Sojabohnen anbauen im Garten | 1000Gärten

Exoten im Garten

Sojabohnen anbauen im Garten, dieses Jahr haben wir es wieder mal getan. Die Universität Hohenheim und das Unternehmen Taifun haben Anfang des Jahres ein Projekt gestartet. Das Experiment »1000Gärten« hat Gärtner dazu eingeladen eine bestimmte Anzahl von Sorten unter bestimmen Bedingungen anzubauen, darüber Buch zu führen und Hülsen wieder zurück zu schicken. Schaut mal hier:https://www.1000gaerten.de

Unsere Videobeiträge

Teil 1

Teil 2

 

Sojabohnen anbauen, kleine Pflanzenkunde

Die Sojabohne (Glycine max (L.) Merr.) ist eine Kulturpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchte (Leguminosae) und stammt aus China. Sie ist eine einjährige, subtropische Pflanze, die am besten bei Temperaturen zwischen 24 und 34°C wächst und ein feuchtwarmes Klima bevorzugt. Wird sie in Gegenden angebaut, wo die Tage länger sind (wie in Nordeuropa), verlängert sich die Wachstumszeit durch Verzögerungen bei der Blütenanlage und der Abreife der Samen.

Stickstoff für das Wachstum

Die Sojabohne erreicht eine Höhe von etwa 80 bis 100 cm und ist optisch unserer Buschbohne ähnlich. Sie weist eher dünne Stängel auf, die mehr oder weniger verzweigt und – ebenso wie Blattstiele und Blätter – fein und dicht behaart sind. Da die Endknospe der Triebe sich zum Blütenstand entwickelt und die Pflanze somit nicht weiterwächst, ist das Wachstum der meisten Sorten begrenzt.

Ein weiteres Merkmal der Sojabohnen sind ihre ausgeprägten Pfahlwurzeln, die bis zu eineinhalb Meter lang werden können. Die Wurzeln werden von einem sojaspezifischen Knöllchenbakterium besiedelt, von dem die Pflanze den wichtigen Nährstoff Stickstoff in pflanzenverfügbarer Form erhält. Wird Soja auf Böden angebaut, in denen die Knöllchenbakterien nicht von Natur aus vorhanden sind (wie es etwa bei europäischen Böden der Fall ist), wird zuvor das Saatgut mit den erforderlichen Bakterien geimpft.

Blüte und Erntezeit

Die Blüten stehen zu 3 bis 20 in blattachselbürtigen oder endständigen Trauben. Sie sind klein und in der Regel selbstbefruchtend, also nicht auf Bestäuber wie Bienen angewiesen. Die Sojapflanze blüht über drei bis vier Wochen. Wie bei Leguminosen üblich, setzen nur 20 bis 80 Prozent der Blüten Hülsen an, die bei der Ernte 1 bis 6 kugelige gelbe Samen enthalten. Erst, wenn die Blätter der Sojapflanze braun werden und vertrocknen, beginnen die Bohnen in den Hülsen zu reifen. Die Ernte erfolgt schließlich im Herbst (September/Oktober), wenn die Felder braun sind und die Stängeln prall gefüllt mit Hülsen.

(Quelle: https://www.1000gaerten.de/die-sojapflanze/kleine-pflanzenkunde – Quelle: Hahn/Miedaner, 2013: Sojaanbau in der EU, DLG-Verlag)

Gartenrundgang Januar, leicht fröstelnd

Unser Garten im Januar

Zeit für den Gartenrundgang im Januar. Na klar, so richtig tiefer Winter ist hier bei uns in den milden Gefilden nicht ausgebrochen. Ein bisschen Frost hatten wir aber auch hier und wer weiß was noch so kommt. Esst ihr auch so gerne die Ernte aus dem Garten? Heut konnten wir einen Wirsing mit in die Küche nehmen. Und da wir im Sommer und Herbst viel eingefroren haben, fällt es leicht mal schnell was leckeres zur frischen Ernte dazu zu holen.  Dieses Mal waren es Bohnen, Blaue Hilde – die sieht nicht nur toll aus, die schmeckt auch richtig gut. Beim erhitzen wird sie grünlich, verliert also ihre blaue Farbe. Es sind quasi Zauberbohnen würde ich der Gartenzwergin erzählen.
Aktuelle Bilder posten wir alle ein, zwei, drei Tage auf Instagram – hast du uns schon im Abo? Heute gab es Schwarzwurzeln und frisches Grün von Palmkohl, Grünkohl und Mangold. Dazu leckere Pasta mit Mandelsoße.
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Blaue Blume im Garten

Unsere Artischocke ist nicht eingegangen, na ja, zumindest nicht ganz. Da ist noch ne Menge Grün am Boden. Ich hoffe sie schafft es und treibt nächstes Frühjahr wieder richtig schön aus. Blaue Blüten und jede Menge Bienchen und Insekten möchte ich darauf sehen. Hoffentlich klappt das. Die Blüten mit Besuchern sind so ein schönes Fotomotiv!

Kohltauben?

Kohl unter dem Netz, da haben die »Kohltauben« keinen Zugang mehr. Im letzten Gartenrundgang konntet ihr die Grünkohlspitzen sehen, schön abgefressen. Da haben die Tauben ihren Spaß gehabt. So langsam erholt sich das Grün, es wächst schön nach. Nächsten Monat dürften wir die wieder ernten.

Aussaaten Ende Januar

Ausgesät wurde jetzt auf jeden Fall die Physalis. Blumenkohl, Spitzkohl, Sommerwirsing und Kohlrabi sind auch ausgesät – unter Kunstlicht. Diverse Salate und Rote Bete sowie Thymian und Petersilie stehen auch schon in den Schalen zur Keimung. Ende Januar kommen dann Chilis, Paprika und Melanzani (Auberginen) in die Erde. Die dicken Bohnen ziehen wir im Gewächshaus vor.

Und hier geht es zum Gartenrundgang im Videoformat:

Natürlich gibt es noch ein Fotoalbum zum Video:

Selbstversorgung mit eigenem Gemüse aus dem Garten