Seit Herbst 2023 bepflanzen wir jährlich im Herbst unseren Hof. Der vorletzte Landwirt und seine Familie müssen noch fleißig gepflanzt haben, danach muss es abgeebbt sein, weswegen der Hof mehr oder weniger leer war in Sachen Obstbäumen und Bäumen. Zur Hofpflege gehört somit auch regelmäßige Baumpflege und Baumpflanzung, also los.
Wir haben viel gelernt
Die Art und Weise wie gepflanzt wird, gerade wenn es Wühlmäuse gibt, ist entscheidend. Der Standort will auch beachtet werden und dann noch die Frage welche Größe an Baum soll es denn sein? Ein kleinerer, nicht so langlebiger, aber schnell erntbarer Buschbaum oder ein Hochstamm? Wobei wir vom Hochstamm Vanessa dieses Jahr schon zwei unglaublich köstliche Früchte ernten durften.
Dazu kommen noch die Erntezeitpunkte, sind es frühe, mittlere oder späte Sorten? Direktverzehr oder zum Lagern? Alte Sorte oder modernere Züchtung? Es gibt so einige Fragen und bei uns kommt je nach Standort auch noch die Frage hinzu wie pferdeverträglich die Bäume sind. Schnellwachsend und verfütterbar sowie Wurzelsystem und Wüchisgkeit sind weitere Kriterien. Aber! Alles gar nicht so kompliziert, einmal durchüberlegt ist schnell eine Liste für den eigenen Standort erstellt mit einer Art Wunschliste was es alles sein darf.
Wann und wie pflanzen?
Optimal ist der Herbst, denn jetzt hat der Boden noch die Wärme vom Sommer intus, was im Frühjahr nicht der Fall ist. Und wichtig! Immer ordentlich gießen. Wenn du meinst du hast genug gegossen, dann nochmal nachgießen und die ersten Jahre ein Auge auf die Bäume haben. Je nach Größe Standort braucht es noch ein Gerüst, eine Verbissschutz und eine Anbindung.
Sortenvielfalt
Hier kann man sich je nach Platz und Vorlieben so richtig austoben. Wir haben so einige Bäume da, eine Auswahl stellen wir euch hier vor:
Apfelbäume am Trail
- Topas: Reift ab Oktober und besticht durch einen säuerlich-würzigen, sehr saftigen Geschmack.
- Red Topaz: Diese rote Variante ist ebenfalls im Oktober pflückreif und schmeckt angenehm süß-säuerlich und knackig.
- Sissi: Dieser Apfel reift im September und erfreut mit einem süßen, milden und fruchtig-aromatischen Fruchtfleisch.
- Alkmene: Bereits ab Anfang September bietet diese Sorte ein feinsäuerliches, edles und an Cox Orange erinnerndes Aroma.
- Goldparmäne: Die historische Sorte reift im September und zeichnet sich durch einen nussigen, süß-würzigen Geschmack aus.
- Prinz: Reift im Oktober und bietet ein charakteristisches, süß-säuerliches und oft leicht meloniges Aroma.
- Albrecht von Preußen: Pflückreif ab September, überzeugt er durch sein süß-säuerliches, erfrischendes und sehr saftiges Wesen.
- Gravensteiner: Dieser Frühherbstapfel reift Ende August und verströmt einen unvergleichlich intensiven, süß-säuerlichen und würzigen Geschmack.
- Dülmener Rosenapfel: Ab September reifend, lockt er mit einem fein-säuerlichen, erfrischenden und kräftigen Aroma.
- Klarapfel: Als klassischer Sommerapfel ist er bereits ab Mitte Juli reif und schmeckt angenehm erfrischend und mild-säuerlich.
Steinobst bei den Hühnis
- Jakob Lebel Apfel: Dieser große Herbstapfel wird im September reif und liefert einen saftigen, mild-säuerlichen Geschmack, der ihn ideal zum Backen macht.
- Pacific Red Kirsche: Die mittelspäte Süßkirsche reift im Juli und punktet mit sehr süßen, festen und aromatischen Früchten.
- Jade Sauerkirsche: Reift im Juli und bietet eine milde Säure, was sie geschmacklich auch für den direkten Verzehr sehr angenehm macht.
- Kriecherl: Die kleinen Wildpflaumen reifen im August und überraschen mit einem intensiv süß-säuerlichen, wildfruchtigen Aroma.
- Burlat Kirsche: Als frühe Herzkirsche reift sie oft schon Ende Mai und erfreut mit einem süßen, vollmundigen und saftigen Geschmack.
- Weingartenpfirsich: Diese Sorte wird im September reif und besitzt ein sehr aromatisches, leicht herb-süßes Fruchtfleisch.
- Birne Gute Luise: Reift im September und schmilzt auf der Zunge mit ihrem süßen, würzigen und überaus saftigen Aroma.
- Kaiser Wilhelm Apfel: Ein robuster Winterapfel, der Ende Oktober reift und einen himbeerartigen, edel süß-säuerlichen Geschmack entfaltet.
- Hauszwetschge: Im September oder Oktober reifend, besticht sie durch ein ausgeprägtes, süß-würziges Aroma, das sich perfekt für Kuchen eignet.
- Zwetschge Opal: Diese Frühzwetschge reift bereits ab Ende Juli und bietet ein sehr süßes, saftiges und exzellentes Tafelfrucht-Aroma.
- Birne Köstliche von Charneux: Pflückreif ab Oktober, verführt sie mit einem süßen, schmelzenden und feinaromatischen Geschmack.
Wildobst/Gehölz (An der unteren Wiese neben den Eichen)
Haselnuss: Schon im Vorfrühling liefert sie mit ihren Kätzchen wichtigen Pollen für die ersten Wildbienen, und im Herbst sind die Nüsse ein begehrtes Festmahl für Eichhörnchen, Haselmäuse und Spechte.
Apfeldorn: Seine weißen Blüten bieten Insekten reichlich Nektar, während die kleinen, apfelartigen Früchte Vögeln bis weit in den Winter als willkommene Nahrungsquelle dienen.
Vanessa Apfelbaum: Dieser Spätsommerapfel reift Ende August und schmeckt herrlich süß-säuerlich und wunderbar knackig.
Wildapfel Rudolph: Die üppige rosarote Blütenpracht zieht im Frühjahr unzählige Bienen an, während die kleinen Zieräpfel später im Jahr heimische Vögel ernähren.
Kiefer: Die immergrünen Nadelbäume bieten Vögeln und Eichhörnchen mit ihren proteinreichen Samen in den Zapfen eine wichtige Wintermahlzeit und dienen als sicherer Nist- und Rückzugsort.
Apfel Pinova: Dieser ab Oktober reifende Winterapfel punktet mit einem süß-säuerlichen, würzigen und sehr knackigen Geschmack.
Apfel Wally: Die moderne Sorte reift im September und erfreut mit einem saftigen, ausgewogen süß-säuerlichen Profil.
Esche: Mit ihren geflügelten Nüsschen bietet sie im Herbst und Winter Vögeln und Kleinsäugern wie Mäusen ein energiereiches Futter.
Und was wäre das ganze Obst ohne Gemüse? ; ) Jetzt könnten wir noch prima Asiasalat oder beispielsweise auch Wintersalat aussäen. Prima für den geschützten Raum, z.B. einem Gewächshaus
Das Video zu unserer Hofgeschichte findet ihr direkt hier:


