Blumen gehören bei uns in jedes Gemüsebeet, nicht nur in den Streifen daneben. Sie bringen mehr Ernte, weil sie Bienen, Hummeln und Schwebfliegen anlocken, die dann auch bei Gurken, Zucchini und Bohnen vorbeischauen. Sie lenken Schädlinge ab und verwirren mit ihrem Duft den Kohlweißling. Und sie sind essbar: Jede Blüte, die wir im Kiosk haben, darf auf den Salat, aufs Dessert oder in den Tee, getrocknet in die Streudose oder in die Vase. Zehn davon stellen wir hier vor, von der Ringelblume, die sich von selbst durch den Garten sät, bis zur Zinnie, die bis zum Frost blüht. Hier steht, wie wir die Blumen in drei Gruppen säen, wann sie ins Beet dürfen, wo sie welchem Gemüse helfen und was aus den Blüten wird.

Blumen fürs Gemüsebeet auf einen Blick
| Aussaat | April bis Juni, der Kern ist der Mai; Ringelblume März bis August, Kornblume März bis Juni und noch einmal im Oktober, Löwenmäulchen schon ab März im Haus, Sonnenblume und Gewürztagetes ab Mai, Borretsch und Bartnelke bis Juli |
|---|---|
| Saattiefe | Lichtkeimer, nur andrücken: Gewürztagetes, Kornblume, Cosmea, Löwenmäulchen; 0,5 bis 1 cm: Zinnie, Bartnelke; 1 bis 2 cm: Ringelblume, Kapuzinerkresse; tief: Sonnenblume 2 bis 4 cm, Borretsch 3 cm |
| Keimtemperatur | 15 bis 20 °C; Gewürztagetes und Zinnie 18 bis 22 °C, Borretsch und Ringelblume auch kühler ab 10 bis 12 °C |
| Keimdauer | ein bis drei Wochen; nach drei Wochen sind die Büschel pflanzfertig |
| Pikieren | nein, drei bis fünf Körner je Topf in der Multitopfplatte, der Büschel wird am Stück oder geteilt gepflanzt |
| Pflanzung | nach den Eisheiligen Mitte Mai; Ringelblume, Borretsch und Kornblume vertragen Frost und dürfen früher raus |
| Abstand | Ringelblume 20 cm, Kornblume, Zinnie, Gewürztagetes und Bartnelke 30 cm, Kapuzinerkresse 30 x 40 cm, Cosmea 25 x 35 cm, Löwenmäulchen 10 x 50 cm, Sonnenblume 40 bis 80 cm, Borretsch 60 x 90 cm; lieber zu weit als zu eng |
| Standort | sonnig; Kornblume, Kapuzinerkresse und Cosmea mager, Ringelblume, Gewürztagetes und Sonnenblume gern nährstoffreich, Löwenmäulchen leicht sauer ohne Kalk |
| Wasser | mittel, bei Trockenheit gießen; die Aussaat nie austrocknen lassen |
| Blüte | Kornblume und Ringelblume ab Juni, Borretsch früh und immer wieder, Cosmea, Zinnie, Sonnenblume und Löwenmäulchen Juli bis Oktober, Gewürztagetes bis zum Frost; Bartnelke zweijährig, volle Blüte im zweiten Jahr |
| Essbar | alle zehn, Blüten und bei Kapuzinerkresse und Borretsch auch die Blätter; bei der Bartnelke nur die Blüten |
| Selbstaussaat | Ringelblume, Borretsch, Kornblume, Cosmea und Löwenmäulchen kommen von selbst wieder, Gewürztagetes-Samen verweht der Wind |
Warum Blumen ins Gemüsebeet gehören
Seit wir im Hofgarten ganz auf Mischkultur setzen, mit Tagetes und Kapuzinerkresse am Kohl, Freilandtomaten und Basilikum daneben und Oregano in der Nähe, haben wir deutlich weniger Fraßschäden als früher, ohne ein einziges Netz. Die ätherischen Öle der Kräuter und der Duft der Tagetes verwirren Kohlweißling und Kohlfliege, der Westwind trägt beides über die Beete, und die Singvögel finden den Rest. Blumen locken außerdem Bestäuber an, die bei Gurken, Kürbis, Zucchini und Bohnen für Ertrag sorgen, und Nützlinge wie Schwebfliegen und Marienkäfer, die Blattläuse fressen. Dazu kommt der Tisch für uns: essbare Blüten für Salat, Dessert und Tee, getrocknete Blütenblätter zum Basteln mit den Kindern, Sträuße für die Küche. Und ganz ehrlich: Ein Beet, das blüht, macht einfach glücklich.
Drei Gruppen Saatgut
Wir teilen unsere Blumen beim Säen in drei Gruppen. Erstens die mit großen Samen, die sich auch direkt im Beet gegen das Beikraut durchsetzen: Sonnenblume, Borretsch, Ringelblume und Kapuzinerkresse. Zweitens die mit feinerem Saatgut, die man direkt säen könnte, die wir aber vorziehen, weil sie im Beet zwischen dem Beikraut untergehen: Gewürztagetes, Cosmea, Kornblume, Zinnie, Bartnelke, Speisechrysantheme und Bechermalve. Drittens die Lichtkeimer mit winzigen Samen, die wir immer vorziehen: Löwenmäulchen, Kamille und Anis-Ysop. Die Sonnenblume ist die Ausnahme, sie säen wir direkt, das klappt zuverlässig. Alles andere kommt bei uns in die Multitopfplatte, weil wir so die Schnecken überlisten und die Pflanzen genau dorthin setzen können, wo sie zwischen dem Gemüse hingehören.
Aussaat: ab April in der Multitopfplatte
Von April bis in den Juni säen wir die Blumen in 35er Multitopfplatten mit feinkrümeliger, gesiebter Aussaaterde, grobe Erde mögen die feinen Saaten nicht. Je Topf kommen drei bis fünf Körner hinein, also immer mehr, als Pflanzen gewünscht sind, weil bei samenfestem Saatgut die Triebkraft von Korn zu Korn unterschiedlich ist und manches erst nach Wochen kommt. Ringelblume und Kapuzinerkresse werden ein bis zwei Zentimeter tief gesteckt und bedeckt, Bartnelke und Zinnie einen Zentimeter, Borretsch drei. Die Lichtkeimer Tagetes, Kornblume, Cosmea und Löwenmäulchen streuen wir nur obenauf und drücken sie fest, bei Löwenmäulchen mit dem Pikierstäbchen, denn die Samen sind wie Staub und fliegen bei Wind davon. Dann beschriften, mit Holzstäbchen und wasserfestem Stift, und angießen.
Zum Keimen brauchen die Blumen 15 bis 20 °C, Tagetes und Zinnien etwas mehr. Im April erreicht das die Platte draußen tagsüber, aber Frost, Hagel und Starkregen sind noch Thema: Bei uns wandern die Platten an kalten Nächten ins Gewächshaus oder in den Geodome, der Hagel hat trotzdem einmal die halbe Ringelblumenplatte erwischt, die Pflanzen haben sich erholt. Die Lichtkeimer stehen auf der Nordseite, damit die Saat auf der Oberfläche nicht austrocknet, und werden täglich besprüht. Nach etwa drei Wochen sind aus den Körnern Büschel geworden, die gepflanzt werden können; wer mag, teilt dichte Büschel und hat gleich doppelt so viele Pflanzen.

Pflanzen: nach den Eisheiligen und mit Abstand
Die meisten Sommerblumen sind frostempfindlich, deshalb kommen Cosmea, Zinnie, Tagetes, Kapuzinerkresse, Sonnenblume und Löwenmäulchen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Beet. Ringelblume, Borretsch und Kornblume stecken leichte Fröste weg und dürfen schon im April hinaus. Beim Pflanzen gilt eine Regel, die am Anfang schwerfällt: große Abstände. Das Beet sieht wochenlang nackt aus, aber die Pflanzen danken es mit Gesundheit und Stabilität, eng gesetzte Cosmea und Zinnien fallen um und bekommen Mehltau. Gegossen wird beim Pflanzen gründlich, bei uns mit EM-Wasser, danach nur noch bei Trockenheit.
Wohin? Bei uns an drei Stellen. Erstens in eigene Blütenbeete und Streifen am Rand der Gemüsebeete, dort stehen die großen Mengen für Tee, Deko und Sträuße. Zweitens mitten ins Gemüse: Tagetes und Kapuzinerkresse zum Kohl, Tagetes in die Tomatenkübel, Borretsch zu Gurken und Zucchini, Ringelblumen zwischen alles, was Platz hat. Drittens an Zaun und Hauswand: Sonnenblumen, weil sie groß werden und Schatten werfen, der im Gemüsebeet stört, und Kapuzinerkresse, die rankt. Schön wird es, wenn man die Blütezeiten mischt: In einem Beet begann die Kamille, dann leuchteten die Ringelblumen, im Spätsommer übernahm die Cosmea, und am Rand hielt der Thymian das ganze Jahr. In einem anderen folgte auf die Kornblumen die Speisechrysantheme und zum Schluss die Tagetes, die bis zum Frost durchhält.
Pflege: wenig düngen, Verblühtes schneiden
Blumen fürs Gemüsebeet brauchen wenig. Kornblume, Kapuzinerkresse und Cosmea wollen mageren Boden, auf Dünger antworten sie mit Blättern statt Blüten; Ringelblume, Tagetes und Sonnenblume vertragen nährstoffreiche Erde, Kompost beim Pflanzen reicht. Gegossen wird bei anhaltender Trockenheit, im Kübel öfter. Die wichtigste Pflege ist die Schere: Verblühtes ausschneiden hält Cosmea, Zinnie, Tagetes und Löwenmäulchen wochenlang in Blüte, und für die Vase geschnitten treiben sie immer nach. Ein paar Blüten lassen wir am Ende des Sommers stehen, für die Samen und für die Vögel. Schnecken sind das Problem der ersten Wochen; vorgezogene Büschel überstehen sie besser als Keimlinge, und die Tagetes dient uns als Lockpflanze, die Schnecken vom Gemüse wegzieht. Blattläuse sammeln sich gern an der Kapuzinerkresse, das ist Absicht: Dort fressen sie nicht am Kohl, und die Marienkäfer finden sie leichter.
Die zehn im Einzelnen
Ringelblume
Die Ringelblume ist die Unkomplizierte: Von März bis August direkt ins Beet oder in den Kübel gesät, ein bis zwei Zentimeter tief, blüht sie von Juni bis Oktober orange an 60 Zentimeter hohen Pflanzen, auf lehmigem, nährstoffreichem Boden, sonnig bis halbschattig. Sie lockt Nützlinge an, hält Nematoden fern und sät sich so willig aus, dass man sie jedes Jahr an neuen Stellen findet. Die Blütenblätter sind milde essbare Deko, aus den Blüten werden Tee, Öl und die klassische Ringelblumensalbe.

Kapuzinerkresse
Ab Ende April kommen die großen Samen ein bis zwei Zentimeter tief direkt ins Beet, in den Topf oder den Balkonkasten, sie keimen zuverlässig, gepflanzt wird nach den Eisheiligen mit 30 mal 40 Zentimetern. Der Boden soll leicht und mager sein, zu viel Dünger gibt nur Blätter. Blätter und Blüten schmecken pikant wie Senfkresse und würzen Salat und Brot, die grünen, noch weichen Samen, die nach der Blüte entstehen, lassen sich wie Kapern einlegen. Sie rankt am Zaun und am Beetrand, steht gern bei Kohl, Mangold, Petersilie und Tomaten, und sie ist unsere Fangpflanze: Blattläuse sitzen lieber dort als am Gemüse.

Gewürztagetes
Die Gewürztagetes ist der Spätzünder unter unseren Blumen: Von Mai bis Juni gesät, als Lichtkeimer nur angedrückt und warm gestellt, bleibt sie anfangs winzig und wird im Sommer zu 30 bis 50 Zentimeter hohen Polstern voller kleiner gelb-oranger Blüten, die bis zum Frost leuchten. Bei uns steht sie neben den Tomaten, in den Tomatenkübeln und am Kohl, dessen Schädlinge sie verwirrt, und sie zieht Schnecken an, die dann nicht am Salat sind. Blüten und Knospen schmecken fruchtig-würzig zu Obstsalat und Süßspeisen.

Sonnenblume
Unsere Sonnenblume ist eine verzweigte Mischung, etwa zwei Meter hoch, mit vielen Blüten in Hellgelb, Gelb und Rot, die beste Schnittblume im Garten. Sie wird nach den Eisheiligen von Mai bis Juli direkt gesät, zwei bis vier Zentimeter tief, mit 40 bis 80 Zentimetern Abstand, in tiefgründigen, nährstoffreichen Boden. Weil sie groß wird und Schatten wirft, steht sie bei uns am Zaun und am Beetrand statt mitten im Gemüse. Die Blütenblätter werten jeden Salat auf, die Kerne im Herbst sind das Festmahl der Vögel, und die tiefen Wurzeln lockern den Boden.

Kornblume
Die Kornblume wird von März bis Juni direkt gesät, als Lichtkeimer nur angedrückt, und noch einmal im Oktober für eine frühe Blüte im nächsten Jahr, denn sie ist frosthart. Sie will trockenen, mageren Boden und keinen Dünger, blüht leuchtend blau bis in den Spätsommer, sät sich aus und kommt jedes Jahr wieder. Die Blüten schmecken mild und sind unsere liebste Deko für Salat und Teemischungen; Bienen und Schmetterlinge sehen das genauso.

Cosmea
Die Cosmea, das Schmuckkörbchen, ist unsere Blütenwand: Mit mehreren Pflanzen zusammengesetzt wird aus den filigranen, 100 bis 150 Zentimeter hohen Stängeln eine weiche Wand aus lila, rosa und weißen Blüten von Juni bis November, die orange Cosmea blüht von Juli bis Oktober. Gesät wird von April bis Mai, flach als Lichtkeimer, gepflanzt nach den Eisheiligen mit 25 mal 35 Zentimetern, in normale Gartenerde ohne Dünger. Verblühtes ausschneiden, dann blüht sie unermüdlich, und für die Vase schneiden, wenn die erste Endblüte offen ist. Die Blütenblätter sind mild und schmücken Desserts.

Zinnie
Die Zinnien-Mischung Carroussel bringt große, ungefüllte Blüten in Orange, Pink, Rosa und Rot bis zum ersten Frost. Gesät wird von April bis Mai, einen halben bis einen Zentimeter tief, bei 18 bis 22 °C, gepflanzt nach den Eisheiligen mit 30 Zentimetern Abstand an einen sonnigen, warmen Platz. Zinnien sind lange haltbare Schnittblumen, jeder Schnitt bringt neue Blüten, und Schmetterlinge lieben sie. Eng gesetzt und feucht neigen sie zu Mehltau, also Abstand halten.

Borretsch
Borretsch, das Gurkenkraut, blüht früh und hört nicht mehr auf: Statt zu verblühen, bildet er immer neue sternförmige blaue Blüten, bis in den Herbst, und darunter brummt es. Er wird von April bis Juli direkt gesät, drei Zentimeter tief, mit 60 mal 90 Zentimetern Abstand, denn er wird 80 Zentimeter hoch und breitet sich aus, wir nennen ihn liebevoll invasiv und stutzen ihn, wenn er den Nachbarn den Platz nimmt. Er steht gern bei Gurken, Kohl, Zucchini und Erdbeeren, die jungen Blätter schmecken nach Gurke, die Blüten schmücken Salate, Bowlen und Desserts, und er sät sich zuverlässig aus.

Löwenmäulchen
Das Löwenmäulchen ist der feinste Lichtkeimer von allen und wird von März bis April im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorgezogen, nur angedrückt, und im April und Mai mit zehn Zentimetern in der Reihe gepflanzt. Es mag durchlässige, kalkfreie, leicht saure Erde, zum Beispiel Rhododendronerde mit Sand. Die samtigen Blüten kommen von Juli bis Oktober, sind essbar und machen Kindern dieselbe Freude wie uns früher. Es sät sich aus, überwintert in milden Lagen und kommt im zweiten Jahr größer und buschiger wieder.

Bartnelke
Die Bartnelke in bunter Mischung ist die nostalgische Bauerngartenblume: 40 Zentimeter hoch, reichblühend in Pink, Rosa, Violett und Weiß, duftend und lange haltbar in der Vase, ein Magnet für Schmetterlinge. Sie wird von April bis Juli gesät, einen Zentimeter tief, und vier Wochen später mit 30 Zentimetern gepflanzt oder gleich direkt gesät. Sie ist winterhart und zweijährig: Einzelne Blüten kommen im ersten Jahr, die volle Pracht im zweiten. Die Blüten schmecken würzig und leicht süßlich, essbar sind bei ihr nur die Blüten, nicht die Blätter.

Blüten ernten, essen und trocknen
Geerntet werden Blüten am Vormittag, wenn der Tau getrocknet ist und sie frisch geöffnet sind, am besten direkt vor dem Essen. Roh schmecken Kornblume, Ringelblume und Cosmea mild und sind reine Dekoration, Kapuzinerkresse und Borretsch bringen Geschmack, Tagetes und Speisechrysantheme eine würzige Note, die Bartnelke Süße. Zum Trocknen legen wir Blüten und Blütenblätter einlagig auf Gitter oder Papier an einen luftigen, schattigen Platz; Ringelblume, Kornblume und Kamille werden so zu Teevorrat, bunte Blütenblätter zur Streumischung für Kuchen und Teller und zum Basteln von Lichtfängern mit den Kindern. Aus Ringelblumen kochen wir Öl und Salbe, aus den grünen Samen der Kapuzinerkresse falsche Kapern. Und was wir nicht ernten, bleibt den Bienen und später den Vögeln.
Samen ernten und Selbstaussaat
Wer im Spätsommer ein paar Blüten stehen lässt, braucht im nächsten Jahr weniger Tütchen. Ringelblume, Borretsch, Kornblume, Cosmea und Löwenmäulchen säen sich im Beet und in der Umgebung von selbst aus, oft taucht die Ringelblume dann an Stellen auf, an denen sie nie gesät wurde. Nur die Gewürztagetes macht da nicht mit, ihr Saatgut ist so leicht, dass der Wind es davonträgt. Zum Ernten lassen wir die Blüten ganz ausreifen, bis die Samenstände trocken sind, und bewahren die Samen trocken und beschriftet in Papiertüten auf; die Bartnelke blüht ohnehin erst im zweiten Jahr richtig, bevor sie Samen gibt.
Im Kübel und auf dem Balkon
Kapuzinerkresse ist die Balkonblume schlechthin: im Kasten rankend, pikant und essbar, nur ohne Dünger. Gewürztagetes stehen bei uns in jedem Tomatenkübel, Zinnien, Löwenmäulchen und Cosmea gedeihen in Töpfen ab fünf Litern, Ringelblumen und Kornblumen im Balkonkasten. Sonnenblumen brauchen einen großen Kübel und einen Stab, der Borretsch wird im Topf zu groß. Im Kübel öfter gießen als im Beet und bei Zinnie und Tagetes etwas Flüssigdünger im Sommer.
Typische Probleme und was dahintersteckt
Die Saat läuft nicht oder lückig auf
Zu wenige Körner, zu grobe Erde oder ausgetrocknete Lichtkeimer. Drei bis fünf Körner je Topf, gesiebte Aussaaterde, Lichtkeimer nur andrücken, feucht halten und Geduld, samenfestes Saatgut keimt ungleichmäßig.
Die Jungpflanzen sind über Nacht verschwunden
Schnecken, selten Hagel. Vorziehen und kräftige Büschel pflanzen, Tagetes als Lockpflanze setzen, Platten bei Unwetter unters Dach.
Viele Blätter, kaum Blüten
Zu viel Dünger, vor allem bei Kapuzinerkresse, Kornblume und Cosmea. Mager pflanzen, nicht düngen.
Cosmea und Zinnien fallen um
Zu eng gesetzt oder zu fett gedüngt. Abstand halten, zur Not ein Stab oder eine Schnur um die Gruppe.
Mehltau auf Zinnien
Zu eng und zu feucht. Weiter pflanzen, von unten gießen, befallene Blätter entfernen.
Blattläuse an der Kapuzinerkresse
So soll es sein: Sie zieht die Läuse vom Gemüse ab, und die Marienkäfer finden dort ihr Futter. Nur bei sehr starkem Befall abspritzen.
Der Borretsch überwuchert alles
Er braucht 60 mal 90 Zentimeter. Stutzen, wenn er die Nachbarn bedrängt, und Sämlinge im Frühjahr dort stehen lassen, wo Platz ist.
Unsere Sorten
Ringelblume: orange, gefüllt, Heilpflanze und Nützlingsmagnet. Kapuzinerkresse: rankend, pikant, Blätter und Blüten essbar. Gewürztagetes: Polster bis zum Frost, der Mischkulturpartner für Kohl und Tomaten. Sonnenblume: verzweigte Mischung, zwei Meter, Schnittblume. Kornblume: blau, frosthart, für Salat und Tee. Cosmea und Cosmea orange: die Blütenwand. Zinnien Carroussel: bunt bis zum Frost. Borretsch: Gurkenkraut mit blauen Sternen. Löwenmäulchen: samtig, Lichtkeimer. Bartnelke: zweijährige Bauerngartenblume. Alle Blumen zusammen als Alle Blüten im Set. Alles samenfest und aus Bio-Vermehrung.
Mehr zu Blumen im Gemüsegarten
Wie wir die Blumen im Mai säen, zeigt der Beitrag Blüten säen. Ringelblumen und Sonnenblumen als Bodenverbesserer stehen bei Gründüngung anbauen. Die Partner der Blumen im Beet: Weißkohl anbauen, Tomaten anbauen und Gurken anbauen, die Kräuter dazu bei Thymian, Oregano, Majoran, Salbei und Bohnenkraut anbauen und Basilikum anbauen. Alle Anleitungen findest du in der Übersicht Gemüse anbauen.
Häufige Fragen
Welche Blumen passen ins Gemüsebeet?
Ringelblume, Kapuzinerkresse und Gewürztagetes gehören mitten hinein, Kornblume, Cosmea, Zinnie, Borretsch, Löwenmäulchen und Bartnelke in den Streifen am Rand, Sonnenblumen an Zaun und Hauswand.
Wann Blumen fürs Gemüsebeet säen?
April bis Juni vorziehen, Ringelblume und Kornblume ab März, Löwenmäulchen ab März im Haus, Sonnenblume und Tagetes ab Mai. Gepflanzt wird nach den Eisheiligen.
Welche Blumen sind Lichtkeimer?
Gewürztagetes, Kornblume, Cosmea und Löwenmäulchen: nur auf die Erde streuen, andrücken, feucht halten. Ringelblume, Kapuzinerkresse, Zinnie und Bartnelke werden bedeckt, Sonnenblume und Borretsch tief gesteckt.
Wann Ringelblumen aussäen?
Von März bis August direkt ins Beet, ein bis zwei Zentimeter tief. Eine Saat im Juli blüht noch bis in den Oktober.
Wann Kapuzinerkresse säen?
Ab Ende April bis Juni direkt ins Beet oder in den Balkonkasten, eine Saat im Juli oder August blüht noch bis zum Frost. Ohne Dünger, sonst gibt es nur Blätter.
Welche Blumen helfen gegen Schädlinge?
Gewürztagetes und Kapuzinerkresse beim Kohl verwirren Kohlweißling und Kohlfliege, Kapuzinerkresse fängt Blattläuse ab, Ringelblumen halten Nematoden fern, Tagetes lockt Schnecken vom Gemüse weg.
Wann Sonnenblumen säen, und wann ist es zu spät?
Nach den Eisheiligen von Mai bis Juli direkt, zwei bis vier Zentimeter tief. Eine Saat Mitte Juli blüht im September, später lohnt es sich nicht mehr.
Kornblume im Herbst säen?
Ja, im Oktober direkt ins Beet. Sie ist frosthart und blüht im nächsten Jahr früher und kräftiger.
Cosmea und Zinnien säen oder pflanzen?
Vorziehen im April und Mai und nach den Eisheiligen pflanzen, Cosmea flach als Lichtkeimer, Zinnie einen Zentimeter tief. Direktsaat geht, verliert aber gegen das Beikraut.
Säen sich die Blumen selbst aus?
Ringelblume, Borretsch, Kornblume, Cosmea und Löwenmäulchen ja, wenn man Blüten stehen lässt. Gewürztagetes-Samen verweht der Wind, Bartnelke blüht erst im zweiten Jahr.
Welche Blüten sind essbar?
Alle zehn. Bei Kapuzinerkresse und Borretsch auch die Blätter, bei der Bartnelke nur die Blüten. Mild sind Kornblume, Ringelblume und Cosmea, würzig Tagetes und Kapuzinerkresse.
Gehen die Blumen im Topf auf dem Balkon?
Ja, Kapuzinerkresse im Kasten, Tagetes im Tomatenkübel, Zinnie, Löwenmäulchen und Cosmea ab fünf Litern. Sonnenblume braucht einen großen Kübel, Borretsch gehört ins Beet.
Wie trockne ich Blüten?
Am Vormittag ernten, einlagig auf Gitter oder Papier luftig und schattig trocknen, in Gläsern aufbewahren. Ringelblume und Kornblume für Tee, bunte Blätter als Streudeko.


