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Aussaaterde selber machen – so machen wir das

Aussaaterde selbst herstellen?

Aussaaterde selber machen – das haben wir bisher nur erzählt, euch aber noch nicht gezeigt. Also haben wir ein Video zum Thema Aussaaterde gemacht und dabei haben wir noch ein kleines Experiment veranstaltet. Im Video zeigen wir euch den Unterschied dreier verschiedener Substrate. In unserem Videos habt ihr immer wieder gesehen wie wir mit Aussaaterde arbeiten. Und einige von euch haben uns auch gefragt wie wir dabei vorgehen.

Einfach die alte Erde nehmen?

Wir stellen euch vor wie wir mit unserer Dampfschubkarre arbeiten. Dabei haben wir versucht unsere gesammelte alte Erde zur Aussaat zu verwenden. Das war bei uns nicht sonderlich erfolgreich wegen der ganzen Schädlinge die dann doch über blieben.

Sammeln, sammeln – upcycling

In unserem Video zur Aussaaterde seht ihr die Box im Bereich Kompost, die wir extra für das Sammeln von alter Erde aufgestellt haben. Oben drauf haben wir eine Seitenwand als Gitter legen, dass es super zur Abdeckung. Aber vor allen Dingen auch um die alte Erde von alten Wurzeln und Grundstein zu befreien macht es Sinn. Die Erde soll da natürlich nicht nass sein aber gerne feucht. Deswegen decken wir diese Kiste einfach mit Plane und ein paar Holzstämmen ab.

Und wie machen wir das jetzt?

Um unsere Aussaaterde herzustellen schaufeln wir eine Schubkarre (das sind ungefähr 70 l) mit dieser alten gesammelten Erde voll und füllen die dann in Dampfschubkarre um.

Diese Dampfschubkarre hat eine doppelwandige Außenwand und ist somit ganz gut isoliert. Im unteren Bereich sind die Heizstäbe und das Fach für das Wasser, man sollte nur kalkfreies Wasser einfüllen. Darüber kommt ein Lochsieb was mit einem Jutestoff bespannt ist, damit die Erde nicht ins Wasser sie kann kann. Ist diese DampfsSchubkarre befüllt mit Erde, kommt der Deckel drauf und das Thermometer kann eingesteckt werden. Wir stellen Sie auf zwei Stunden, das haben wir sogar selbst schon bei Minustemperaturen erfolgreich durchführen könne.

Erde sieben oder nicht?

Diese Erde kann man entweder vorher oder nachher durchsieben, je nachdem wofür man sie gebrauchen möchte. Logisch ist ja dass groberei Aussaaten nicht unbedingt das feinste Substrat brauchen. Wogegen ganz feine Saatkörner natürlich gerne auch in feinem Substrat liegen. Das grobe Material benutzen wir auch gerne zum Mulchen. Im Video seht ihr, wie wir das in einem Tomatentopf aufbringen.

Erde aus dem Ofen

Wenn man nicht so viel Erde braucht, macht eine Dampfschubkarre natürlich keinen Sinn! Dann reicht es auch die einfach zu sieben und sie im Kochtopf zu erhitzen. Wir haben das im Ofen gemacht (im Video zu sehen). Das klappt ganz gut. Und von den Kosten her ist es immer noch geringer als Erde einzukaufen. 

Ein Experiment mit drei Substraten

Wir haben ein nicht absolut wissenschaftliches Experiment vorgenommen und unter möglichst gleichen Bedingungen verschiedenes Saatgut ausgesät. Konkret sind es sieben kleine Anzuchtschalen geworden, die mit dem gleichen Saatgut bestückt sind. Auch haben wir die gleiche Anordnung vorgenommen. Die eine Schale war mit Kokoserde gefüllt, die mittlere Schale war gemischt und zwar konkret 1 zu 1 Kokoserde zu unserer selbstgemachten Aussaaterde. Die dritte Schale war nur mit der selbstgemachten Aussaaterde aus der Dampfschubkarre gefüllt.

Kokossubtrat

Die Ergebnisse sind ihr sehr gut im Video. Natürlich könnte man jetzt vielleicht eine Diskussion starten Humusziegel versus Torferde. Unserer Meinung nach ist die Kokoserde die bessere Wahl gegenüber der Torferde. Aber wie gesagt jeder hat ein Recht auf seine freie Meinung. Wir möchten an dieser Stelle keine Diskussion lostreten. Festgestellt haben wir in Sachen Kokoserde auf jeden Fall, wie im Video ja sicherlich sehr gut sehen konntet, dass es hier nach der Keimung einer Düngung bedarf. Auch wenn Aussaaterde sehr mager sein sollte, absolut mager macht dann doch keinen Sinn. Je nachdem was für ein Saatgut man hat, also welche Pflanze, gibt es da auch nochmal individuelle Unterschiede. Ein solches System muss immer zum eigenen Garten und zu den eigenen Anforderungen passen. Ein paar Jahre ausprobieren und irgendwann hat man einen Ablauf, der einen zufrieden stellt – ok, man lernt immer neues dazu und findet immer wieder neue Anregungen. Aber das ist ja auch schön!

Und ab und an kaufen wir Anzuchterde auch schonmal ein, ihr kennt das selbst mit der Zeit! Man hat meistens mehr vor als man Zeit dazu hat und man braucht immer mehr Anbaufläche ; )

Was wir gerne verwenden, haben wir euch zusammengestellt unter unseren Empfehlungen, hier ist der Link dazu:
https://www.gartengemuesekiosk.de/unsere-empfehlungen/jungpflanzenanzucht/

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Ein weiteres Video in Sachen Anzucht Pepinos schon eingeplant?

Dieses Jahr möchten wir alle Gartenfreunde aufrufen sich der Pepino zu widmen und diese wunderbare Frucht auszuprobieren.

 

#pepinochallenge2018