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AUSSAAT IM Februar – Säen Pflanzen Ernten

Säen, Pflanzen und Ernten ist das diesjährige Format, um euch mitzunehmen in unsere Planung, das ganze Jahr über. Selbst jetzt im Februar gibt es eine ganze Menge zu tun, zu bedenken und zu beginnen. Unsere Aussaat im Februar bringt uns die Vorfreude für die Saison näher, wir säen, pflanzen und ernten voller Freude. Was nun zu unserer Selbstversorgung mit Gemüseanbau im Februar gehört zeigen wir euch und hoffen ihr habt Freude dran, fühlt euch motiviert und/oder erinnert euch an das was ihr im Februar im Garten machen wolltet.

1. Ernten

Was ernten wir im Februar? Einiges! Die ein oder andere Steckrübe steht dank dem milden Winter noch im Beet sowie einiges an Lauch! Da darf es dann auch gern wieder die alljährliche Quiche sein, die natürlich mit vielem anderem Gemüse auch gut funktioniert. In der Indoorstation gibt es die Gurke zu essen, die allein wegen ihrer aktuellen Alleinstellung natürlich ein Highlight ist.

Ebenso werden im Gartengemüsekiosk frische grüne Blätter nahezu täglich geerntet. In verschiedensten Kübeln stehen Pflanzen rum und werden immer wieder beerntet, so dass sie weiter wachsen können. Dabei sind Winterkresse, Postelein, Asiasalat und auch Feldsalat.

Winterkartoffeln ernten

Mitte Mai bis Ende Juni haben wir die Saatkartoffel gelegt und sind im Winter mit Kartoffeln zum Teil selbst versorgt. Es klappt nun mehrere Jahre schon auf diese Art und Weise. Wir sind immer interessiert an späten Sorten, um hier die Sortenvielfalt auszuprobieren. Aktuell haben wir die Erdgold und die Sarpo Mira im Anbau.

Bereits abgeerntet sind der Chinakohl und der späte Wirsing. Macht aber nichts, es gibt ja noch einiges an Kohlgemüse frisch zu ernten. Ebenso ist beim Lagergemüse noch das ein oder andere zu finden. Die Vielfalt hält es auch jetzt noch recht bunt auf unseren Tellern. Über Rosenkohl, Palmkohl und Grünkohl freuen wir uns im Winter wohl auch, allerdings haben wir den Palm- und Grünkohl dieses Jahr als Hühneropferkohl deklarieren müssen. Egal, die Hühner sind glücklich, das ist auch schön! Schön ist natürlich besonders, dass es immer mehr MarketGardenings gibt, ebenso Biohöfe, die auch im Winter frisches Grünzeug aus eigenem Anbau anbieten. Weniger ist mehr, lokal und regional tut uns allen langfristig gut.

Rezept zu den Rohkost-Chips

Kohlchips
Kohlchips

2. Pflanzen

Aktuell haben wir noch ein paar Steckhölzer geschnitten. Auch wenn es recht lange dauert bis die Pflanzen sich etablieren und nicht alle unbedingt anwurzeln, es freut uns doch die Beerenpflanzen zu vermehren. Bei einer schwarzen Johannisbeere war ein Ast sogar soweit abgesenkt über das Jahr – er hat selbst neue Wurzeln gebildet und so konnten wir direkt eine neue Pflanze wachsen lassen.

An frostfreien Tagen kann auch noch Knoblauch gesteckt werden, warum auch nicht? Kann es ein zu viel an Knoblauch geben? Ich muss zugeben, dass einzelne Zehen sogar in unsere Smoothie-Shots wandern. Zusammen mit Apfel, Birne, Kokosöl, Zitronensaft sowie Kurkuma und Ingwer halten wir dem Regenwetter stand ; )

Das Pikieren von den ersten gewachsenen Keimlingen macht besonders viel Freude, denn es geht los, es fängt wieder an, dieser ewige Kreislauf – als wäre es gestern gewesen. Neue Aussaat, neue Pflanzen, neue Ernten – ich schwärme schon, wir lieben es einfach und es tut so gut!

Wenn die Blätter nach den Keimblättern da sind, können sie problemlos umgesetzt werden. Beim Pikieren setzen wir sie direkt bis zu den Keimblättern tiefer. Als Erde bei den wärmeliebenden Kandidaten nehmen wir gerne eine Mischung von Aussaat- und Komposterde. Andernfalls kann auch mit einem Flüssigdünger nachjustiert werden.

Unser Biosaatgutkalender 2022

Säen? Tomaten säen? so früh?

Tomaten jetzt schon aussäen? Regulär natürlich erst im März, dennoch kann es schon ab Januar klappen. Schaut mal hier:

Zwiebelgemüse, Salate und Kohl

Lauchzwiebeln werden später als Bündel gepflanzt, die Gemüse- und normalen Zwiebel werden vereinzelt und zu viele werden ausgedünnt. Entweder kommen diese in neue Pöttchen oder sie werden einfach gegessen. Salate werden pikiert und ebenso die Kohlpflanzen. Salat bekommt Erde mit wenig Nährstoffen und beim Kohl als Starkzehrer darf es etwas mehr sein.

Ebenso wird nun hier auch schon die Rote Bete pikiert. Da achten wir darauf, dass sie keinen Frost abkriegt, denn sonst gibt es Blütenbildung statt dicker Knollen. Und so können wir im Mai bereits Rote Bete ernten. Die verwenden wir besonders gern roh, im Smoothie zum Beispiel.

Jetzt pikieren für den geschützten Anbau

Die Keimlinge werden nun pikiert, um später ab März (je nach Wetter) geschützt gepflanzt zu werden. Das könnte im Gewächshaus oder Frühbeet erfolgen, ein Mistbeet wäre vielleicht auch noch eine Idee, da kommt die Wärme von unten. Im Freiland würde es keinen großen Erfolg bringen, aber im geschützten Anbau sind die Aussichten erfahrungsgemäß gut.

3. Säen

Einfach und praktisch zusammengefasst haben wir unsere Aussaaten in unserem Aussaatkalender. Im gut handhabbaren Format A4 lässt er sich einfach aufhängen und er ist immer schnell zur Hand. Der Frage: Was säen wir wann mit welcher Temperatur wie und wofür aus? haben wir uns in unserem Aussaatkalender gewidmet.

Was wir wann, wie und wofür aussäen steht hier kompakt zusammen

Praktisch zusammengefasst haben wir einige aktuelle Videos, in denen wir euch in unseren Garten mitnehmen und den erfolgreichen Anbau im Selbstversorgergarten zeigen:

Übersicht praktischer Videos auf unserer Internetseite:

Im Februar säen?

Chili, wärmeliebende wie Paprika, Aubergine, Physalis und Pepino können nun ausgesät werden, wer mag wagt sich an Tomaten.

Ebenso säen wir Kohl, Sellerie, Rote Bete und Salate auch im Februar aus.

Ohne Kunstlicht säen im Februar?

Ja, und zwar die dicke Bohne! Die kann nun schon gesät werden. Wir stecken sie in die 9×9 Töpfchen und kontrollieren sie. Ist da schon was gekeimt? Dann werden sie umsortiert und kommen raus. Ist sie schön gewachsen wird es Zeit für die Pflanzung. So früh ans Werk gemacht schafft es uns einen Vorteil für den Befall der schwarzen Laus.

Wir wünschen euch viel Freude beim Gartenstart dieses Jahr und haben hier unser passendes Video für euch verlinkt, macht’s gut!

Säen Pflanzen Ernten

Letzter Gartenrundgang

Da steht der Winter vor der Tür, nun heißt es: letzter Gartenrundgang des Jahres und wir lassen das Jahr langsam ausklingen. In diesem Gartenrundgang schauen wir hier und da im Garten vorbei, erzählen euch etwas zu unserem Bokashi und werfen einen Blick in die Indoor-Growing-Station.

Bokashi im Winter, ja geht das denn?

Bokashi kommt aus dem Japanischen und bedeutet im Zusammenhang mit der Fermentation so viel wie „graduelle Umwandlung“. Man kann also ruhig sagen, „Bokashi ist Sauerkraut für den Boden“. Und damit sehr wertvoll! Und Ja es geht auch im Winter! Merke zur Überwinterung: Küchenbokashi können wir im Winter draußen möglichst ohne Sauerstoff parken, die Effektiven Mikroorganismen werden bei niedrigen Temperaturen in ihrer Aktivität langsamer, aber sie sterben nicht. Sobald es wieder wärmer wird, werden sie wieder aktiver. Ebenso kann der Bokashieimer wenn gewünscht zum Fermentieren draußen stehen, der Prozess wird lediglich verlangsamt.

Themenwoche auf Instagram #bokashimachen

Diese Woche gibt es eine wunderbare Sammlung von Menschen, die mit Bokashi arbeiten. Viele Tipps, Erfahrungen und Tricks sammeln sich hier. Die Aktion ist von Magdalena von @wurzelnschlagen ins Leben gerufen worden, vielen Dank für die Orga und einen Gruß an die ganze Gruppe. Ihr findet sie in der Story und unter dem # #bokashimachen 👍

Ob nun als Garten- oder Küchenbokashi – Bokashi erobert unsere Beete, zu recht! Bokashi enthält die ganze Power in einer wunderbar „vorverdauten“ Form für unsere Böden. Sie können die Nährstoffe leichter aufnehmen und für die Pflanzen verfügbar machen. Unser Garten- und Küchenbokashi stellen wir mit Effektiven Mikroorganismen her, seit Jahren mit vollem Erfolg. Wer gutes Gemüse ernten möchte muss das Bodenleben füttern. Bokashieren recycelt unsere Abfälle und macht Nahrung daraus. Eine Win-Win-Situation! Besonders schön bei der Arbeit mit Effektiven Mikroorganismen, ist, dass Fermentation nicht stinkt. Bokashi riecht fruchtig-säuerlich, das stört auch in der Küche nicht.

Bokashi im Eimer?

Was nun aber mit den fermentierten Eimerinhalten im Winter anstellen? Wie können wir die Massen speichern? Wir können das Küchenbokashi im Garten konservieren. Das sieht dann zwar aus als würden wir Blumentöpfe anbauen (merkwürdig und lustig), aber so können wir das Bokashi den Winter über halten, um es im Frühjahr zu verwenden. Dazu wird der Eimerinhalt in einen Blumenkübel ohne Loch eingefüllt und festgedrückt. Dann wird dieser Topf umgedreht mit Erdkontakt in ein Beet gestellt. So hat das Küchenbokashi Kontakt zum Boden, kann anfangen zu vererden, die Bodenaktivität von der Oberfläche her aktivieren und geht nicht kaputt.

Haltbarmachen und Depots anlegen

Eine andere Möglichkeit ist das direkte Einarbeiten im Gewächshaus oder das Anlegen von Depot-Speichern. Dazu werden etwas tiefere Löcher gebuddelt und das Küchenbokashi eingefüllt. Dies kann auch über den Winter geschehen. Was wichtig ist, bevor Pflanzen in die Nähe von den Depot-Speichern kommen, muss das Bokashi entweder ca. 4–6 Wochen – im Sommer dauert es ca. 14 Tage – in der Erde sein oder der Abstand zur Jungpflanze groß genug sein. Ansonsten ist es noch zu sauer für die Wurzeln, das wäre kontraproduktiv.

Ernte saftiger Knollen Yacon

Der Frost ist drüber gezogen, die Blätter sind braun – nun heißt es die Knollen sicher zu lagern/zu überwintern. Die Yacon schmeckt saftig und knackig und kann auf verschiedene Weisen zubereitet werden. Im Detail haben wir sie in vier Videos vorgestellt ; ) Sie eignet sich auch gut für den Halbschatten und ist schon deswegen interessant!


Grünzeug für alle

Uns ist frisches Grünzeug im Winter wirklich sehr wichtig. Die Vielfalt macht es möglich, dass wir jeden Tag Grünes ernten können. Es sind nicht alle Blätter so schön und den Hühnern macht das nichts aus. Im Winter bekommen sie natürlich noch extra Futterportionen dazu, gern mit extra Nährstoffen, Fett und Holunder, aber frisches Grünzug mögen auch sie gern. Zwar sind sie hier damit doch recht verwöhnt, sie nehmen es immer wieder gern an. Letzter Gartenrundgang? Nächstes Jahr geht es wieder weiter und es wird so spannend werden, besonders die Rundgänge.

Wintergemüse kontrollieren, muss ich ernten?

Und nun ist er im Beet, gewachsen, knackig – jetzt ist es für uns wichtig auch regelmäßig nach den Köpfen zu schauen. Falls das Wetter es im Wechsel tauen und frieren lässt, könnte es schon sein, dass die Köpfe faulen. An einem Exemplar hatten wir so stellen. Dann wird es nichtmehr besser. Ernten und was noch gut ist verwerten. Wirsing lässt sich prima auf verschiedene Arten zubereiten. Die Chips lassen sich ebenso wie Grünkohlchips herstellen. Das passende Rezept findet ihr hier:


Feldsalat für frisches Grün

Salat im Winter essen wir fast jeden Tag. Gerne mit Nüssen, Möhrchen, Äpfeln und auch Zwiebeln. Dazu haben wir verschiedenes Grün im Garten. Neben Feldsalat, Postelein, Winterkresse essen wir auch gerne Grün- und Palmkohl fein geschnitten im Salat.

DIY-Geschenke aus dem Garten und der Gartenyoutuberadventskalender

Da ist schon wieder ein Jahr rum und der Adventskalender ist nun auch fast durch. Schön ist, dass man bei den meisten Törchen bis Ende Dezember teilnehmen kann. Bei uns haben wir nach DIY-Ideen aus dem Garten gefragt und sind begeistert was ihr alles Schönes macht! Ob das nun Salben, Tees, Liköre oder Marmeladen sind, es gibt so viel Vielfalt, dass es richtig Freude bereitet durch die Kommentare zu schauen. Habt ihr auch Lust dazu, hier findet ihr sie:

Wer noch ein hübsches Geschenk auf die Schnelle für einen Gartenfreund(*in) sucht, wie wäre es mit einem Biosaatgutkalender aus unserem Hause?



Letzter Gartenrundgang, was darf nicht fehlen? Indoor Growing 

Neben Lagergemüse wie unserem Kürbis freuen wir uns über frisches Grün aus der Experimentierstation im Haus. Die Kürbisse kontrollieren wir mindestens einmal die Woche. Sollten da Stellen auftreten heißt es, raus und was gut ist wird noch verwertet. Auf keinen Fall lassen wir beschädigte bei den anderen stehen. Die Indoor-Growing-Station ist spannend für uns! Wir haben zwei moderne LED-Leuchten im Einsatz, zwei Etagen und verschiedene Pflanzen drin stehen. Jetzt können wir ein Fazit ziehen: Der Petersilie und dem Dill hat es nicht so gut gefallen. Dem Basilikum hingegen gefällt es grandios gut. Die Stecklinge der Süßkartoffel wuchern.

Weihnachtlicher Gruß für alle, die Lust haben eine Runde zu singen und zu musizieren : )

Das Video – Letzter Gartenrundgang im Jahr könnt ihr hier sehen:

letzter Gartenrundgang