Es ist Sommer! GRG Juni

Es ist Sommer – wir sind im Garten und zeigen euch was bei uns jetzt los ist. Erfolge und Misserfolge im Gartenrundgang

Inhaltsverzeichnis

Es ist Sommer – wir sind im Garten und zeigen euch was bei uns jetzt los ist. Erfolge und Misserfolge im Gartenrundgang. Endlich wächst alles wieder so richtig flott und kräftig – das erfreut das Gärtnerherz.

Blumenkohl früh? Es war zu kalt

Der Blumenkohl früh war in diesem Frühjahr ein echter Misserfolg, zwar sind Köpfe da, aber eher kleine. Immerhin eine Ernte. Im Hochbeet und GWH stand aber nicht nur Blumenkohl. Der Spitzkohl, Kohlrabi und Salat sind wunderbar gewachsen, den hat das kühle Wetter nicht geschadet. Die Kohlrabi sind so zart, perfekt für ein Carpaccio aus der tollen Knolle. Auch haben wir die zarten jungen Blätter verwendet.

Dieses Jahr werden wir wahrscheinlich vermehrt den späten anbauen werden.

Blumenkohl anbauen

Salat im Sommer? Zum Schießen?

Na ja, wenn er denn dann so zum Berg wird und aussieht wie ein Hügel, dann wird es spät oder ist schon zu spät. Wenn er so aussieht, möchte er in Blüte gehen. Das macht der Salat vor allem wenn es ihm zu warm ist. Im Sommer stellen wir die Aussaatplatte schattiger.

Salat anbauen

Essbare Blüten im Sommer

Cosmea hatten wir letztes Jahr im Hochbeet, wir haben sie stehen lassen. Sie hat sich selbst ausgesamt und kam wieder, perfekt für das leichte Gärtnern – bei samenfestem Saatgut und ohne Kreuzung kommt genau die gleiche Blume im nächsten Jahr wieder. Wir essen die bunten Blütenblätter gerne mit. Sie sehen toll aus, auch in gefrorenen Eiswürfeln zum Beispiel.

Wurzelgemüse im Hochbett Nr. 2

Im Sommer darf es schon wachsen, das Gemüse für den Winter. So auch die Wurzelgemüse wie Schwarzwurzeln, Pastinake und Haferwurzeln.

Möhren und Erbsen – war auch schonmal besser

Die Möhren hatten es im Hochbeet dieses Jahr schwer, erst die ganzen hungrigen Schnecken, dann der Starkregen, es war nicht so leicht sie ans Keimen zu bekommen. Aber wir bleiben dran und säen nochmals aus. Die Möhren können bis Ende Juli ausgesät werden. Wir haben sie gern an mehreren Stellen im Garten. Die Zuckerschoten und Erbsen hatten es auch schwer – die Spatzen (dieses Jahr sind es so viele hier) hatten es auf sie abgesehen. Wir haben sie entdeckt, nachgeholfen und nun wachsen sie auch endlich. Zuckerschoten und Erbsen sind so ein schönes Gemüse im Garten, besonders für Naschkatzen und Kinder.

Halbschattiger alter Gemüsegarten

Da war es tatsächlich lange schattig und unbepflanzt. Hätten wir im Mai gepflanzt, hätte es nicht gut geklappt. Also blieben die Pflanzen länger in ihren Voranzuchtpöttchen und kamen jetzt erst in die Erde. Die Buschbohnen wachsen gut an, ebenso die Stangenbohnen. Auch die Kürbispflanzen und Zucchini sind gut angewachsen. Schneckenkragen gegen Schnecken bei Jungpflanzen sind für jeden Selbstversorger und Gemüsegärtner ein tolles Geschenk (aus Metall).

Zwiebeln und Porree ohne Netze?

Leider nein, das klappt bei uns nicht, auch nicht mit der besten Mischkultur, zumindest haben wir es noch nicht geschafft. Wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann eine Lösung, aber derzeit nutzen wir die Netze.

Nachgesetzt, Folgekulturen und volle Beete

Nach den Frühkartoffeln aus den Tonnen werden wir Blumenkohl setzen, nach dem Knoblauch zieht der Winterporree ein und auch Brokkoli mit viel Basilikum werden einziehen. Die dicken Bohnen sind nun langsam erntereif. Wir frieren alles was wir nicht direkt essen einfach ein. Das klappt seit Jahren gut.

Vergessene Aussaaten im Sommer Juni, tatsächlich

Da haben wir tatsächlich die Steckrübe vergessen. Bis Ende Juni kann diese noch gut ausgesät werden. Also los geht‘ s. Die Steckrübe kann besser schmecken als ihr Ruf klingt.

https://www.gartengemuesekiosk.de/produkt/steckruebe-wilhelmsburger/
Die Steckrübe im Garten

Und nach dem Johanni (24. Juni) darf dann auch der Chinakohl gesät werden. Ein wunderbarer Kohl, den alle gerne mögen, die auch Kimchi gern essen.

Chinakohl anbauen

Unser neues Hochbeet im Sommer 2021

Es erfreut uns schon sehr! Lange haben wir nach einen neuen Gewächshaus Ausschau gehalten und dann kam es auf uns zu. Wir sind fasziniert, erproben, tüffteln mit dem Hersteller und freuen uns jeden Tag über das Haus.

Gewächshaus im Gartengemüsekiosk 2021

Im Gewächshaus wachen aktuell verschiedene Paprika, Fleischtomaten, Pepino und natürlich auch Kräuter sowie Melonen. Wir freuen uns so sehr, dass wir ein so schönen Lichtraum für unsere Pflanzen hier haben. Wir sind in voller Vorfreude und Spannung über den weiteren Verlauf in der Saison.

Der Erdfloh, Versuch und Lösung

Und dann kam er doch, der Erdfloh! Feucht halten und Neemöl haben nicht geholfen, leider. Aber was geholfen hat bei trockenem Wetter, das war das Einpudern mit Gesteinsmehl. Der Erdfloh hat das Weite gesucht und der Brokkoli wächst weiter.

Unser Video zum Gartenrundgang im Sommer, im Juni 2021 gibt es hier:

Weitere Beiträge

Anbau-Lexikon

Basilikum anbauen: ab April warm vorziehen, als Lichtkeimer nur andrücken, nach den Eisheiligen zu den Tomaten pflanzen, über dem Blattpaar ernten, aus Stecklingen vermehren

Basilikum gehört zu den Kräutern, bei denen sich der eigene Anbau am deutlichsten lohnt: Ein Topf aus dem Supermarkt hält zwei Wochen, eine selbst gezogene Pflanze im Gewächshaus oder Beet liefert von Juni bis Oktober ganze Bünde, für Pesto, Caprese und Tomatensoße. Dafür will Basilikum drei Dinge, und zwar genau in dieser Reihenfolge: Wärme beim Keimen, Nährstoffe nach dem Pikieren und einen Schnitt, der ihn buschig macht statt kahl. Wer

WEITERLESEN »
Fenchel spät
Anbau-Lexikon

Fenchel anbauen: von Ende Februar bis August satzweise säen, nicht pikieren, 30 cm Abstand, volle Sonne, nach 12 bis 14 Wochen ernten

Fenchel ist eines dieser Gemüse, die im Garten besser schmecken als gekauft: Die Knolle ist knackig, süßlich und schmeckt nach Anis, das feine Grün würzt Salat und Suppe, und selbst die Blüten sind essbar. Der Anbau hat zwei Eigenheiten, die man kennen sollte. Erstens mag Fenchel keine Umzüge, deshalb wird er bei uns nicht pikiert. Zweitens ist sein Erntefenster kurz, nur ein bis zwei Wochen steht die Knolle perfekt, danach

WEITERLESEN »
Jen hält einen hohen, schlanken Chinakohl Granat mit hellgrünem Kopf und weißen Rippen vor dem Beet
Anbau-Lexikon

Chinakohl anbauen: nach der Sommersonnenwende säen, im August pflanzen, von September bis Dezember ernten, mit Pak Choi und Asiasalaten

Chinakohl ist der Kohl für Leute, die keinen Kohl mögen: zart, knackig, mild, roh im Salat so gut wie in der Pfanne, und aus dem eigenen Beet schmeckt er aromatischer und kräftiger als jeder Kopf aus dem Supermarkt. Der Trick liegt im Kalender. Chinakohl wird erst nach der Sommersonnenwende gesät, sonst schießt er statt einen Kopf zu bilden, und er hat es eilig: zehn bis zwölf Wochen von der Saat

WEITERLESEN »