein Garten braucht. Aussaat: ab Mitte April in Töpfen, nicht pikieren Wir ziehen Zucchini vor, nicht weil es nötig wäre, sondern weil es die Ernte um einen Monat nach vorn holt. Die Voranzucht beginnt bei uns Mitte bis Ende April und läuft bis Mitte Mai, ab Mitte Mai bis Juni geht es auch direkt ins Beet. Gesät wird 2 bis 3 cm tief, ein Korn je Topf, und zwar gleich in größere Töpfe mit Kompost- oder Gemüseerde, keine magere Aussaaterde: Die Zucchini ist ein Starkzehrer und mag es nicht, pikiert zu werden. Bei 20 bis 25 °C keimt sie innerhalb einer Woche, auf der warmen Fensterbank oder im Gewächshaus. Drei bis vier Pflanzen reichen für eine Familie, und weil sie so viel tragen, säen wir lieber zwei Töpfe zu viel als einen zu wenig. Pflanzen: zu zweit auf einen Quadratmeter Mitte Mai bis Juni, nach den Eisheiligen, kommen die Jungpflanzen ins Beet, etwas tiefer als sie im Topf standen, dann bilden sie am Stängel neue Wurzeln. Der Platz ist warm und sonnig, halbschattig geht auch, dann gibt es weniger Früchte. Und der Platz ist groß: Eine Zucchini braucht einen bis anderthalb Quadratmeter, 100 x 100 cm sind das Minimum. Trotzdem pflanzen wir sie immer mindestens zu zweit nebeneinander. Zucchini bilden männliche und weibliche Blüten, oft zeitversetzt, und mit zwei Pflanzen finden Bienen und Hummeln immer eine passende Blüte. Die weiblichen erkennt man am kleinen Fruchtansatz hinter der Blüte, die männlichen sitzen auf einem langen Stiel. Boden und Dünger: der Hunger eines Kürbisses Zucchini brauchen extra viele Nährstoffe, und bei ihnen funktioniert sogar Pferdemist gut, wenn er ein paar Monate abgelagert ist. Wir arbeiten ihn oder reichlich Kompost vor dem Pflanzen ins Beet. Wer einen Komposthaufen hat, kann die Zucchini direkt darauf pflanzen, solange er nicht zu schattig steht, das ist der Platz, an dem sie am wildesten wächst. Im Laufe des Sommers düngen wir mit Brennnessel- oder Beinwelljauche nach, denn eine Pflanze, die jeden Tag Früchte schiebt, hat Hunger. Black Beauty: dunkelgrün, wenig Kerne, am besten als Unterarmlänge geerntet. Pflege: Wasser, Mulch, Blüten im Blick Die großen Blätter verdunsten viel, deshalb gießen wir Zucchini reichlich und regelmäßig, an den Fuß der Pflanze und nicht über das Laub, das beugt dem Mehltau vor. Mulch aus Stroh oder Grasschnitt hält den Boden feucht und die Früchte sauber. Im Spätsommer zeigt sich fast immer Mehltau auf den Blättern, bei uns seit Jahren, und es macht nichts: Wir entfernen die schlimmsten Blätter und lassen die Pflanzen stehen, bis in den Herbst waren wir immer mit Zucchini versorgt. Gute Nachbarn sind Bohnen, Zwiebeln, Erbsen und Mangold, nicht so gern steht die Zucchini bei Tomaten, Gurken und Kartoffeln. Als Kürbisgewächs gehört sie in die Fruchtfolge mit Kürbis und Gurken: vier Jahre Pause auf demselben Beet. Ernte: jung, oft und auch die ganz kleinen Rund sechs Wochen nach der Pflanzung beginnt die Ernte, bei uns Mitte Juni, und sie endet erst mit dem ersten Frost im Oktober. Die wichtigste Regel: jung ernten, unterarmlang oder kürzer, und auch die ganz kleinen mitnehmen. Das regt die Pflanze zu neuen Blüten und Früchten an, und die Kleinen schmecken süß und zart, roh wie Knabbergemüse. Was man übersieht, wird in einer Woche zur Keule mit Kernen. Geerntet wird mit dem Messer oder, bei der Malachita, durch Abdrehen, am besten morgens, wenn die Früchte prall sind. Wer eine Zucchini ausreifen lässt, kann sie wie einen Kürbis lagern. Und die Blüten sind essbar: gefüllt und gebraten sind sie ein Sommergericht für sich, am besten die männlichen, die ohnehin keine Frucht tragen. Bitterstoffe: immer erst probieren Einmal in all den Jahren hatten wir eine Zucchinipflanze, deren Früchte bitter schmeckten, schlimmer als jeder Löwenzahn. Das kommt selten vor, aber es kommt vor, und bittere Zucchini sind giftig: Die Bitterstoffe, Cucurbitacine,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zucchini ist das Gemüse, mit dem Gärtnern anfängt: ein Korn, ein warmer Platz, ein gut gefüttertes Beet, und ab Juni trägt die Pflanze so viel, dass man Nachbarn beschenkt. Dafür will sie drei Dinge, Wärme, Nährstoffe und eine zweite Zucchini neben sich für die Bestäubung. Hier steht, wie wir Zucchini anbauen, warum wir sie vorziehen, aber nicht pikieren, wie viel Platz sie wirklich braucht, warum wir die ersten Früchte immer probieren, bevor sie in den Topf kommen, und was man mit der Flut im August anfängt. Dazu die beiden Sorten, die bei uns das grüne Einerlei aufbrechen: gestreift und gelb.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gestreift_.jpg" alt="Gestreifte Zucchini Malachita mit mehreren hellgrün-dunkelgrün gestreiften Früchten und gelben Blüten an der Pflanze" class="wp-image-226139" width="945" height="945" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gestreift_.jpg 945w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gestreift_-300x300.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gestreift_-150x150.jpg 150w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gestreift_-768x768.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gestreift_-600x600.jpg 600w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gestreift_-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px" /><figcaption>Juli: Malachita, die gestreifte, trägt an einem Strunk gleich ein halbes Dutzend.</figcaption></figure>
<a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/zucchini-anbauen/"><img decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FeXbqdsKGMsY%2Fmaxresdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<h2>Zucchini auf einen Blick</h2>
<table>
<tbody>
<tr>
<th>Aussaat</th>
<td>ab Mitte April in Töpfen vorziehen, ab Mitte Mai direkt ins Beet, spätestens Anfang Juli</td>
</tr>
<tr>
<th>Saattiefe</th>
<td>2 bis 3 cm, in Kompost- oder Gemüseerde, nicht in Aussaaterde</td>
</tr>
<tr>
<th>Bodentemperatur zum Keimen</th>
<td>20 bis 25 °C, Keimdauer rund eine Woche</td>
</tr>
<tr>
<th>Pikieren</th>
<td>nein, gleich in größere Töpfe säen</td>
</tr>
<tr>
<th>Pflanzung</th>
<td>Mitte Mai bis Juni, 100 x 100 cm, mindestens zwei Pflanzen zusammen, etwas tiefer setzen</td>
</tr>
<tr>
<th>Kulturdauer</th>
<td>rund sechs Wochen ab Pflanzung, zehn Wochen ab Aussaat</td>
</tr>
<tr>
<th>Ernte</th>
<td>Mitte Juni bis Mitte Oktober, jung und laufend</td>
</tr>
<tr>
<th>Standort</th>
<td>warm und sonnig, halbschattig mit weniger Früchten</td>
</tr>
<tr>
<th>Nährstoffbedarf</th>
<td>Starkzehrer, abgelagerter Pferdemist oder Kompost, sogar der Komposthaufen selbst</td>
</tr>
<tr>
<th>Wasser</th>
<td>reichlich und regelmäßig, nicht über die Blätter</td>
</tr>
<tr>
<th>Saatgutmenge</th>
<td>12 Korn sind rund 9 Pflanzen, drei bis vier reichen für eine Familie</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Schwarz, gestreift, gelb: drei Zucchini aus dem Kiosk</h2>
<p>Zucchini sind Kürbisse, die man jung erntet, und wie beim Kürbis lohnt sich der Blick auf die Sorte. Unsere <strong>Zucchini Black Beauty</strong> ist die klassische: kompakt, ohne Ranken, mit dunkelgrünen, leicht marmorierten, länglichen Früchten mit wenigen Kernen, frühwüchsig und ertragreich, erste Ernte rund sechs Wochen nach der Pflanzung. Die <strong>Gestreifte Zucchini Malachita</strong> wächst niedrig und offen, reift früh, trägt hellgrün gestreifte, glattschalige, etwas gedrungene Früchte, die sich zur Ernte einfach abdrehen lassen, ist robust gegen Echten Mehltau und hält nach der Ernte gut. Die <strong>Gelbe Zucchini Solara</strong> bringt leuchtend gelbe, kurze, walzenförmige Früchte an unverzweigten, offenen Pflanzen, die Farbe bleibt beim Garen erhalten, und gelbe Aufhellungen an den Blättern der Jungpflanzen sind bei ihr normal. Alle drei sind samenfest, zwölf Korn im Tütchen sind rund neun Pflanzen, mehr als ein Garten braucht.</p>
<h2>Aussaat: ab Mitte April in Töpfen, nicht pikieren</h2>
<p>Wir ziehen Zucchini vor, nicht weil es nötig wäre, sondern weil es die Ernte um einen Monat nach vorn holt. Die Voranzucht beginnt bei uns Mitte bis Ende April und läuft bis Mitte Mai, ab Mitte Mai bis Juni geht es auch direkt ins Beet. Gesät wird 2 bis 3 cm tief, ein Korn je Topf, und zwar gleich in größere Töpfe mit Kompost- oder Gemüseerde, keine magere Aussaaterde: Die Zucchini ist ein Starkzehrer und mag es nicht, pikiert zu werden. Bei 20 bis 25 °C keimt sie innerhalb einer Woche, auf der warmen Fensterbank oder im Gewächshaus. Drei bis vier Pflanzen reichen für eine Familie, und weil sie so viel tragen, säen wir lieber zwei Töpfe zu viel als einen zu wenig.</p>
<h2>Pflanzen: zu zweit auf einen Quadratmeter</h2>
<p>Mitte Mai bis Juni, nach den Eisheiligen, kommen die Jungpflanzen ins Beet, etwas tiefer als sie im Topf standen, dann bilden sie am Stängel neue Wurzeln. Der Platz ist warm und sonnig, halbschattig geht auch, dann gibt es weniger Früchte. Und der Platz ist groß: Eine Zucchini braucht einen bis anderthalb Quadratmeter, 100 x 100 cm sind das Minimum. Trotzdem pflanzen wir sie immer mindestens zu zweit nebeneinander. Zucchini bilden männliche und weibliche Blüten, oft zeitversetzt, und mit zwei Pflanzen finden Bienen und Hummeln immer eine passende Blüte. Die weiblichen erkennt man am kleinen Fruchtansatz hinter der Blüte, die männlichen sitzen auf einem langen Stiel.</p>
<h2>Boden und Dünger: der Hunger eines Kürbisses</h2>
<p>Zucchini brauchen extra viele Nährstoffe, und bei ihnen funktioniert sogar Pferdemist gut, wenn er ein paar Monate abgelagert ist. Wir arbeiten ihn oder reichlich Kompost vor dem Pflanzen ins Beet. Wer einen Komposthaufen hat, kann die Zucchini direkt darauf pflanzen, solange er nicht zu schattig steht, das ist der Platz, an dem sie am wildesten wächst. Im Laufe des Sommers düngen wir mit Brennnessel- oder Beinwelljauche nach, denn eine Pflanze, die jeden Tag Früchte schiebt, hat Hunger.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/zucchini_beet.jpg" alt="Dunkelgrüne, leicht marmorierte Zucchini Black Beauty liegt unter den Blättern im Beet" class="wp-image-177813" width="749" height="749" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/zucchini_beet.jpg 749w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/zucchini_beet-300x300.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/zucchini_beet-150x150.jpg 150w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/zucchini_beet-600x600.jpg 600w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/zucchini_beet-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 749px) 100vw, 749px" /><figcaption>Black Beauty: dunkelgrün, wenig Kerne, am besten als Unterarmlänge geerntet.</figcaption></figure>
<h2>Pflege: Wasser, Mulch, Blüten im Blick</h2>
<p>Die großen Blätter verdunsten viel, deshalb gießen wir Zucchini reichlich und regelmäßig, an den Fuß der Pflanze und nicht über das Laub, das beugt dem Mehltau vor. Mulch aus Stroh oder Grasschnitt hält den Boden feucht und die Früchte sauber. Im Spätsommer zeigt sich fast immer Mehltau auf den Blättern, bei uns seit Jahren, und es macht nichts: Wir entfernen die schlimmsten Blätter und lassen die Pflanzen stehen, bis in den Herbst waren wir immer mit Zucchini versorgt. Gute Nachbarn sind Bohnen, Zwiebeln, Erbsen und Mangold, nicht so gern steht die Zucchini bei Tomaten, Gurken und Kartoffeln. Als Kürbisgewächs gehört sie in die Fruchtfolge mit Kürbis und Gurken: vier Jahre Pause auf demselben Beet.</p>
<h2>Ernte: jung, oft und auch die ganz kleinen</h2>
<p>Rund sechs Wochen nach der Pflanzung beginnt die Ernte, bei uns Mitte Juni, und sie endet erst mit dem ersten Frost im Oktober. Die wichtigste Regel: jung ernten, unterarmlang oder kürzer, und auch die ganz kleinen mitnehmen. Das regt die Pflanze zu neuen Blüten und Früchten an, und die Kleinen schmecken süß und zart, roh wie Knabbergemüse. Was man übersieht, wird in einer Woche zur Keule mit Kernen. Geerntet wird mit dem Messer oder, bei der Malachita, durch Abdrehen, am besten morgens, wenn die Früchte prall sind. Wer eine Zucchini ausreifen lässt, kann sie wie einen Kürbis lagern. Und die Blüten sind essbar: gefüllt und gebraten sind sie ein Sommergericht für sich, am besten die männlichen, die ohnehin keine Frucht tragen.</p>
<h2>Bitterstoffe: immer erst probieren</h2>
<p>Einmal in all den Jahren hatten wir eine Zucchinipflanze, deren Früchte bitter schmeckten, schlimmer als jeder Löwenzahn. Das kommt selten vor, aber es kommt vor, und bittere Zucchini sind giftig: Die Bitterstoffe, Cucurbitacine, entstehen vor allem, wenn Zucchini sich mit Zierkürbissen kreuzen, weshalb eigenes Saatgut aus dem Garten mit Vorsicht zu genießen ist. Deshalb die Regel, auch bei bestem Saatgut: Die ersten Früchte jeder Pflanze roh probieren. Ist eine bitter, kommt die ganze Pflanze weg. Gerade wenn Kinder mitessen oder die Zucchini erhitzt wird, denn Kochen nimmt die Bitterkeit nicht, lohnt der eine Bissen vorher.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gelb_.jpg" alt="Gelbe Zucchini Solara mit mehreren leuchtend gelben Früchten und orangen Blüten zwischen Tagetes" class="wp-image-226099" width="945" height="945" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gelb_.jpg 945w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gelb_-300x300.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gelb_-150x150.jpg 150w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gelb_-768x768.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gelb_-600x600.jpg 600w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/12/zucchini_gelb_-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px" /><figcaption>August: Solara zwischen Tagetes, die gelbe Farbe bleibt auch in der Pfanne.</figcaption></figure>
<h2>In der Küche: von roh bis Chips</h2>
<p>Kaum ein Gemüse ist so vielseitig: ganz klein roh als Knabbergemüse, als Spaghetti aus dem Spiralschneider, in Scheiben gegrillt oder gebraten, gedünstet, als Suppe, als Puffer, im Kuchen, getrocknet als Chips, gefüllt die Blüten. Die Gelbe macht Ratatouille und Grillgemüse zum Hingucker, die Gestreifte ist jung besonders zart. Und für die Augustflut gibt es einen einfachen Weg: raspeln, portionsweise einfrieren und im Winter in Suppe und Eintopf geben.</p>
<h2>Typische Probleme und was dahintersteckt</h2>
<h3>Viele Blüten, aber keine Früchte</h3>
<p>Zu Beginn bildet die Pflanze nur männliche Blüten, das ist normal. Bleiben die Früchte später aus, fehlt die Bestäubung: zweite Pflanze dazu, Blüten für Insekten frei halten, notfalls morgens mit dem Pinsel von Hand bestäuben.</p>
<h3>Kleine Früchte werden gelb und faulen ab</h3>
<p>Unbefruchtete Früchte oder Nässe und Kälte. Bestäubung sichern, Früchte nicht auf nasser Erde liegen lassen, mulchen.</p>
<h3>Weißer Belag auf den Blättern</h3>
<p>Echter Mehltau, im Spätsommer fast unvermeidlich. Befallene Blätter entfernen, von unten gießen, Pflanze stehen lassen, sie trägt weiter. Die Malachita ist robust dagegen.</p>
<h3>Die Früchte schmecken bitter</h3>
<p>Cucurbitacine, giftig. Nicht essen, Pflanze entfernen, kein eigenes Saatgut aus Gärten mit Zierkürbissen.</p>
<h3>Die Pflanze welkt trotz Gießen</h3>
<p>Meist Wurzelfäule oder Schnecken am Stängelgrund nach nassem Wetter. Luftig pflanzen, am Fuß gießen, Schnecken absammeln.</p>
<h3>Hellgelbe Flecken auf jungen Blättern der gelben Zucchini</h3>
<p>Normal bei gelben Sorten, kein Mangel. Die Pflanze wächst sich aus.</p>
<h2>Unsere Sorten</h2>
<ul>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/zucchini/">Zucchini Black Beauty</a>: kompakt, dunkelgrün, wenig Kerne, erste Ernte sechs Wochen nach der Pflanzung. 12 Korn für rund 9 Pflanzen, samenfest und bio.</li>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/gestreifte-zuchini/">Gestreifte Zucchini Malachita</a>: früh, hellgrün gestreift, zum Abdrehen, robust gegen Mehltau, gut lagerfähig. 12 Korn.</li>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/gelbe-zucchini/">Gelbe Zucchini Solara</a>: leuchtend gelb, walzenförmig, ertragreich, die Farbe bleibt beim Garen. 12 Korn.</li>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/aussaatbox-mischkultur-8/">Mischkulturset Mediterran</a>: Zucchini und Aubergine mit Beetplan.</li>
</ul>
<p>Alle Kürbisgewächse findest du in der Kategorie <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product-category/saatgut/kuerbisgemuese/">Kürbisgewächse</a>, die Aussaatzeiten im <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product-category/aussaatkalender/">Aussaatkalender</a>. Warum wir nur samenfestes Saatgut führen, steht im <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/samenfestes-saatgut/">Ratgeber</a>.</p>
<h2>Mehr zur Zucchini</h2>
<ul>
<li>Die großen Verwandten: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/kuerbis-anbauen/">Kürbis anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/gurken-anbauen/">Gurken anbauen</a></li>
<li>Die guten Nachbarn: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/buschbohnen-anbauen/">Bohnen anbauen</a>, <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/zwiebeln-anbauen/">Zwiebeln anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/mangold-anbauen/">Mangold anbauen</a></li>
<li>Der Platz im Beet: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/tomaten-anbauen/">Tomaten anbauen</a> stehen besser woanders</li>
</ul>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Wann Zucchini säen?</h3>
<p>Ab Mitte April in Töpfen vorziehen, ab Mitte Mai direkt ins Beet. Bis Anfang Juli gesät trägt sie noch bis zum Frost.</p>
<h3>Säen oder pflanzen?</h3>
<p>Beides geht. Vorgezogen gibt es die erste Ernte einen Monat früher. Pikiert wird nicht, deshalb gleich in größere Töpfe säen.</p>
<h3>Wie viel Platz braucht eine Zucchini?</h3>
<p>Einen bis anderthalb Quadratmeter, 100 x 100 cm als Minimum. Immer mindestens zwei Pflanzen zusammen, wegen der Bestäubung.</p>
<h3>Warum hat meine Zucchini nur Blüten und keine Früchte?</h3>
<p>Am Anfang kommen nur männliche Blüten. Später fehlt meist die Bestäubung: zweite Pflanze dazu oder mit dem Pinsel von Hand bestäuben.</p>
<h3>Wann Zucchini ernten?</h3>
<p>Ab Mitte Juni, rund sechs Wochen nach der Pflanzung, laufend bis zum Frost. Jung ernten, unterarmlang oder kleiner, auch die ganz kleinen.</p>
<h3>Sind bittere Zucchini giftig?</h3>
<p>Ja. Bittere Früchte nicht essen, auch nicht gekocht, und die Pflanze entfernen. Deshalb die ersten Früchte jeder Pflanze roh probieren.</p>
<h3>Wächst Zucchini im Kübel oder Hochbeet?</h3>
<p>Im Hochbeet sehr gut, aber mit dem vollen Platz. Im Kübel ab 40 Liter, kompakte Sorte wie Black Beauty, täglich gießen und wöchentlich düngen.</p>
<h3>Was tun gegen Mehltau an Zucchini?</h3>
<p>Von unten gießen, befallene Blätter entfernen, luftig pflanzen. Die Pflanze trägt trotzdem weiter. Die Malachita ist von Haus aus robust.</p>
<h3>Welche Nachbarn passen zur Zucchini?</h3>
<p>Bohnen, Zwiebeln, Erbsen und Mangold. Nicht neben Tomaten, Gurken und Kartoffeln, und vier Jahre Pause nach Kürbisgewächsen.</p>
<h3>Kann man Zucchini roh essen?</h3>
<p>Ja, jung und klein sind sie roh süß und zart. Vorher probieren, ob sie nicht bitter sind.</p>
<h3>Wie mache ich zu viele Zucchini haltbar?</h3>
<p>Raspeln und portionsweise einfrieren, als Chips trocknen oder ausreifen lassen und wie Kürbis lagern.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mangold anbauen: von April bis August säen, Blatt für Blatt ernten, von Mai bis zum Frost</title>
		<link>https://www.gartengemuesekiosk.de/mangold-anbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gartengemüsekiosk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2026 23:03:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anbau-Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
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					<description><![CDATA[Mangold ist der Spinat für den Sommer: Er mag es warm, schießt nicht gleich bei der ersten Hitze und liefert von Mai bis zum ersten Frost immer wieder neue Blätter, wenn man die äußeren erntet und das Herz stehen lässt. Dazu ist er mit seinen roten, gelben, orangen und lila Stielen das schönste Gemüse im Beet, und in all den Jahren haben wir an ihm keinen einzigen Schädling gefunden. Hier steht, wie wir Mangold anbauen, was es mit den Knäuelsamen auf sich hat, wie die Ernte Blatt für Blatt funktioniert, warum er manchmal überwintert und was man mit den Stielen macht. Juli: Feurio im Mischkulturbeet, die Stiele leuchten schon von weitem. httpv://www.youtube.com/watch?v=XFpL&#8211;QEKeA Mangold auf einen Blick Aussaat Anfang April bis Mitte August, vorgezogen oder direkt ins Beet. In kühlen Lagen ab Mai Saattiefe 3 cm, in nährstoffarme Aussaaterde Bodentemperatur zum Keimen 15 bis 20 °C, Keimdauer ein bis zwei Wochen Pikieren optional. Aus jedem Knäuelsamen kommen mehrere Pflanzen, vereinzeln beim Pikieren oder Pflanzen Pflanzung Reihen 40 cm, in der Reihe 30 cm, nicht tiefer setzen als im Topf Kulturdauer 8 bis 10 Wochen bis zur ersten Ernte, danach laufend Ernte Mai bis November, äußere Blätter samt Stiel, das Herz bleibt stehen Standort sonnig bis halbschattig, warm, lockerer Boden Nährstoffbedarf Mittelzehrer, Beet mit Kompost oder Kleedünger vorbereiten, kein Mist, keine Hornspäne Frost leichte Fröste ja, in milden Wintern treibt das Herz im Frühjahr neu. Nicht sicher winterhart Saatgutmenge 1,5 g sind rund 60 Pflanzen Rot, bunt und verwandt mit der Roten Bete Mangold ist die Blattform der Rübe: Er gehört zur selben Familie wie Rote Bete und Zuckerrübe, bildet aber keine Knolle, sondern steckt seine Kraft in Blätter und Stiele. Unser Mangold Feurio hat grüne, rot geäderte Blätter und kräftig rote Stiele, knackig und fest, roh im Salat genauso gut wie gedämpft. Der Mangold Rainbow ist eine Mischung aus vier Sorten, gelbstielig, rotstielig mit rotem Blatt, lilastielig mit grünem Blatt und orangestielig mit rotem Blatt, wüchsig und gesund, dekorativ und essbar zugleich. Beide sind samenfest, und beide sind, wenn die Sonne durch die Stiele scheint, das beste Fotomotiv im Garten. Aussaat: von April bis August, mit Knäuelsamen Mangold kann von Anfang April bis Mitte August gesät werden, in einem kühlen Frühjahr lieber erst im Mai, das funktioniert immer noch wunderbar. Wir ziehen ihn vor, in nährstoffarmer Aussaaterde, 3 cm tief, bei 15 bis 20 °C, er geht aber auch direkt ins Beet. Das Saatgut ist eine Besonderheit: Ein Mangoldsamen ist ein Knäuel, in dem mehrere Samen stecken, also nicht wundern, wenn aus einem Korn zwei bis vier Pflanzen kommen. Vereinzelt wird bei uns erst beim Pikieren oder beim Auspflanzen. Wer im Juli oder August sät, erntet im Herbst zarte Blätter und hat gute Chancen, dass die Pflanzen in einem milden Winter durchhalten. April: Aus jedem Knäuelsamen kommen zwei, drei Keimlinge, beim Pikieren wird vereinzelt. Pikieren und Pflanzen: nicht tiefer, aber mit Abstand Pikieren ist beim Mangold optional, wir machen es, weil die Jungpflanzen dann kräftiger werden. Dabei trennen wir die Keimlinge aus einem Knäuel und setzen sie einzeln. Tiefer gesetzt wird nur, wenn die Stiele lang geworden sind, sonst bleibt der Mangold auf der Höhe, auf der er stand. Ins Beet kommt er mit 30 cm Abstand in der Reihe und 40 cm zwischen den Reihen, das Beet ist für einen Mittelzehrer vorbereitet, mit Kompost oder Kleedünger nach Packungsangabe. Mist arbeiten wir beim Mangold nicht ein, und Hornspäne kommen bei uns ohnehin nicht in den Garten. Der Standort darf sonnig sein, halbschattig geht auch, und warm hat er es gern. Nachbarn und Fruchtfolge Mit der Roten Bete ist der Mangold so eng verwandt, dass die beiden nicht zusammen im Beet stehen sollten, und auch nicht nacheinander auf derselben Fläche. Nicht so gern steht er neben Erbsen, Knoblauch und Porree. Gut dagegen mit Bohnen, Brokkoli und anderen Kohlpflanzen, mit Salat, Möhren und Gurken. Bei uns stehen die Mangoldbeete immer in Mischkultur, das verteilt das Wasser besser und entlastet die Gärtnerin, denn Mangold ist eine Pflanze, die wenig Arbeit macht. Pflege: Wasser, Mulch, sonst nichts Mangold will gleichmäßig Wasser, besonders in Trockenphasen, sonst werden die Blätter zäh und die Pflanze neigt zum Schossen. Wir mulchen, sobald die Pflanzen eingewachsen sind, und gießen in trockenen Wochen durchdringend. Nachgedüngt wird nicht, wenn das Beet gut vorbereitet war. Schädlinge haben wir in all den Jahren nicht festgestellt, höchstens Schnecken an den Keimlingen, deshalb die Jungpflanzen kräftig und nicht zu früh setzen. Rainbow: vier Sorten in einem Tütchen, jede Ernte ein Strauß. Ernte: Blatt für Blatt, von Mai bis November Die Ernte beginnt regulär im Mai, nach einem kalten Frühjahr etwas später, und geht bis in den November. Geerntet wird nach Bedarf und von außen: Die größeren äußeren Blätter werden samt Stiel abgeschnitten oder sauber nach unten abgeknickt, das Herz bleibt stehen und schiebt immer neue Blätter nach. So liefert eine Pflanze den ganzen Sommer, ein halbes Dutzend reicht für eine Familie. Am besten erntet man morgens oder abends, wenn die Blätter prall sind. Mangold hält im Kühlschrank zwei, drei Tage, blanchiert lässt er sich wie Spinat einfrieren. Februar 2014: Nach einem milden Winter treibt der rote Mangold im Topf wieder aus. Überwintern und Schossen Mangold ist nicht sicher winterhart, aber zäher, als man denkt. Leichte Fröste übersteht er, und wird der Winter nicht zu streng, frieren nur die äußeren Blätter ab, während das Herz im Frühjahr neu austreibt. Mit Vlies oder einer Laubdecke steigen die Chancen, im Topf an der Hauswand sowieso. Bei richtig tiefem Dauerfrost ist er allerdings verloren. Wer ihn über den Winter bringt, bekommt im Frühjahr eine frühe Ernte, aber keine lange: Mangold ist zweijährig, im zweiten Jahr schiebt er einen Blütenstand und wird zäh. Dann abernten, was zart ist, und die neue Aussaat ist längst gesät. Schießt eine Pflanze schon im ersten Jahr, war es meist Trockenheit oder ein Kälteschock, die Blätter bleiben essbar. In der Küche: Blätter wie Spinat, Stiele wie Spargel Die Blätter werden wie Spinat verarbeitet: mit Knoblauch gedünstet, in der Pfanne, im Curry, im Eintopf oder fein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mangold ist der Spinat für den Sommer: Er mag es warm, schießt nicht gleich bei der ersten Hitze und liefert von Mai bis zum ersten Frost immer wieder neue Blätter, wenn man die äußeren erntet und das Herz stehen lässt. Dazu ist er mit seinen roten, gelben, orangen und lila Stielen das schönste Gemüse im Beet, und in all den Jahren haben wir an ihm keinen einzigen Schädling gefunden. Hier steht, wie wir Mangold anbauen, was es mit den Knäuelsamen auf sich hat, wie die Ernte Blatt für Blatt funktioniert, warum er manchmal überwintert und was man mit den Stielen macht.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/mangold_rot_feurio__.jpg" alt="Mangold Feurio mit leuchtend roten Stielen und dunkel gewellten Blättern im sommerlichen Beet, dahinter gelbstieliger Mangold" class="wp-image-177751" width="1575" height="1575" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/mangold_rot_feurio__.jpg 1575w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/mangold_rot_feurio__-300x300.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/mangold_rot_feurio__-1024x1024.jpg 1024w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/mangold_rot_feurio__-150x150.jpg 150w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/mangold_rot_feurio__-768x768.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/mangold_rot_feurio__-1536x1536.jpg 1536w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/mangold_rot_feurio__-600x600.jpg 600w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/mangold_rot_feurio__-1320x1320.jpg 1320w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/mangold_rot_feurio__-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 1575px) 100vw, 1575px" /><figcaption>Juli: Feurio im Mischkulturbeet, die Stiele leuchten schon von weitem.</figcaption></figure>
<p>httpv://www.youtube.com/watch?v=XFpL&#8211;QEKeA</p>
<h2>Mangold auf einen Blick</h2>
<table>
<tbody>
<tr>
<th>Aussaat</th>
<td>Anfang April bis Mitte August, vorgezogen oder direkt ins Beet. In kühlen Lagen ab Mai</td>
</tr>
<tr>
<th>Saattiefe</th>
<td>3 cm, in nährstoffarme Aussaaterde</td>
</tr>
<tr>
<th>Bodentemperatur zum Keimen</th>
<td>15 bis 20 °C, Keimdauer ein bis zwei Wochen</td>
</tr>
<tr>
<th>Pikieren</th>
<td>optional. Aus jedem Knäuelsamen kommen mehrere Pflanzen, vereinzeln beim Pikieren oder Pflanzen</td>
</tr>
<tr>
<th>Pflanzung</th>
<td>Reihen 40 cm, in der Reihe 30 cm, nicht tiefer setzen als im Topf</td>
</tr>
<tr>
<th>Kulturdauer</th>
<td>8 bis 10 Wochen bis zur ersten Ernte, danach laufend</td>
</tr>
<tr>
<th>Ernte</th>
<td>Mai bis November, äußere Blätter samt Stiel, das Herz bleibt stehen</td>
</tr>
<tr>
<th>Standort</th>
<td>sonnig bis halbschattig, warm, lockerer Boden</td>
</tr>
<tr>
<th>Nährstoffbedarf</th>
<td>Mittelzehrer, Beet mit Kompost oder Kleedünger vorbereiten, kein Mist, keine Hornspäne</td>
</tr>
<tr>
<th>Frost</th>
<td>leichte Fröste ja, in milden Wintern treibt das Herz im Frühjahr neu. Nicht sicher winterhart</td>
</tr>
<tr>
<th>Saatgutmenge</th>
<td>1,5 g sind rund 60 Pflanzen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Rot, bunt und verwandt mit der Roten Bete</h2>
<p>Mangold ist die Blattform der Rübe: Er gehört zur selben Familie wie Rote Bete und Zuckerrübe, bildet aber keine Knolle, sondern steckt seine Kraft in Blätter und Stiele. Unser <strong>Mangold Feurio</strong> hat grüne, rot geäderte Blätter und kräftig rote Stiele, knackig und fest, roh im Salat genauso gut wie gedämpft. Der <strong>Mangold Rainbow</strong> ist eine Mischung aus vier Sorten, gelbstielig, rotstielig mit rotem Blatt, lilastielig mit grünem Blatt und orangestielig mit rotem Blatt, wüchsig und gesund, dekorativ und essbar zugleich. Beide sind samenfest, und beide sind, wenn die Sonne durch die Stiele scheint, das beste Fotomotiv im Garten.</p>
<h2>Aussaat: von April bis August, mit Knäuelsamen</h2>
<p>Mangold kann von Anfang April bis Mitte August gesät werden, in einem kühlen Frühjahr lieber erst im Mai, das funktioniert immer noch wunderbar. Wir ziehen ihn vor, in nährstoffarmer Aussaaterde, 3 cm tief, bei 15 bis 20 °C, er geht aber auch direkt ins Beet. Das Saatgut ist eine Besonderheit: Ein Mangoldsamen ist ein Knäuel, in dem mehrere Samen stecken, also nicht wundern, wenn aus einem Korn zwei bis vier Pflanzen kommen. Vereinzelt wird bei uns erst beim Pikieren oder beim Auspflanzen. Wer im Juli oder August sät, erntet im Herbst zarte Blätter und hat gute Chancen, dass die Pflanzen in einem milden Winter durchhalten.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/jungpflanze_23_mangold.jpg" alt="Junge Mangoldkeimlinge mit roten Stielen in einer Anzuchtplatte" class="wp-image-177753" width="945" height="630" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/jungpflanze_23_mangold.jpg 945w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/jungpflanze_23_mangold-300x200.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/jungpflanze_23_mangold-768x512.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/08/jungpflanze_23_mangold-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px" /><figcaption>April: Aus jedem Knäuelsamen kommen zwei, drei Keimlinge, beim Pikieren wird vereinzelt.</figcaption></figure>
<h2>Pikieren und Pflanzen: nicht tiefer, aber mit Abstand</h2>
<p>Pikieren ist beim Mangold optional, wir machen es, weil die Jungpflanzen dann kräftiger werden. Dabei trennen wir die Keimlinge aus einem Knäuel und setzen sie einzeln. Tiefer gesetzt wird nur, wenn die Stiele lang geworden sind, sonst bleibt der Mangold auf der Höhe, auf der er stand. Ins Beet kommt er mit 30 cm Abstand in der Reihe und 40 cm zwischen den Reihen, das Beet ist für einen Mittelzehrer vorbereitet, mit Kompost oder Kleedünger nach Packungsangabe. Mist arbeiten wir beim Mangold nicht ein, und Hornspäne kommen bei uns ohnehin nicht in den Garten. Der Standort darf sonnig sein, halbschattig geht auch, und warm hat er es gern.</p>
<h2>Nachbarn und Fruchtfolge</h2>
<p>Mit der Roten Bete ist der Mangold so eng verwandt, dass die beiden nicht zusammen im Beet stehen sollten, und auch nicht nacheinander auf derselben Fläche. Nicht so gern steht er neben Erbsen, Knoblauch und Porree. Gut dagegen mit Bohnen, Brokkoli und anderen Kohlpflanzen, mit Salat, Möhren und Gurken. Bei uns stehen die Mangoldbeete immer in Mischkultur, das verteilt das Wasser besser und entlastet die Gärtnerin, denn Mangold ist eine Pflanze, die wenig Arbeit macht.</p>
<h2>Pflege: Wasser, Mulch, sonst nichts</h2>
<p>Mangold will gleichmäßig Wasser, besonders in Trockenphasen, sonst werden die Blätter zäh und die Pflanze neigt zum Schossen. Wir mulchen, sobald die Pflanzen eingewachsen sind, und gießen in trockenen Wochen durchdringend. Nachgedüngt wird nicht, wenn das Beet gut vorbereitet war. Schädlinge haben wir in all den Jahren nicht festgestellt, höchstens Schnecken an den Keimlingen, deshalb die Jungpflanzen kräftig und nicht zu früh setzen.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2024/04/mangold_bunt_ggk-e1773956113995.jpg" alt="Geerntete Mangoldblätter mit gelben, roten, pinken und weißen Stielen dicht nebeneinander" class="wp-image-3778" width="768" height="768" loading="lazy" /><figcaption>Rainbow: vier Sorten in einem Tütchen, jede Ernte ein Strauß.</figcaption></figure>
<h2>Ernte: Blatt für Blatt, von Mai bis November</h2>
<p>Die Ernte beginnt regulär im Mai, nach einem kalten Frühjahr etwas später, und geht bis in den November. Geerntet wird nach Bedarf und von außen: Die größeren äußeren Blätter werden samt Stiel abgeschnitten oder sauber nach unten abgeknickt, das Herz bleibt stehen und schiebt immer neue Blätter nach. So liefert eine Pflanze den ganzen Sommer, ein halbes Dutzend reicht für eine Familie. Am besten erntet man morgens oder abends, wenn die Blätter prall sind. Mangold hält im Kühlschrank zwei, drei Tage, blanchiert lässt er sich wie Spinat einfrieren.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2014/02/1402_mangold.jpg" alt="Roter Mangold mit dunklen, gewellten Blättern treibt im Februar in einem Topf wieder aus" class="wp-image-176563" width="1260" height="840" loading="lazy" srcset="https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2014/02/1402_mangold.jpg 1260w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2014/02/1402_mangold-300x200.jpg 300w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2014/02/1402_mangold-1024x683.jpg 1024w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2014/02/1402_mangold-768x512.jpg 768w, https://www.gartengemuesekiosk.de/wp-content/uploads/2014/02/1402_mangold-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1260px) 100vw, 1260px" /><figcaption>Februar 2014: Nach einem milden Winter treibt der rote Mangold im Topf wieder aus.</figcaption></figure>
<h2>Überwintern und Schossen</h2>
<p>Mangold ist nicht sicher winterhart, aber zäher, als man denkt. Leichte Fröste übersteht er, und wird der Winter nicht zu streng, frieren nur die äußeren Blätter ab, während das Herz im Frühjahr neu austreibt. Mit Vlies oder einer Laubdecke steigen die Chancen, im Topf an der Hauswand sowieso. Bei richtig tiefem Dauerfrost ist er allerdings verloren. Wer ihn über den Winter bringt, bekommt im Frühjahr eine frühe Ernte, aber keine lange: Mangold ist zweijährig, im zweiten Jahr schiebt er einen Blütenstand und wird zäh. Dann abernten, was zart ist, und die neue Aussaat ist längst gesät. Schießt eine Pflanze schon im ersten Jahr, war es meist Trockenheit oder ein Kälteschock, die Blätter bleiben essbar.</p>
<h2>In der Küche: Blätter wie Spinat, Stiele wie Spargel</h2>
<p>Die Blätter werden wie Spinat verarbeitet: mit Knoblauch gedünstet, in der Pfanne, im Curry, im Eintopf oder fein geschnitten roh im Salat, die jungen Blätter des Feurio sind dafür besonders knackig. Die Stiele brauchen ein paar Minuten länger: kleingeschnitten anbraten, in Butter schmoren, gratinieren oder einlegen, die bunten vom Rainbow sind auf dem Teller eine Wucht. Und wer Reste hat, blanchiert und friert sie ein. Wie das mit dem Mangold aus dem Beet aussieht, zeigen unsere <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/kohlrabi-schnitzel-mit-mangold/">Kohlrabi-Schnitzel mit Mangold</a>.</p>
<h2>Typische Probleme und was dahintersteckt</h2>
<h3>Aus einem Korn kommen drei Pflanzen</h3>
<p>Normal, Mangold hat Knäuelsamen. Beim Pikieren oder Pflanzen auf eine Pflanze vereinzeln.</p>
<h3>Der Mangold schießt und bildet einen Blütenstand</h3>
<p>Im zweiten Jahr normal, im ersten nach Trockenheit oder Kälte. Blätter ernten, solange sie zart sind, Pflanze abräumen, neu säen.</p>
<h3>Die Blätter sind zäh und bitter</h3>
<p>Zu trocken gestanden oder zu alt. Gleichmäßig gießen, mulchen, jüngere Blätter ernten.</p>
<h3>Löcher und Schleimspuren an den Keimlingen</h3>
<p>Schnecken. Kräftige Jungpflanzen setzen, nicht zu früh, morgens absammeln.</p>
<h3>Die Pflanze ist im Winter abgefroren</h3>
<p>Dauerfrost ohne Schutz. Im Herbst mit Vlies oder Laub abdecken oder im Topf an die Hauswand stellen, sonst im Frühjahr neu säen.</p>
<h3>Blasse, kleine Blätter</h3>
<p>Zu wenig Nahrung oder zu dunkel. Beet mit Kompost vorbereiten, sonnigeren Platz wählen.</p>
<h2>Unsere Sorten</h2>
<ul>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/mangold-rot/">Mangold rot Feurio</a>: grüne Blätter, rot geädert, leuchtend rote Stiele, knackig, auch roh. 1,5 g für rund 60 Pflanzen, samenfest und bio.</li>
<li><a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product/mangold-bunt/">Mangold bunt Rainbow</a>: vier Sorten mit gelben, roten, lila und orangen Stielen, wüchsig und gesund. 1,5 g für rund 60 Pflanzen, samenfest und bio.</li>
</ul>
<p>Alle Salate und Blattgemüse findest du in der Kategorie <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product-category/saatgut/blattgemuese/">Blattgemüse</a>, die Aussaatzeiten im <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/product-category/aussaatkalender/">Aussaatkalender</a>. Warum wir nur samenfestes Saatgut führen, steht im <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/samenfestes-saatgut/">Ratgeber</a>.</p>
<h2>Mehr zum Mangold</h2>
<ul>
<li>Der Verwandte und die Alternative: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/rote-bete-anbauen/">Rote Bete anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/spinat-anbauen/">Spinat anbauen</a></li>
<li>Die Nachbarn im Sommerbeet: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/salat-anbauen/">Salat anbauen</a>, <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/buschbohnen-anbauen/">Bohnen anbauen</a>, <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/gurken-anbauen/">Gurken anbauen</a> und <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/moehren-anbauen/">Möhren anbauen</a></li>
<li>Aus der Küche: <a href="https://www.gartengemuesekiosk.de/kohlrabi-schnitzel-mit-mangold/">Kohlrabi-Schnitzel mit Mangold</a></li>
</ul>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Wann Mangold säen?</h3>
<p>Von Anfang April bis Mitte August, in kühlen Lagen ab Mai. Für die Herbsternte und einen Überwinterungsversuch im Juli oder August.</p>
<h3>Säen oder pflanzen?</h3>
<p>Beides. Wir ziehen vor und pflanzen nach vier bis fünf Wochen, die Direktsaat ins Beet geht genauso.</p>
<h3>Welcher Abstand?</h3>
<p>30 cm in der Reihe, 40 cm zwischen den Reihen.</p>
<h3>Wann Mangold ernten?</h3>
<p>Ab Mai, acht bis zehn Wochen nach der Aussaat, bis November. Immer die äußeren Blätter samt Stiel, das Herz bleibt stehen.</p>
<h3>Wie lange kann man Mangold ernten?</h3>
<p>Den ganzen Sommer und Herbst von derselben Pflanze, solange das Herz steht. Nach einem milden Winter noch einmal im Frühjahr, bis er blüht.</p>
<h3>Kann Mangold überwintern?</h3>
<p>In milden Wintern ja: Die äußeren Blätter frieren ab, das Herz treibt im Frühjahr neu. Mit Vlies oder Laub geschützt klappt es öfter, bei Dauerfrost nicht.</p>
<h3>Mein Mangold schießt, was tun?</h3>
<p>Zarte Blätter noch ernten, dann die Pflanze abräumen und neu säen. Im zweiten Jahr ist das Blühen normal, im ersten Jahr meist Trockenheit oder Kälte.</p>
<h3>Wächst Mangold im Hochbeet, Topf oder auf dem Balkon?</h3>
<p>Sehr gut. Im Hochbeet mit 30 cm Abstand, im Topf ab 10 Liter je Pflanze, sonnig bis halbschattig und regelmäßig gegossen.</p>
<h3>Welche Nachbarn passen zum Mangold?</h3>
<p>Bohnen, Brokkoli und andere Kohlpflanzen, Salat, Möhren, Gurken. Nicht neben Rote Bete, Erbsen, Knoblauch und Porree.</p>
<h3>Kann man Mangold roh essen?</h3>
<p>Ja, die jungen Blätter fein geschnitten im Salat. Wie Spinat enthält er Oxalsäure, deshalb in Maßen und nicht jeden Tag roh.</p>
<h3>Was ist der Unterschied zwischen Mangold und Spinat?</h3>
<p>Mangold ist verwandt, aber robuster: Er verträgt Hitze, schießt nicht so schnell und wird den ganzen Sommer Blatt für Blatt geerntet. Spinat ist das Frühjahrs- und Herbstgemüse, Mangold das für den Sommer.</p>
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